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Michaels aktuelle Plattentipps

Die meisten Platten des letzten Jahres sind wegsortiert und findet Ihr hier!
(10.02.2020)

Neil Young: "Homegrown" (Reprise, Juni 2020)
Einer meiner großen Helden aus den 70ern - gar keine Frage. Aber mit seinen neuen Sachen fremdle ich doch ein wenig. Das merke ich immer dann, wenn Neil eines seiner vielen unveröffentlichen Alben aus früheren Zeiten herausbringt. Nach "Hitchhiker" (erschienen 2017, Aufnahmen von 1976) ist das nun "Homegrown" mit Aufnahmen Ende 1974, Anfang 1975, die damals nicht veröffentlicht wurden. Beide Male mit einigen Liedern, die dann auf anderen Alben "recycled" wurden. Stattdessen erschien 1975 das Livealbum "Tonight's The Night". War das damals die richtige Entscheidung? "Homegrown" gefällt mir ganz gut. Allerdings kennt man die besten Lieder bereits vom "Recycling", zum Beispiel "Love Is A Rose" in der Coverversion von Linda Ronstadt (bereits 1975 auf dem Album "Prisoner In Disguise" erschienen) und von Neil selber vom tollen Sampler "Decade". Und manches klingt doch ein wenig unfertig. Also sage ich es mal so: "Homegrown" ist im Jahre 2020 bei mir sehr willkommen. Aber auf das geniale Album "Tonight's The Night" möchte ich dann doch nicht verzichten.
(2020-07-04)
[Prisoner In Disguise| Decade | American Stars 'n Bars | Hawks And Doves | Ragged Glory | Hitchhiker]
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John Scofield: "Swallow Tales" (ECM, Juni 2020)
Das ist tatsächlich Scofields Debüt bei ECM! Im Trio mit seinem Mentor Steve Swallow an der Bassgitarre, Komponist aller Titel, und Drummer Bill Stewart entstand ein wunderbares Album.
(2020-06-26)
[ECM]
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Teddy Thompson: "Heartbreaker Please" (Thirty Tigers/Chalky Sounds, Mai 2020)
Der Sproß des Thompson-Clans ist jetzt als Solokünstler auch schon 20 Jahre dabei - wie schnell doch die Zeit vergeht! Seine letzten beiden eigenen Alben fand ich leider nur so mittelprächtig ("Little Windows", das Duett-Album mit Kelly Jones von 2016 war mir zur sehr "Nashville" und der Vorgänger "Bella" von 2011 etwas zur sehr Pop im Sinne der Everly Brothers). Vor knapp drei Jahren fand ich seine Arbeit als Produzent für die Schwestern Shelby Lynne und Allison Moorer aber ziemlich gut. Und "Heartbreaker Please" ist endlich wieder gute Singer/Songwriter-Mucke, ganz nach meinem Geschmack.
(2020-06-20)
[Bella | Thompson | Little Windoes| Shelby Lynne & Allison Moorer]
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"Cymande" (Janus, 1972 * Alaska, April 2017)
Vor ein paar Wochen erst habe ich diese englische Band, gegründet von karibischen Immigranten, kennengelernt. Begonnen habe ich mit Album #3 von 1974, "Promised Heights". Jetzt bin ich beim titellosen Debüt angelangt! Bereits hier gibt es diese großartige Mischung aus Jazz, Funk und Rock - mit einer ganz kleinen Spur "Jamaika", ohne dass man das hier schon "Reggae" nennen sollte. Was mir besonders gut gefällt ist der puristische, kristallklare Sound der Band, bei dem man spüren kann, wie die Band live im Studio zusammengespielt hat.
(2020-06-19)
[Promised Heights]
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Husten: "Wohin Wir Drehen" (Kapitän Platte, April 2020)
Das ist bereits die dritte oder vierte EP dieser "Allstar"-Band. OK - Gisbert zu Knyphausen ist ja schon seit ein paar Jahren einer meiner Favoriten. Und Moses Schneider ist - so weit ich weiß - ein angesagter Indie-Produzent, u.a. für Die Höchste Eisenbahn. Aber vom "Dünnen Mann" habe ich zuvor noch nie gehört. Kürzlich kam mir ein Video der drei unter die Augen und Ohren - und jetzt beim Hören dieser EP (bzw. einseitig bespielter LP mit Kunstwerk auf der Rückseite - oder umgekehrt?) bin ich total begeistert. Absolut in der Spielklasse von der bereits erwähnten Höchsten Eisnbahn. Natürlich bin ich jetzt auch schon neugierig auf die anderen EPs der Band.
