Waiting For Louise präsentiert: Michaels Favoriten von 2015 
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Michaels Favoriten 2017

Jahresrückblick etc.

noch ein bisschen früh ...
(01.01.2017)

Das Album des Jahres

???: "???"
...
(17.01.2016)

Highlights des Jahres

The Blue Aeroplanes: "Welcome, Stranger!" (ArtStar, Jan. 2017)

Das erste Album des neuen Jahres ist ein richtiger Kracher! Zwar kommt die Platte erst am kommenden Freitag heraus, aber bei der Online-Bestellung der Vinylausgabe war direkt der komplette Download des Albums verfügbar. Für irgendwas muss das Internet ja gut sein ...
(03.01.2017)

Heute kam die Platte per Luftpost aus England in Spellen an ... und ich bin noch begeisterter als zuvor! Der Klang der Band ist richtig gut, fast wie live aufgenommen. Und auch die Lieder gehren zum Besten was die Band seit ... sehr vielen Jahren gemacht hat. Das ist locker in der Liga von "Swagger" und "Beatsongs", ihren Klassikern aus den frühen 90ern.
(11.01.2017)

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Michael Chapman: "50" (Paradise Of Bachelors, Jan. 2017)

5o Jahre musiziert der englische Sänger und Gitarrist nun schon im Schatten bekannterer Kollegen, was vielleicht auch erklärt, warum er ganz "unverbraucht" rüberkommt, also immer noch gut & spannend ist. Jetzt hat er erstmals in den USA aufgenommen, unterstützt von deutlich jüngeren Musikern aus der Indie-Szene (u.a. Steve Gunn und James Elkington). Nur Sängerin Bridget St. John ist ebenfalls ein Kind der 6oer und 70er und aus England. Viele der Lieder gab es schon auf anderen Alben des Künstlers, da die aber kaum einer kennt fällt das nicht weiter auf. Eine wirklich gute Platte, die mir großen Appetit darauf macht, meine leider noch großen Lücken in der eigenen Michael-Chapman-Sammlung zu schließen.
(08.02.2017)

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Aimee Mann: "Mental Illness" (Super Ego, März 2017)
Was soll ich sagen? Frau Mann ist auch auf dem neuen Album so gut wie immer - also eine der allerbesten SongschreiberInnen, die es in der Pop- und Rockmusik gibt. Punktum.
(01.04.2017)
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Willkommen zurück ...

Bohren & Der Club Of Gore: "Black Earth" (Wonder, März 2005 * Play It Again Sam, Jan. 2017)
Nach "Black Earth" habe ich mir jetzt auch noch dieses Album von 2005 besorgt!
(16.01.2017)
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Bert Jansch: "Living In The Shadows" (Earth, Jan. 2017)

Ausgezeichnete Box mit drei Alben des brillianten Gitarristen aus den 90ern ("The Ornament" von 1990, "When The Circus Comes To Town" von 1995 und "Balloon" von 1998), dazu ein weiteres Album mit Demos und anderem bislang unveröffentlichtem Material aus dieser Zeit.
(04.02.2017)

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Can: "The Singles" (Mute/Spoon, Juni 2017)
Die meisten Titel kennt man natürlich von den Alben - und eigentlich waren sie ja auch eher eine Alben-Band, aber es macht großen Spaß, auf drei Langspielplatten dem zu lauschen, was die Burschen damals als kommerziell erachtet hatten, um es als Single zu ver�ffentlichen. Und schließlich haben Singles ja auch B-Seiten!
(30.06.2017)

Es macht großen Spaß, die Can-Hits in ihrer zeitlichen Reihe zu hören, vom wilden "Soul Desert" von 1969, noch mit Malcolm Mooney, über die großartigen Lieder mit Damo Suzuki (vor allem natürlich "Spoon" und "Vitamin C", bis hin zum "Hoola Dance" von 1989, wieder zusammen mit Malcolm Mooney. Nur zwei instrumentale Coversongs sind für mich leicht verstörend beim Hören: das Weihnachtslied "Stille Nacht" mit verquerem Rhythmus und die bizarre Adaption von "Can Can" von Jacques Offenbach. Das zeugt vielleicht von gutem Humor, obwohl die Motivation zur Aufnahme des Offenbach-Klaßikers vielleicht alleine auf dem Titel des Liedes beruht. Aber für mich muß sowas nicht sein. Scheiß drauf - tolle Platte.
(08.07.2017)

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auch gut ...

