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Michaels aktuelle Plattentipps

Die ersten Platten des aktuellen Jahres sind wegsortiert und findet Ihr hier!
(24.03.2019)

Son Volt: "Union" (Thirty Tigers/Transmit Sound, März 2019)
Seine alte Band Uncle Tupelo, zusammen mit Jeff Tweedy, fand ich immer gut. Dann gingen beide als Sänger und Songschreiber eigene Wege mit den Nachfolgebands Son Volt bzw. Wilco. Dabei schien der ehemalige Bassist Jeff Tweedy seinem alten Gitarren-Kollegen den Rang abzulaufen, denn Wilco sind eine fantastische Band mit unglaublichen Songs und überragenden Solisten, während Son Volt immer Jay Farrar mit sehr guten, aber letztendlich austauschbaren Begleitern bleiben wird. In den letzten Jahren kamen aber von Tweedy & Kollegen keine weiteren Großtaten, während Farrar unermüdlich, wenn auch etwas traditioneller als sein alter Kumpel, seine eigene Spielart von "Americana" pflegt. Und "Umion" gefällt mir richtig gut, während ich mich an das letzte tolle Wilco-Album kaum erinnern kann. Aber eigentlich haben weder Tweedy noch Farrar diese Vergleiche nach so vielen Jahren noch nötig.
(2019-04-16)
[Uncle Tupelo | Wilco]
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Mekons: "Deserted" (Glitterbeat, März 2019)
Die Mekons im Glitterhaus! Potzblitz! Die Band zu loben ist wohl nicht notwendig - und mir bleibt nur eine Frage: warum werden sie als gestandene Rock'n'Roller beim weltmusikalischen Sublabel Glitterbeat veröffentlicht? Aber eigentlich ist das ja auch völlig egal. Dann habe ich bei der Rezension nur einmal kurz gestutzt:
"er (Langford) singt mehr als sie (Timms), beide gern zusammen"
So wie ich das heraushöre ist das nicht Jon Langford, sondern Tom Greenhalgh, der hier zu meiner großen Freude zu gesanglicher Höchstform aufläuft.
(2019-04-08)
[Jon Langford | Sally Timms]
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The Comet Is Coming: "Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery" (Universal/Impulse!, März 2019)
Ein tolles, neues Jazz-Trio (Sax, Drums, Keys) mit einem Sound irgendwo zwischen Miles Davis und … tja … vielleicht Hawkwind? Ich habe keine Ahnung, was das ist, finde den Sound aber wirklich klasse. Und dann kam das Album auch noch bei einem der legendärsten Jazzlabel aller Zeit heraus!
(2019-03-27)
[Impulse! | Hawkwind]
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Die Regierung: "Was" (Caroline/Staatsakt, März 2019)
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"Better Oblivion Community Center" (Dead Oceans, Febr. 2019)
Hinter dem etwas sperrigen Bandnamen verstecken sich Conor Oberst, den man/frau von zahlreichen Solo- und Projektalben und natürlich von seinem ersten Bandprojekt Bright Eyes kennt, sowie die junge Sängerin Phoebe Bridgers, von der es bislang nur ein Soloalbum aus dem Jahre 2017 gibt. Zusammen habe sie neue Songs geschrieben und dieses wunderschönes Album aufgenommen!
(2019-03-23)
[Phoebe Bridgers | Conor Oberst | Bright Eyes | Dawes]
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Steve Gunn: "The Unseen In Between" (Matador, Jan. 2019)
Zum ersten mal kam mir der Name Steve Gunn als Produzent der späten Alben von Michael Chapman unter, obwohl es schon zahlreiche Soloalben gibt, die ich aber bisher nicht gehört habe. Es gibt spannenden, leicht psychedelischen Folkrock zu hören, produziert von dem ebenfalls von mir geschätzten und auf gleichem Terrain unterwegs befindlichen James Elkington.
(2019-03-23)
[Michael Chapman| James Elkington]
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Robert Forster: "Inferno" (Concord/Fantasy, März. 2019)
Ein neues Album eines meiner Helden - das ist natürlich ein Pflichtkauf! Neune gute neue Songs hat Robert Forster in Berlin bei seinem alten Bekannten Victor van Vugt aufgenommen, unterstützt u.a. von seiner Frau Karin Bäumler an Geige & Glockenspiel, Tindersticks- Drummer Earl Harvin, Ex-Blumfeld, Kante- und Türen-Keyboarder Michael Mühlhaus und dem australischen Bassisten Scott Bromley. Fünf Lieder davon zusammen mit fünf Klassesongs von Grant McLennan - und wir hätten ein neues Go-Betweens-Meisterwerk. Das kann es natürlich nie mehr geben, aber man darf ja wohl noch mal etwas träumen ...
(2019-03-03)
[The Go-Betweens | Grant McLennan | Tindersticks | Die Türen]

