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Michaels aktuelle Plattentipps

Die ersten Platten des aktuellen Jahres sind wegsortiert und findet Ihr hier!
(24.03.2019)

Bill Callahan: "Shepherd In A Sheepskin Vest" (Drag City, Juni 2019)
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Calexico / Iron & Wine: "Years To Burn" (City Slang, Juni 2019)
Nach fast 15 Jahren konnten Sam Beam (Iron & Wine) und das Calexico-Duo Joey Burns und John Convertino ihre Zusammenarbeit wieder aufnehmen und waren im vergangenen Dezember für vier Tage in Nashville im Studio, unterstützt von ein paar Musikern aus ihren jeweiligen Tourbands (Bassist Sebastian Steinberg und Keyboarder Rob Burger von Iron & Wine, sowie Trompeter Jacob Valenzuela und Steelgitarrist Paul Niehaus von Calexico). Eine gute Platte mit Ansage kam dabei heraus.
(2019-06-16)
[Calexico | Iron & Wine]
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Stella Donnelly: "Beware Of The Dogs" (Secretly Canadian, März 2019)
Das gelungene Langspiel-Debüt der jungen australischen Sängerin und Songschreiberin bei einem der zur Zeit nach meinem Geschmack besten US-Labels (u.a. Damien Jurado und The War On Drugs), irgendwo zwischen Folk und Pop und immer sehr charmant ...
(2019-06-16)
[Damien Jurado | The War On Drugs]
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"Elliott Smith" (Kill Rock Stars, Feb. 1995 * Universal, Mai 2017)
Das titellose zweite Album des leider viel zu früh verstorbenen Singer/Songwriters Elliott Smith hatte ich schon länger als Billig-CD im Regal stehen: erworben, nachdem mir eine Coverversion des Titels "Satelite" auf einem Album der brasilianischen Sängerin Luciana Souza sehr gut gefallen hatte. Richtig angehört hatte ich es mir dann aber wohl doch nicht. Kürzlich wurde eine Vinylausgabe vom großen Plattenlabel Universal billig bei meinem Lieblinx-Online-Dealer angeboten, wo ich erneut zugegriffen und dann endlich auch mal richtig zugehört habe: ein tolles LoFi-Homerecording-Album mit wunderbaren Liedern, das ich jetzt endlich richtig zu schätzen weiß. Damals hatten mich wohl die Nick-Drake-Vergleiche zuerst vom Kauf und anschließend vom Zuhören abgehalten, aber jetzt kann ich sagen: diese Musik hat zwar ihre berechtigten Nick-Drake-Referenzen, ist aber auf seine eigene Art richtig gut.
(2019-06-09)
[Nick Drake: Pink Moon | Luciana Souza]
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Flying Lotus: "Flamagra" (Warp, Mai 2019)
Steven Ellison ist der Neffe von Alice Coltrane und einer der begabtesten Produzenten im Grenzbereich Jazz/Hip Hop. Ich habe ansonsten mit "Drumcomputermusik" ja wenig bis nichts zu tun, aber hier bin ich, wie schon beim Vorgängeralbum "You're Dead" begeistert. Wie immer mit seinem Kumpel Thundercat an der Riesenbassgitarre mit viel zu vielen Saiten für Normalsterbliche.
(2019-06-06)
[Alice Coltrane | Thundercat]
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JD Souther: "Tenderness" (CD: Sony Masterworks, Mai 2015 * Vinyl: Music On Vinyl, Dez. 2015)
Singer/Songwriter-Pop auf allerhöchstem Niveau mit viel Jazzgefühl - sagt der Fan dazu. Andere würden das vielleicht Fahrstuhlmusik oder sogar YACHTROCK oder AOR nennen. Mir ist das egal, denn ich mag seine Stimme und seine Lieder. In den 70ern war er Sidekick der Eagles und als Songschreiber für viele Leute aktiv, u.a. Linda Ronstadt. Nach einer langen Pause ist "Tenderness" bereits sein drittes Album, das ich fast verpennt hätte! Produzent Larry Klein hat das alles grandios inszeniert und mit seiner Hausband einspielen lassen, dazu kamen ein paar seiner anderen Klienten mit gelungenen Gastauftritten: Jazzsängerin Lizz Wright und unser heimischer Trompetenstar Till Brönner.
(2019-05-19)
[Eagles | Linda Ronstadt | Lizz Wright | Till Brönner]
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The Apartments: "Live At L'Ubu" (Talitres/Riley, April 2019)
Peter Walsh mit großer Besetzung live in Frankreich, kurz nach der Veröffentlichung des letzten Studioalbums "No Song, No Spell, No Madrigal", gab es kürzlich als limitiertes und nicht gerade billiges Doppelvinyl beim Record Store Day. Dort bin ich natürlich nicht gewesen: ich bin zwar oft Samstags im Plattenladen, aber nicht dann, wenn zweimal im Jahr die Jäger der künstlich erzeugten zukünftigen Sammlerstücke diese Orte überfallen. Zu meinem Glück fanden aber nicht alle der 1000 Exemplare an diesem Tag im April ein neues Zuhause, sodass ich die Platte jetzt ganz regulär bei meinem Onlinehändler des Vertrauens bestellen konnte. Und noch etwas zur Musik: Peter Walschs Lieder sind natürlich über jeden Zweifel erhaben, aber eingespielt von einem 7köpfigen Ensemble, mit brillantem Sound aufgenommen und gepresst auf schwarzem Gold ist das natürlich noch einmal eine ganz andere Sache. Dafür kann man(n) dann doch ab und zu mal knapp unter 30 Oiro ausgeben.