John Abercrombie Quartet: "Up And Coming" (ECM, Jan. 2017)
Seit über 40 Jahren nimmt der Gitarrist bereits Platten für das Münchener Label ECM auf - vielleicht nicht mehr so beeindruckende bzw. relevante wie damals "Timeless" und "Gateway", aber immer noch wunderbare! Im Quartett mit Marc Copland (Klavier), Drew Gress (Bass) und Joey Baron (Schlagzeug).
(18.01.2017)
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Brent Cash: "The New High" (Marina, Jan. 2017)

Neue Platten vom Marina-Label sind rar geworden. Die Herren des kleinen & feinen Hamburger Labels veröffentlichen scheinbar nur dann noch etwas, wenn es von ihren Lieblingskünstlern Brent Cash (misteriöser Multiinstrumentalist aus Athens/Georgia) oder David Scott (Kopf und einziges Mitglied der schottischen Band The Pearlfishers) alle Jubeljahre etwas Neues zu veröffentlichen gibt. Beide Künstler stehen für perfekten Pop in der Beach-Boys-Tradition und sind eher öffentlichkeitsscheu bzw. geben selten bis gar keine Konzerte. Also gibt es wohl auch keine Konzerte zur Präsentation von "The New High". Mutiges Label, tolle Künstler.
(08.02.2017)

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The Desoto Caucus: "4" (Glitterhouse, Jan. 2017)

Album numero cuatro der ehemaligen Begleitband von Howe Gelb (Giant Sand). Nicht nur eine der besten dänischen Americana-Bands (was für ein blöder Satzbeginn!) ...
(08.02.2017)

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The Flaming Lips: "Oczy Mlody" (Bella Union, Jan. 2017)
Bei den Flaming Lips bin ich eigentlich immer neugierig, wenn ein neues Album erscheint. Allerdinx brauche ich dann meist auch eine gewisse Zeit um festzustellen, ob es mir auch wirklich gefällt. Selten, dass mir eine dermassen schräge und (trotzdem relativ) erfolgreiche Band untergekommen ist. Ach ja - Miley Cyrus soll irgendwo auf der Platte zu hören sein. Falls das jemanden interessiert.
(23.01.2017)
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Tift Merritt: "Stitch Of The World" (Redeye/Yep Roc, Jan. 2017)

Ich weiß zwar nicht, was uns Tift mit der großen Trommel in der Astgabel sagen will, aber es ist mir auch ziemlich egal, denn bereits seit ihrem grandiosen Debüt "Bramble Rose" von 2002 verfolge ich die Karriere dieser tollen Sängerin aus dem Grenzbereich Country/Indipendent-Rock. Zeitlos gute Singer/Songwriter-Musik mit toller Begleitband (Marc Ribot an der Gitarre, Jennifer Condos am Bass, Eric Heyman an der Hawaiigitarre und Jay Bellerose am Schlagzeug) und Sam Beam (Iron & Wine) im Produzentensessel.
(08.02.2017)

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Julian Cope: "Drunken Songs" (Head Heritage, Febr. 2017)
Der Mann ist natürlich legendär, aber in den letzten Jahren habe ich seine Musik etwas aus den Augen (beßer gesagt: aus den Ohren) verloren. Leider gibt es wohl nur eine CD-Version ...
(13.05.2017)
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Mark Eitzel: "Hey Mr Ferryman" (Decor, Feb. 2017)

Der Meister der großen depressiven Ballade hat in England mit Bernard Butler (Ex-Suede-Gitarrist) ein wirklich gutes Album aufgenommen. Das hat durchaus die Klasse der alten Sachen vom American Music Club ...
(08.02.2017)

