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Michaels aktuelle Plattentipps

Zwischenzeitlich habe ich die Tipps der ersten Jahreshälfte schon mal nach 2017 wegsortiert. Kannst Du hier wiederfinden.
(15.07.2017)

Mark Olson: "Spokeswoman Of The Bright Sun" (Glitterhouse, September 2017)
Wunderschöner, sparsamer, herzergreifender Folkrock aus der Mojawe-Wüste vom ehemaligen Sänger der Jayhawks, zusammen mit seiner Partnerin Ingunn Ringvold, die mit ihrer Harmoniestimme und Streicherklängen aus dem Mellotron verzaubert.
(15.09.2017)

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Neil Young: "Hitchhiker" (Reprise, September 2017)
Eine frisch ausgegrabene Soloaufnahmesession von 1976 hat mich bei Mr. Young rückfällig werden lassen. Fast alle Lieder sind bekannt und auf späteren Alben in anderen Versionen veröffentlcht worden: Nur "Campaigner" war bereits 1977 auf der wunderbaren Werkschau "Decade" zu hören. Und da auch das Vinyl mal nicht überteuert war, konnte ich ohne große Skrupel zugreifen ...
(14.09.2017)

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Joshua Abrams & National Information Society: "Simultonality" (Glitterbeat/tak:til, April 2017)
Seit Ewigkeiten mal wieder eine Platte, die ich beim zufälligen Hören im Plattenladen (Parallel in Köln!) für mich entdeckt habe. Der US-Amerikaner Josh Abrams ist eigentlich Bassist (u. a für Sam Prekop und auch auf Platten von Gomez und Godspeed You! Black Emperor zu hören), spielt hier aber hauptsächlich auf der Gimbri, einer nordafrikanischen Laute. Seine Mitstreiter sind auch auf Platten von Bonnie 'Prince' Billy und Ryley Walker zu hören, das Plattenlabel gehört zum Weltmusikableger vom Glitterhaus - dieses ganze Namedropping sagt euch zwar nicht, wie die Platte wirklich klingt, aber Ihr könnt sicher sein, dass sie spannend klingt. Mich hat sie völlig begeistert.
(14.09.2017)

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David Rawlings: "Poor David's Almanack" (Acony, August 2017)
Eigentlich ein Muss, vor allem auf Vinyl, was Frau Welch und Herr Rawlings jetzt auch erstmalig anbieten, aber wenn die Platte mit 32 Oiro gleich doppelt so teuer ist wie die CD - dann gibt es für mich leider weiter nur Digitaldiät aus dem Hause Acony. Auch wenn diese tolle Musik geradezu nach Vinyl schreit ... (im übertragenen Sinn natürlich)
(10.09.2017)

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Iron & Wine: "Beast Epic" (Sub Pop, August 2017)
Sam Beam hat sein neues Album eher traditionell produziert, mehr Folk und weniger Breitwandpop wie noch vor ein paar Jahren auf "Kiss Each Other Clean". Die Fachgazetten scheinen es eher langweilig zu finden, aber ich mag es. Tolle Band, im Übrigen ...
(10.09.2017)

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"Hudson" (Motéma, August 2017)
Mit gewissen Signalen bin ich leicht manipulierbar. Gib mir ein paar meiner absoluten Lieblingsjazzer wie Jack DeJohnette und John Scofield, dazu ein paar weitere, meisterliche Spieler wie John Medeski und Larry Grenadier. Gib mir neben unzweifelhaft guten Jams dieser Leute ein paar Songs der größten Singer/Songwriter von Rock und Folk aus den Spät6oern und Früh70ern (Bob Dylans "Lay Lady Lay" und "A Hard Rain's Gonna Fall", Joni Mitchells "Woodstock", den The Band-Klassiker "Up On Cripple Creek" aus der Feder von Robbie Robertson und "Wait Until Tomorrow" von Jimi Hendrix und ich muss die Platte haben ...
(10.09.2017)

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The War On Drugs: "A Deeper Understanding" (Warner/Atlantic, August 2017)
Mein erster Höreindruck: noch mehr 80er-Keyboards als beim letzten Mal. Daran muss ich mich erst einmal gewöhnen ...
(31.08.2017)

Die Eingewöhnung gelingt trotz der vielen Keyboards mit den komischen Sounds ganz gut, sodass bei mir die eigentlichen Songs mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ob ich das Album aber richtig gut finde? Eher nur ganz OK ... ganz gut soweit.
(10.09.2017)