(2019-05-19)
[No Song, No Spell, No Madrigal]
Don Cherry: "Black Rice" (EMI, 1975 * A&M/Horizon, 1977 * Universal/A&M, Mai 2019)
1975 in Italien bei EMI als "Don Cherry", wahrscheinlich mit wenig Resonanz, erstmalig veröffentlicht, dann 1977 in den USA unter dem Titel "Black Rice" bei der Jazzsparte Horizon vom großen Label A&M, galt dieses Album lange als mehr oder wenig rarer Jazzklassiker. Vor ein paar Jahren konnte ich eine CD-Wiederveröffentlichung ergattern, doch jetzt gibt es ENDLICH dieses grandiose Album wieder auf Vinyl. Das Lob dafür muss sogar an Universal gehen, eine der größten Plattenfirmen weltweit, die wohl die Rechte am A&M-Backkatalog hat. Ach ja - auch EMI und A&M sind selber längst Geschichte - letzteres ebenfalls Dank Universal. Zurück zur Musik: Unbedingt erwähnenswert ist neben Cherrys Gesang (!) und seinem Spiel auf Trompete und Klavier noch das spektakuläre Basspiel von Charlie Haden.
(2019-05-19)
[Charlie Haden]
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The Pearlfishers: "Love & Other Hopeless Things" (Marina, April 2019)
David Scott aus Schottland (woher sonst?) hat mit seiner Band schon einige Kostbarkeiten beim Hamburger Label herausgebracht. Musik in der Brian-Wilson-Tradition, die ich mir bei Neuerscheinung ungehört kaufen kann - Enttäuschung ausgeschlossen. Leider soll das die letzte Veröffentlichung vom wunderbaren Label Marina gewesen sein, was natürlich sehr schade. Wahrscheinlich kann man mit solchen Perlen kein Geld verdienen - ich entschuldige mich natürlich für das platte Wortspiel.
(2019-05-05)
[Brian Wilson | Caroline Now! The Songs Of Brian Wilson And The Beach Boys]
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Weyes Blood: "Titanic Rising" (Sub Pop, April 2019)
Hinter dem "Bandnamen" Weyes Blood versteckt sich die kalifornische Sängerin und Songschreiberin Natalie Mering, von der ich zuvor noch nie gehört hatte. Ihr neues, viertes (?) Album ist ziemlich gut geworden - da habe ich bisher wohl eindeutig etwas verpasst. Wichtigster musikalischer Unterstützer im Studio war Jonathan Rado von der Band Foxygen, die ebenfalls einen exzellenten Ruf hat und die bislang ebenfalls komplett an mir vorbeigegangen ist.
(2019-05-04)
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Son Volt: "Union" (Thirty Tigers/Transmit Sound, März 2019)
Seine alte Band Uncle Tupelo, zusammen mit Jeff Tweedy, fand ich immer gut. Dann gingen beide als Sänger und Songschreiber eigene Wege mit den Nachfolgebands Son Volt bzw. Wilco. Dabei schien der ehemalige Bassist Jeff Tweedy seinem alten Gitarren-Kollegen den Rang abzulaufen, denn Wilco sind eine fantastische Band mit unglaublichen Songs und überragenden Solisten, während Son Volt immer Jay Farrar mit sehr guten, aber letztendlich austauschbaren Begleitern bleiben wird. In den letzten Jahren kamen aber von Tweedy & Kollegen keine weiteren Großtaten, während Farrar unermüdlich, wenn auch etwas traditioneller als sein alter Kumpel, seine eigene Spielart von "Americana" pflegt. Und "Umion" gefällt mir richtig gut, während ich mich an das letzte tolle Wilco-Album kaum erinnern kann. Aber eigentlich haben weder Tweedy noch Farrar diese Vergleiche nach so vielen Jahren noch nötig.
(2019-04-16)
[Uncle Tupelo | Wilco]
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Mekons: "Deserted" (Glitterbeat, März 2019)
Die Mekons im Glitterhaus! Potzblitz! Die Band zu loben ist wohl nicht notwendig - und mir bleibt nur eine Frage: warum werden sie als gestandene Rock'n'Roller beim weltmusikalischen Sublabel Glitterbeat veröffentlicht? Aber eigentlich ist das ja auch völlig egal. Dann habe ich bei der Rezension nur einmal kurz gestutzt:
"er (Langford) singt mehr als sie (Timms), beide gern zusammen"
So wie ich das heraushöre ist das nicht Jon Langford, sondern Tom Greenhalgh, der hier zu meiner großen Freude zu gesanglicher Höchstform aufläuft.
(2019-04-08)
[Jon Langford | Sally Timms]
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The Comet Is Coming: "Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery" (Universal/Impulse!, März 2019)
Ein tolles, neues Jazz-Trio (Sax, Drums, Keys) mit einem Sound irgendwo zwischen Miles Davis und … tja … vielleicht Hawkwind? Ich habe keine Ahnung, was das für eine Musik ist, finde sie aber wirklich gut. Und dann kam das Album auch noch bei einem der legendärsten Jazzlabel aller Zeiten heraus!
(2019-03-27)
[Impulse! | Hawkwind]
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