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The Feelies: "In Between" (Bar-None, Feb. 2017)
Satte 40 Jahre hat diese Band inzwischen auf dem Buckel - geheime Helden des Indie-Gitarrenrocks. Ob sie statt Legendenstatus gerne auch etwas mehr kommerziellen Erfolg hätten, das ist mir nicht bekannt- wahrscheinlich aber eher nicht. Auf jeden Fall klingt auch die neue Platte total nach den alten Feelies, man fühlt sich im Klang der Gitarren und der Trommeln sofort zuhause, auch wenn es dieses mal etwas ruhiger zugeht als beim "Comeback"-Album "Here Before" von 2011.
(09.04.2017)
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Port Noo: "In The Middle Of Everything" (Goldrausch, Feb. 2017)
Port Noo, Gälisch (?) für Newport, ist das neue Projekt der Münchener Sängerin Hannah Permanetter, vormals in einer Band, deren Name mir leider gerade nicht einfällt, und die ich auch nicht auf dem Schirm hatte. Mein Zugang kommt über das Plattenlabel Goldrausch, hinter dem die Berliner Band Brokof steckt. Anscheinend gibt es das Album nur auf Vinyl inklusive Downloadgutschein, also ohne CD: beim letzten Brokof-Album "Cool Fame" gab es ja nur die CD, wie ich damals enttäuscht feststellen mußte. Scheinbar haben mir die Junx zwar zugehört, aber leider weiterhin nur Geld für eine Version von "In The Middle Of Everything": zum Glück ist das dieses mal eben eine schöne Vinylscheibe.
Zur Musik schreibe ich dann in den nächsten Tagen was. Es klingt auf jeden Fall vielversprechend.
(29.05.2017)

Das hat leider ein paar Tage länger gedauert mit dem Hören, als ich dachte, was nichts mit der Qualität der Musik zu tun hat. Wunderschöne Singer/Songwriter-Musik wird hier präsentiert, viel analoges auf Gitarre und Klavier und nur sehr sparsam eingesetzte Elektronik. Gut gefallen mir auch die Bläserarrangements. Als Referenz könnte man die Musik von Cherilyn McNeil nennen, die ja auch unter einem Bandpseudonym, Dear Reader, musiziert. (23.07.2017)

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Chuck Prophet: "Bobby Fuller Died For Your Sins" (Yep Roc, Feb. 2017)

Der Mann ist natürlich eine Legende. Zunächst bei Green On Red, wenn auch nicht als Gründungsmitglied, wie in manchen Besprechungen zur neuen Platte fälschlicherweise behauptet wird, aber auf jeden Fall als musikalischer Chef neben Sänger Dan Stuart, danach mit vielen guten bis sehr guten Platten unter eigenem Namen. Auch auf dem neuen Album klingt er so frisch, als wäre es sein erstes und kann diese wunderbare Mischung aus wildem, scheinbar simplem Rock'n'Roll und virtuosem Spiel auf der Gitarre bringen. Ein wahrer Master der Telecaster.
(16.02.2017)

Konzerthighlight: Jugendzentrum Karo, Wesel, 12.02.2017: der weltberühmte Gitarrist im kleinen Karo-Club? Kaum zu glauben, aber wahr! Zur Abwechselung war es auch einmal wieder richtig voll dort (und nicht so "überschaubar" wie dann, wenn wir mit W4L dort selber spielen!). Chuck war mit seiner Band in wirklich guter Form und hat einen beindruckenden Gig hingelegt. Das hat gepaßt!
(13.02.2017)

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Son Volt: "Notes Of Blue" (Thirty Tigers/Transmit Sound, Feb. 2017)

Jay Farrar bringt alle paar Jahre ein "Bandalbum" heraus. "Notes Of Blue" gefällt mir sogar beßer als das, was von seinem Ex-Uncle Tupelo-Kollegen Jeff Tweedy zuletzt mit seiner Kapelle Wilco gekommen ist!
(20.02.2017)

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Spidergawd: "IV" (Crispin Glover, Feb. 2017)