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Magnus Lindgren: "Stockholm Underground" (Act, August 2017)
Der schwedische Flötist hat eine Hommage an den legendären Jazzflötisten Herbie Mann aufgenommen. Der Titel bezieht sich natürlich auf dessen Meisterwerk "Memphis Underground".
(31.08.2017)
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Randy Newman: "Dark Matter" (Warner/Nonesuch, August 2017)
Ein neues Album von Mr. Newman - selten geworden in unserer Zeit, aber immer wieder eine gute Sache! Mit der wunderbaren Titelmusik von Monk ("It's Jungle Out There"), die ich schon immer mal abseits des Fernsehers geniessen wollte, und einem Lied über Putin. Erster ist natürlich viel geniessbarer ...
(31.08.2017)
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Zwanie Jonson: "Eleven Songs For A Girl" (Staatsakt, Juli 2017)
Einer meiner liebsten songschreibenden und singenden Trommler ist natürlich Christoph Kähler. Die elf Lieder für ein Mädchen sind bereits sein drittes Album unter eigener Regie, nur sein Künstlername ist noch verbesserungswürdig, wie finde.
(31.08.2017)
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Chris Robinson Brotherhood: "Barefoot In The Head" (Silver Arrow, Juli 2017)
Diese Band ist verdammt fleissig: Zwei Alben in 2012, nur eins in 2014, und wiederum zwei in 2016! Die letzte EP "f You Lived Here, You Would Be Home By Now" mit immerhin 30 Minuten Laufzeit erschien erst im letzten November und jetzt gibt es bereits einen Nachfolger: "Barefoot In The Head" ist vielleicht sogar das beste unter vielen guten Alben, welche die Band bislang abgeliefert hat. Mehr akustische Instrumente als zuvor und einen neuen, festen Bassisten mit Namen Jeff Hill, mit dem Gitarrist Neal Casal bereits bei Hazy Malaze gespielt hat, gibt es darauf zu hören. Es bleibt unter Brüdern eben alles in der Familie.
(13.08.2017)
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Peter Perrett: "How The West Was Won" (Domino, Juni 2017)
Grandios! Ex-Only Ones-Sänger mit seinem zweitem Soloalbum, erschienen völlig "out of the blue" nach knapp 20jähriger Pause, aber trotzdem so frisch, roh und kraftvoll rockend wie in den alten Tagen. An dem Reglern im Konk-Studio der Kinks) saß immerhin Chris Kimsey, dessen Dienste sich gelegentlich auch solche Hochkaräter wie die Rolling Stones sichern.
(15.07.2017)
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James Elkington: "Wintres Woma" (Paradise Of Bachelors, Juni 2017)
Britischer Gitarrist mit Wohnort Chicago mit erstem Soloalbum unter eigenen Namen ...
(15.07.2017)
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Sugarfoot: "The St. Anna" (Crispin Glover, Mai 2017)
Bent Saether von Motorpsycho ist extrem fleissig. Von seiner Stammband erschien vor kurzem mit "Begynnelser" improvisierte Theatermusik auf Doppel-Zehn-Zoll mit CD und DVD, im Herbst kommt ein neues reguläres Album und er hatte auch noch Zeit, mit ein paar Kumpels das bereits dritte Album unter dem Namen Sugarfoot zu veröffentlichen, voll von Countryrock-Perlen, die scheinbar direkt aus den 70ern und aus dem sonnigen Kalifornien stammen, wo sie immerhin ja auch aufgenommen wurden. Da blieb für das Hardrock-Nebenprojekt Spidergawd wohl keine Zeit mehr ...
(15.07.2017)
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dAS bAND: "Eine Andere Option" (Sub Up, Mai 2017)
Ein mir bislang unbekanntes Gitarre/Baß/Drums-Trio aus München mit ihrem zweiten Album als Doppel-Zehn-Zöller - und dann auch noch vom völlig ungekannten bzw. fast vergeßenen Label Sub Up, denen wir in den frühen 90ern ein paar schöne Platten zu verdanken haben, u.a. von den wunderbaren Bay You Know und von FSK. Da war dieser Kauf natürlich Pflicht. Auch wenn ich den Witz mit der fALSCHEN sCHREIBWEISE auch bei mESMO nur bedingt witzig fand, was wohl daran liegt, daß die fESTSTELLTASTE an meinem PC auch zum Feststellen neigt.
(13.07.2017)
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Kathryn Williams: "Songs From The Novel Greatest Hits" (One Little Indian, Juni 2017)
Von Kathryn Williams gab es in den letzten Jahren regelmäßig gute bis sehr gute Platten, meist sehr folkig, immer sehr anspruchsvoll, zuletzt auf "Resonator" im Duo mit dem Vibraphonisten Anthony Kerr sogar mit gelungenen Interpretationen von Jazzklaßikern. Das neue Album enthält 16 Eigenkompositionen, bei denen die Texte meist von der mir als Literaturbanausen unbekannten Autorin Laura Barnett stammen. Es ist als Ergänzung zu Barnetts neuem Roman "Greatest Hits" gedacht, welcher von der fiktiven Sängerin und Songschreiberin Caß Wheeler und deren Arbeit an einem Album mit ihren größten Erfolgen und die Erinnerung daran handelt. Stilistisch sind die Lieder für Williamßche Verhältniß recht breit aufgestellt und reichen von sparsamen Folk bis hin zu richtigem Rock. Nur der Jazz bleibt dieses Mal außen vor. Die rockigen Lieder klingen ein wenig nach den Magic Numbers, was natürlich nicht verwundert, wenn man weiß, daß deren Sänger und Gitarrist Romeo Stodart hier als Produzent mit dabei ist und seine Schwester Michelle Stodart auf den meisten Tracks den Baß beisteuert. Witzigerweise bringt der namentlich nicht genannte Autor des Waschzettels der Plattenfirma hier ein paar Sachen durcheinander. Aber lest selbst unter [Mehr...].
(04.07.2017)
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