Konzerthighlight: Gleis 22, Münster, 03.05.2019

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Tedeschi Trucks Band: "Signs" (Concord/Fantasy, Febr. 2019)
Das ist aktuell das beste, was es in der Sparte "Mainstream-Rock" aktuell gibt, wenn das denn eine sinnvolle Kategorie für diese 12köpfige Band gibt. Drei Bläser, drei Chorsänger, zwei Drummer, zwei Gitarristen (die beiden Chefs), nur je ein Keyboarder und ein Basser (wenn auch mit Tim Levebre einer der sowohl am Kontrabass besten Jazzer und gleichzeitig besten Rockbassgitarristen!) haben zusammen mit einem Streichquartett und noch ein paar handverlesenen Gästen (Warren Haynes, Doyle Bramhall II, Oliver Wood, Marc Quiñones) ein überraschend aufgeräumtes, songorientiertes Album aufgenommen.
(2019-02-24)
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Motorpsycho: "The Crucible" (Stickman, Febr. 2019)
Nur ein Vinylscheibe von knapp 40 Minuten und nur drei Lieder - aber die haben es in sich! Ich habe keine Ahnung, wie diese Band es schon seit drei Jahrzehnten schafft, (fast) jedes Jahr ein gutes bis sehr gutes Album herauszuhauen! Dieses Mal gibt es besonders viel Mellotron zu hören und Snahs Gitarre ist in absoluter Topform!
(2019-02-17)
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Cass McCombs: "Tip Of The Sphere" (Anti, Febr. 2019)
Ein Singer/Songwriter aus San Francisco, der zwar schon seit einigen Jahren dabei ist, den ich aber erst kürzlich für mich entdeckt habe! Das neue Doppelalbum ist in jeder Hinsicht gelungen und erinnert in vielen Momenten an die großen Singer/Songwriter-Alben der 70er, ohne einen Moment nostalgisch daher zu kommen. Man könnte es aber vielleicht auch so formulieren: Cass McCombs vereint in sich die erzählerischen Qualitäten eines Bill Callahan und die rockmusikalische Visionen eines Adam Granduciel (The War On Drugs), ohne wie diese zu klingen. Das jamartige Lied "Rounder" könnte auch von den Grateful Dead aus der "Blues For Allah"-Phase mit Keith Godcheaux an den Tasten stammen. Die abschließende, scheppernde Endlosrille nervt dann allerdings ein klein wenig. Trotzdem wäre es auf jeden Fall schade gewesen, wenn ich das Album verpasst hätte!
(2019-02-17)
[Bill Callahan | The War On Drugs | Blues For Allah]
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William Tyler: "Go West" (Merge, Febr. 2019)
Der geniale Gitarrist war mal bei der Band Lambchop und macht schon seit einigen Jahre tolle Alben mit instrumentaler Gitarrenmusik, irgendwo zwischen John Fahey und Indie-Rock. Jetzt hat er mit Bassist und Produzent Brad Cook (Megafaun, Phil Cook) und dem auf diesen Seiten schon öfter erwähnten Tonmischer und Produzenten Tucker Martine erstmals ein Bandalbum aufgenommen. Als Gast ist auf einem Titel sogar Jazzlegende Bill Frisell mit dabei.
(2019-02-16)
[Lambchop | Megafaun | Phil Cook | Bill Frisell]
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Moritz Krämer: "Ich Hab' Einen Vertrag Unterschrieben 1 & 2" (Tapete, Febr. 2019)
Das zweite Soloalbum eines der beiden Lokführer auf der Höchsten Eisenbahn habe ich mir, inzwischen eine Ausnahme, nur auf CD angeschafft, da mir die Vinylversion mit fast doppeltem Preis doch deutlich zu teuer war. Die Platte ist ganz ausgezeichnet, Songs und Stimme wie immer vom Allerbesten. Ich überlege nur noch, ob das Album auch ein Fall für die Ugly Covers ist.
(2019-02-16)
[Die Höchste Eisenbahn | Ugly Covers]
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Michael Chapman: "True North" (Paradise Of Bachelors, Febr. 2019)
Der knorrige alte Mann aus England (so kam er mir bereits in den 70ern vor!) hat mit seinem großen Fan Steve Gunn und der Hilfe von ein paar Legenden (Sängerin Bridget St. John und Pedal-Steel Meister BJ Cole) ein ausgezeichnetes, neues Album aufgenommen.
(2019-02-16)
[Bridget St. John | Steve Gunn]
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Mercury Rev: "The Delta Sweete Revisted" (Bella Union, Febr. 2019)
Die wunderbare Band aus dem Upper State New York scheint nur noch ein Studioprojekt zu sein, bestehend aus Sänger Jonathan Donahue, Gitarrist Grasshopper und dem neu dazugekommenen Keyboarder Jesse Chandler, der zuvor bei der ebenfalls wunderbaren Band Midlake (gibt's die eigentlich noch?) gespielt hat. Als Thema hat sich die Band das Album "The Delta Sweete" der Country/Soul-Sängerin und Songschreiberin Bobbie Gentry vorgenommen, wobei die Lieder nicht von Jonathan Donahue, sondern von der coolsten Liste an Gastsängerinnen gesungen werden, u.a. Norah Jones, Hope Sandoval, Beth Orton, Lucinda Williams, Rachel Goswell (Slowdive), Vashti Bunyan, Marissa Nadler, Phoebe Bridgers und Laetitia Sadier (Stereolab). Trotzdem findet der AllMusicGuide das Album irgendwie nur so einigermaßen gelungen. Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen, denn das Ergebnis ist toll. Außerdem werde ich mir natürlich schleunigst die Orignalvorlage besorgen!
(2019-02-16)
[Norah Jones | Hope Sandoval | Beth Orton | Lucinda Williams | Slowdive | Vashti Bunyan | Marissa Nadler | Phoebe Bridgers | Stereolab]
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