Spidergawd stammen aus Norwegen und machen Hardrock - und sind somit eigentlich so gar nicht meine Baustelle. Weil aber zwei der vier bislang beteiligten Musiker hauptsächlich bei meinen Helden Motorpsycho spielen, habe ich mich trotzdem für die Band intereßiert. Motorpsycho-Baßist Bent Saether ist auf dem neuen, vierten Album aber nicht mehr dabei (im vergangenen Jahr wurde er schon beim OBS-Auftritt im Glitterhausgarten durch Hallvard Goardleß ersetzt). Drummer Kenneth Kapstad ist zwar weiterhin dabei, hat aber dafür nach zehn Jahren Zugehörigkeit seine Stammband Motorpsycho im letzten Jahr verlaßen. Somit darf man Spidergawd also eigentlich nicht mehr als Motorpsycho-Nebenprojekt bezeichnen.
Ansonsten ist alles beim Alten geblieben, leider mit etwas zuviel normalerm Hardrockgitarre und Shouter-Gesang von Per Borten und etwas zu wenig Bariton-Saxophon von Rolf Martin Snustad für meinen Geschmack. Vielleicht warten wir auch einfach nur auf das nächste echte Motorpsycho-Album, das für das Jahresende angekündigt ist. Dann aber leider ohne Kenneth Kapstad.
(27.02.2017)