(2020-06-15)
[Gisbert zu Knyphausen | Die Höchste Eisenbahn]
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Tony Allen & Hugh Masekela: "Rejoice" (World Circuit, März 2020)
Die zwei legendären afrikanischen Musiker, Schlagzeuger Tony Allen aus Nigeria und Trompeter Hugh Masekela aus Simbabwe (oder Südafrika?), hatten vor 10 Jahren in London zusammen diese Aufnahmen begonnen, die aber erst nach Masekelas Tod 2018 von Tony Allen und Produzent Nick Gold fertiggestellt wurden. Leider ist kurz nach der Veröffentlichung der Platte auch Tony Allen verstorben. Es entstand ein wunderbares und größtenteils sehr spartanisch instrumentiertes Jazzalbum, oft füllen alleine Masekelas Flügelhorn, Allens Schlagzeug und der Bass den gesamten Klangraum. Viel mehr als Nostalgie oder posthumes Aufmerksamwerden. Vom Letzteren kann aber auch ich mich nicht freimachen, schließlich habe ich auch kürzlich meine John Prine- und Jackie McLean-Platten mal wieder herausgeholt.
(2020-06-01)
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James Elkington: "Ever-Roving Eye" (Paradise of Bachelors, Mai 2020)
James Elkington stammt zwar aus England, lebt und spielt aber wohl schon länger in Chicago, u.a. bei Eleventh Dream Day. Sein Gitarren- und Kompositionsstil erinnert mich an die besten Momente von Bert Jansch, John Renbourn oder ihrer Band Pentangle aus den 60ern und 70ern. Sein zweites Soloalbum hält mühelos das Niveau des Debüts "Wintres Woma".
(2020-05-25)
[Pentangle | Eleventh Dream Day | Wintres Woma]
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"Shelby Lynne" (Thirty Tigers/Everso, Mai 2020)
Auf das neue, titellose Album von Shelby Lynne freue ich mich schon, seit ich es im März bestellt habe. Wie erhofft ist es großartig - schon nach den ersten Tönen, die ich höre, ist mir das klar. Was einem sonst noch sofort auffällt? Bis auf wenige Ausnahmen ist es sehr sparsam instrumentiert und fast ganz alleine von ihr eingespielt. Shelby beherrscht inzwischen scheinbar jedes Instrument, wenn auch nicht immer virtuos (z.B. die Einlage am Saxofon), aber immer genau richtig für den Song. Den kompletten Gesang hat sie ebenfalls übernommen, nur sechs der neun Texte stammen nicht von ihr selbst, sondern von der Autorin Cynthia Mort. Das gab's bisher nicht bei Shelby Lynne, wenn ich das jetzt richtig einschätze. Was es mit der Gesichtsmaske (?) auf sich hat, das habe ich noch nicht recherchieren können. Auf jeden Fall sieht auch das bei ihr stilvoll aus im Gegensatz zu vielen Mitmenschen. Ich schweife ab ...
(2020-05-22)
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Other Lives: "For Their Love" (Play It Again Sam, April 2020)
Diese Band ging bislang komplett an mir vorbei. Irgendwo zwischen Indie-, Folk-Rock und großorchestralem Pop der späten 60er (Scott Walker, David Ackles).
(2020-05-20)
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"The Third Mind" (Yep Roc, Febr./Juni 2020)
Ex-Blasters-Gitarrist Dave Alvin spielt zusammen mit Leuten aus dem Camper-Van-Beethoven-Umfeld und dem Drummer von Richard Thompson Lieder von Alice Coltrane, Fred Neil, Bonnie Dobson, der Paul Butterfield Blues Band und den 13th Floor Elevators, sowie der einzigen Eigenkomposition mit dem Namen "Claudia Cardinale" ein - diese Platte musste ich natürlich haben!
(2020-05-15)
[Dave Alvin | The Blasters | Paul Butterfield Blues Band | Camper Van Beethoven | Alice Coltrane | Bonnie Dobson | Fred Neil | Richard Thompson]
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