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Arbouretum: "Song Of The Rose" (Thrill Jockey, März 2017)
Die Band aus Baltimore um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Dave Heumann klingt auch auf ihrem neuen Album so wie immer - nur noch ausgereifter. Und das ist etwas Gutes, auch wenn ich natürlich nichts gegen Veränderungen habe.
(09.04.2017)
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Laura Marling: "Semper Femina" (Kobalt/More Alarming, März 2017)
Die britische Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Laura Marling ist nach meinem Wißenßtand erst Mitte bis Ende 20, hat aber schon mindestens fünf großartige Alben veröffentlicht. Inzwischen schätze ich ihre musikalische Qualität so hoch ein, daß ich mir ein neues Album ungehört kaufen kann. Auch bei "Semper Femina" wurde ich nicht enttäuscht. Produziert vom Amerikaner Blake Mills, der aus dem Dawes-Umfeld stammt.
(13.03.2017)
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mESMO: "The Same Inside" (Staatsakt, März 2017)
Eine neue Band (bzw.: ein Studioprojekt) aus Berlin, mit wechselnden Gastsänger(inne)n, spielt großen Pop im Stil der späten 60er bis hin zu den mittleren 70ern. Baßist Lars Precht war mal bei der von mir hochverehrten Band Veranda Music und lernte seinen tastenspielenden Kollegen Vredeber Albrecht in der letzten Blumfeld-Besetzung kennen. Den Gesang und vereinzelte Instrumentalbeiträge übernehmen zahlreiche mehr oder weniger prominente Gäste, u.a. Veranda Music-Sänger Nicolai von Schweder-Schreiner, Ex-Veranda Music-Drummer Christoph Kähler, der als Solist unter dem Namen Zwanie Jonson (mehr oder weniger) bekannt ist, Dirk von Lowtzow von Tocotronic, Jens Friebe, Pascal Finkenauer und noch ein paar mehr. Eine sehr schöne Platte vom, ich muß es wieder sagen, genialen Label Staatsakt.
(14.05.2017)
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Die Regierung: "Raus" (Staatsakt, März 2017)
Tilman Roßmy hat seine alte Gang wieder zusammengeholt - und Maurice Summen vom wunderbaren Staatsakt-Label war schnell dabei, der Regierung eine neue Amtszeit zu gewähren ...
(01.04.2017)
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Father John Misty: "Pure Comedy" (Bella Union, April 2017)
Eigentlich wollte ich mir das dritte Album von Josh Tillman unter seinem Pseudonym nicht kaufen. Zum einen sehr teuer (knapp unter 30 Oiro) , zum anderen fand ich den Vorgänger "I Love You, Honeybear" (2015) auch nicht wirklich überzeugend - allerdinx kam der sogar noch mit beiliegender CD daher, die jetzt fehlt. Schließlich habe ich aber doch noch zugeschlagen, denn "Pure Comedy" ist richtig gut geworden!
(01.05.2017)
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"Robyn Hitchcock" (Yep Roc, April 2017)
Robyn Hitchcock ist einer meiner allerliebsten Singer/Songwriter, die außerdem noch ziemlich gut Gitarre spielen können, also (für mich) fast so gut und wichtig wie mein Held Richard Thompson. Inzwischen ist der leicht kautzige Engländer auch schon Mitte 60 und lebt im Country-Mekka Nashville/Tenneßee - wo er dann eine rockige und total britische neue Platte hinlegt, die fast so klingt, als gäbe es die Softboys noch. Da rockt und ist ziemlich gut.
(01.05.2017)
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Garland Jeffreys: "14 Steps To Harlem" (Rough Trade/Luna Park, April 2017)
Rock, Blues, Folk, Reggae - alles kommt hier zusammen. Bei den meisten Sängern geht so etwas schief, nicht aber bei dem wunderbaren Garland Jeffreys, der im Alter scheinbar zu neuer Höchstform aufläuft und nach "The King Of In Between" (2011) und "Truth Serum" (2013) hier mit "14 Steps To Harlem" bereits das dritte, gelungene Comebackalbum abliefert. Neben sehr guten Orginalen (u.a. mit dem Titelsong und "I'm A Dreamer" zwei tolle "Stream-Of-Concousneß-Storytelling"-Songs in bester Vanbzw. Jim Morrison-Tradition á la "Listen To The Lion" oder "The End") gibt es zwei mutige Coverversionen von ziemlich bekannten Songs (Oldies?), bei denen man eigentlich als "Nachspieler" nicht gewinnen kann ("Help" von den Beatles und "I'm Waiting For My Man" von The Velvet Underground). Dazu mit "Time Goes By" ein unpeinliches Duett mit seiner aparten Tochter Savannah Jeffreys über den hohen Wert der Familie. Und ganz am Ende wird das "Luna Park Love Theme" vo Laurie Andersons Geige veredelt. Herrlich.
(01.05.2017)
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LAKE: "Forever Or Never" (Tapete, April 2017)
Lake sind jetzt beim Hamburger Tapete-Label - wer jetzt aus meiner Generation ist und etwas stutzt ("Was sollen denn die Hamburger Mainstream-Altrocker bei einem so coolen Indie-Label wie Tapete?"), dem sei gesagt: Um die Gruppe Lake aus Hamburg geht es hier nicht, auch wenn es diese Band nach meinem Wißen immer noch (oder wieder?) gibt und gar nicht so schlecht war bzw. ist. LAKE dagegen kommen aus dem Nordwesten der USA und waren bislang beim hippen Label K (jawohl, nur ein Buchstabe!) von Beat Happening-Mastermind Calvin Johnson. Sie machen auf ihrem neuem Album so etwas "Softrock der guten Art" habe ich irgendwo gelesen - und irgendwie stimmt das sogar. Mir fallen als Referenz schnell ein paar E-Piano-lastige Stücke von Fleetwood Mac aus den 70ern ein.
(09.04.2017)
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Thurston Moore: "Rock N Roll Consciousness" (Caroline/Ecstatic Peace!, April 2017)
Beim neuen Album des Ex-Masterminds von Sonic Youth habe ich seit längerem erstmals wieder die CD der Schallplatte vorgezogen: jene hätte mehr als das Doppelte gekostet, sodaß meine vorhandene Resthemmschwelle aktiviert wurde ...
(13.05.2017)
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Timber Timbre: "Sincerely, Future Pollution" (City Slang, April 2017)
Bands mit Keyboard-Dominanz sind mir oft ein Gräuel. Timber Timbre aus Kanada setzten aber auf einen historisch-analogen Fuhrpack aus den 60ern und 70ern (so klingt es zumindest), sodaß das Ganze etwas sehr Angenehmes für meine Ohren ist. Außderdem sind die Songs von Taylor Kirk einfach gut ...
(13.05.2017)
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Yorkston, Thorne, Khan: "Neuk Wight Delhi All-Stars" (Domino, April 2017)
Kaum ein Jahr ist vergangen seit dem ersten Album dieser Formation. Auch der Nachschlag haut mich total um. Der etwas merkwürdige Titel des Doppelalbums erklärt sich im Übrigen aus der jeweiligen Heimat der drei Musiker: James Yorkston stammt aus East Neuk of Fife in Schottland, Baßist Jon Thorne von der südenglischen Isle of Wight und Sarangi-Virtuose Suhail Yusuf Khan aus New Delhi.
Die Musik? Wie beim letzten Mal irgendwo zwischen John Martyn mit Danny Thompson, also wie zu besten "Solid Air"-Zeiten, und indischer Geigenmusik (wie von L. Shankar? Aber da kenne ich mich nicht besonders gut aus!).
(08.04.2017)
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"Slowdive" (Dead Oceans, Mai 2017)
Wen es überrascht, daß ich hier über die Rückkehr von fast vergeßenen Britpoppern, bzw. Shoegazern berichte, dem muß ich sagen: ich mag das (überraschenderweise) irgendwie. Vielleicht eine kleine "Entschuldigung" meinerseits: Kennengelernt habe ich die Musik von Neil Halstead erst über die wunderbare Folkband Mojawe 3, die er nach Ende von Slowdive ab Mitte der 90er mit seinen alten Slowdive-Bandkollegen Rachel Goswell und Ian McCutcheon hatte. Slowdive selber hatte ich in den frühen 90ern dagegen kaum wahrgenommen, aber was ich da jetzt höre, das gefällt mir doch ziemlich gut. Trotz (?) der vielen Gitarreneffektgeräte, auf die diese Shoegazer da in Wirklichkeit immer gestarrt haben.
(22.05.2017)
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Paul Weller: "A Kind Revolution" (Warner/Parlophone, Mai 2017)
Den Paul und seine Musik mag ich eigentlich sehr gern, auch wenn ich ihm in den lezten 10 Jahren nicht mehr so ganz folgen konnte. Auf das neue Album mußte ich jetzt auch von meinem Kumpel Wulf aufmerksam gemacht werden, der mir den Link zu einem tollen "Making Of" Film zugesandt hatte. Sonst hätte ich ein richtig gutes Album verpaßt.
(29.05.2017)
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Fleet Foxes: "Crack-Up" (Warner/Nonesuch, Juni 2017)
Nach langer Pause eine neue Platte der Helden des Folkrock, jetzt ohne Drummer Josh Tillman, der als Father John Misty in der Pause seit dem "Helpleßneß Blues" bereits drei eigene Alben herausgebracht hat. Die Chöre beschwören sofort die alte Magie, allerdings sind die Lieder komplexer und nicht mehr ganz so hymnisch.
(20.06.2017)
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Motorpsycho: "Begynnelser" (Stickman, Juni 2017)
Neues von meinen Lieblinx-Norwegern auf Zehn-Zoll ...
(25.06.2017)
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Geht so ...

Neil Young: "Peace Trail" (Reprise, Dez. 2016 * Jan. 2017)

Neil Young ist einer meiner alten Helden, in einer Liga mit Bob Dylan und Van Morrison. In den letzten Jahren habe ich aber mit seiner aktuellen Musik doch ein wenig gefremdelt, um es mal etwas freundlicher zu formulieren. Vor dem Erwerb der einen oder anderen seiner neuen Platten habe ich mich teilweise geärgert, weil die Vinylversion viel zu teuer gewesen wären und ich mich mit der profanen CD begnügt habe (z.B "Psychedelic Pill"), teilweise war ärgerlich, dass ich sie nach Erwerb doch nicht gut fand. Die letzten Werke habe ich dann ganz ignoriert, bzw. höchstens online mal kurz reingehört und dann für mich abgehakt.
"Peace Trail" erschien im letzten Dezember völlig überraschend, aber ein paar Details haben mich wieder etwas neugieriger gemacht: das Album wurde weitestgehend live im Trio mit Drummerlegende Jim Keltner (mit dem es meines Erachtens keine schlechte Platte gibt!) und dem irischen Bassisten Paul Bushnell (mir bislang unbekannt, wird aber als als Studiomusiker hoch gehandelt und hat u.a. im Kultfilm "The Commitments" mitgewirkt) eingespielt und basiert im Wesentlichen auf Neils akustischer statt der elektrischen Gitarre. Beim Onlinehändler meines Vertrauens habe ich dann mal vorsichtig reingehört und war zwar nicht begeistert, aber auch nicht abgeschreckt. Weil es die verspätete Vinylausgabe dann zu einem normalen Preis gab (also nicht deutlich über 30, sondern nur knapp über 20 Oiro) habe ich mir seit langem mal wieder eine neue Neil Young-Platte bestellt.
Jetzt drehte sich die Platte gerade zum ersten Mal auf meinem Plattenteller und ich bin leider doch wieder etwas ratlos: einerseits klingt es ganz schön, vor allem das rumpelige Schlagzeug von Jim Keltner, ausserdem sind die Songs zwar nicht vom alten "Harvest" oder wenigstens "Silver & Gold"-Kaliber, aber eben auch nicht so schlecht wie etwa auf "Fork In The Road". Aber die zusätzlich eingespielten Overdubs von Joe Yankee (so nennt sich Neil vor allem wenn er als Regisseur seiner Konzertfilme aktiv ist) haben es "in sich": das Harmonium im eröffnenden Titelsong finde ich noch ganz gut und die E-Gitarren-Einwürfe sind zwar wie zuletzt gewohnt schlampig, aber doch auch irgendwie passend (vor allem, weil nur spärlich vorkommen!). Viele Lieder werden aber von einer total verzerrten Mundharmonika ruiniert. Das klingt für mich nicht spannend, sondern einfach nur schräg. Im letzten Lied "New Robot" gibt es dann noch Vocodereffekte, die mich etwas ratlos machen, auch wenn sie nicht so sehr nerven wie die Mundharmonika. Schließlich wird das Lied nicht musikalisch beendet oder ausgeblendet, sondern einfach mitten im Spiel der Musiker plötzlich abgeschnitten! Ich dachte zuerst, mein Plattenspieler sei kaputt oder habe sich einfach abgeschaltet. Positiv kann man sagen: so etwas traut sich wohl nur Neil Young!
(29.01.2017)

In der Januar-Ausgabe des deutschen Rolling Stone war "Peace Trail" Album des Monats. Die gute Kritik war einer von mehreren Gründen, die mich dazu bewogen haben, meinen kleinen Neil-Young-Boykott zu beenden. Da stehen schöne Sätze wie Folgendes:

"Es würde sich lohnen, eine Seite lang ausschließlich darüber zu schreiben, wie die Band auf Neil Youngs neuem Album zusammenspielt. Wie Schlagzeuglegende Jim Keltner keinen Groove selbstverständlich hinnimmt, sondern scheinbar diesen Moment neu entwickelt. Wie Bassist Paul Bushnell die Statik des Playbacks berechnet und zwischen Keltner und Young ausbalanciert. Und vor allem wie Young selbst seine Gitarre in der für ihn typischen art scherinbar linkisch spielt, als ränge er mit sich selbst, und doch eine immens unmittelbare Energie erzeugt - und wie das auf "Peace Trail" so direkt zu erleben ist wie schon lange nicht mehr."

Das klingt schön und stimmt meiner Meinung nach auch. Die folgende Bemerkung habe ich dann aber wohl übersehen, bzw. nicht richtig verarbeitet:

"Hier wie bei zwei, drei anderen Liedern bricht in der Mitte eine endlos verzerrte Mundharmonika ins Arrangement, man zieht unweigerlich den Kopf ein."

Genau das habe auch ich getan: den Kopf eingezogen. Und bis zum abrupten Ende der Plattte scheint der Rezensent wohl nicht mehr gekommen zu sein, denn der wird nicht erwähnt. Oder mein Plattenspieler ist doch defekt ...
(30.01.2017)

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Erstellt: 17.01.2016 Letzte Aktualisierung: 15.09.2017 11:34 1256 Besucher seit dem 17.01.2016
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