Zurück Früher: Die "Waiting For Louise"-Story Unten
Die aktuelle Besetzung 2017

Foto: Jörn Bücher, 2016

Das Leben ist ein Kommen und Gehen. Ebbe und Flut. Yin und Yang. Cagney und Lacey. Tim und Struppi. Pat und Patachon. Netzer und Delling. Merkel und Sarkozy. Seit Mai 2010 sind wir wieder nur zu viert, wobei für Guido kein Ersatz gesucht wurde: seine geplanten Beiträge zu den "Roadsongs" wurden im Oktober/November 2010 im Studio von Ute und Michael zusätzlich übernommen und im Dezember war die neue CD "Roadsongs For The Business Class", für die wir über ein Jahr mehr oder weniger hart gearbeitet haben, dann endlich fertig. Mit uns im Studio waren zur gesanglichen Unterstützung Silke und Werner Garden aus Rheinberg. Silke machte uns bei einigen der 2011er-Konzerte auch zeitweilig wieder zum Quintett, aber im Jahr 2012 waren wir wieder nur als Quartett unterwegs.

An neuem Material wurde auch gearbeitet und Ende 2012 waren vier neue Lieder fertig, die wir dann im Januar 2013 wie gewohnt bei Tommy Werlich in der Musikfabrik Dinslaken aufgenommen haben. Im Mai und September kamen dann noch mal drei Lieder dazu. Im Oktober 2013 wurde die mittlerweite fünfte W4L-CD "Treetones" dann bei einigen Konzerten am Niederrhein vorgestellt.

Im Mai 2015 stand zwar kein Konzert an, aber wir konnten erstmals fünf Jahre W4L in unveränderter Besetzung feiern!

Im August 2016 haben wir endlich ernst gemacht und in Dinslaken bei Mark Seidel vier Lieder für unsere erste Schallplatte aufgenommen, die im März 2017 in Lohberg auf der Halben Treppe live präsentiert wurde.

 

Foto: Rainer Kubiak, 2010


Es war einmal #1: Die Besetzung von 1995


Foto: Anne Franke

Im Jahr 1992 haben sich Michael und Locke zusammengetan, um für sich eine akustische Alternative zur ihren rockmusikalischen Ambitionen zu entwickeln. Heisst: Akustikgitarre statt E-Gitarre, Besen statt Stöcke und Pappkarton statt Basstrommel. Beide kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei den Rusty Nails. Noch bevor der Name Waiting For Louise für dieses Projekt gewählt wurde, gab es auch einen ersten umjubelten Auftritt als Duo in einer Köpi-Kneipe am Weseler Kornmarkt. Bild- oder Tonmaterial gibt es aus dieser Frühphase leider nicht.
Von den vielen Musikern, die in der Zeit von 92-95 dabei waren, haben aber nur Gerd & Heike einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit beiden sind wir Ende 1995 im Undercover, einer Weseler Kellerdisco, etwas deplaziert im Rahmen eines Rockfestivals erstmals öffentlich aufgetreten. In den ersten Jahren wurde sogar im Wohnzimmer von Michael oder im Garten von Heike geprobt, bis in Max Gockels ehemaliger Schreinerei in Spellen ein eigener Proberaum eingerichtet werden konnte. Locke benutzt seitdem wieder sein komplettes Drumset und öfter auch Stöcke. Michael spielt inzwischen auch wieder verstärkt (zuerst Fender Vibrolux, inzwischen Fender Acoustasonic Junior), aber immer noch keine E-Gitarre.

Heike (von 1993-96 dabei) stammt aus unserem Freundeskreis, sang bisher aber nie in einer Band, Gerd meldete sich 1994 auf eine unserer Suchanzeigen. Er stammt aus Bochum und hat bei uns dann fast drei Jahre regelmäßiges Proben und wenige Auftritte ausgehalten. Dann wurde ihm das alles zuviel und er kündigte. Er lebt inzwischen in Dortmund und hat dort mit seiner Freundin Undine Zimmer eine eigene Band Roots Of Blues & Classical Cello. Endlich darf er singen wie Bob Dylan und picken wie Mississippi John Hurt, wobei die Cello-Begleitung interessante Akzente setzt. Januar bis Juli 2002 wurden die beiden dabei von Michael an Dobro und Mandoline unterstützt. Im Juli 2002 half Gerd umgekehrt bei Louise am Banjo aus.

Kurz nach unserem ersten Photo-Shooting Ende 1995 in Anne Frankes professionellen Studio in Sonsbeck brach die Besetzung schon wieder auseinander, so dass die teuren Photos damals leider nicht mehr zum Einsatz kamen (also eine Premiere an dieser Stelle!).


Es war einmal #2: Die Besetzung von 1998


Foto: Uli Kasper

Ende 1995 konnten wir Petra als neues Bandmitglied gewinnen. Während sie zuvor bereits in einigen Bands im Chor gesungen hatte, war der Bass eine völlig neue Herausforderung, die sie aber schnell in den Griff bekam. Kurz danach hat uns Heike verlassen, sodass Petra nun für Gesang und Bass zuständig war.

Über die Zeit von 1996 bis Ende 98 ist nicht viel zu berichten. Wir haben ein Konzert in der Besetzung Locke, Michael, Gerd & Petra auf einer Privatparty gegeben und nach Gerds Ausstieg 1997 zu dritt weiter gearbeitet, wobei schnell klar wurde, dass die Band "frisches Blut" braucht. Deshalb wurde im Frühjahr 1998 eine Suchaktion über Zeitungsanzeigen gestartet.

Guido kam aufgrund einer dieser Kontaktanzeigen im Frühjahr 1998 zu uns. Er stammt aus Geldern und lebt in Mehrhoog. Waiting For Louise war aber seine erste echte "Band". Vorher hat vor allem Straßenmusik gemacht (u. a. in einem Projekt mit Klaus der Geiger). Über die selbe Suchanzeige haben wir dann auch Olaf kennen gelernt, der aber aus Zeitgründen erst zum Jahresende fest dazu kam. Somit blieb diese Besetzung nur eine kurze Episode mit einem einzigen Auftritt, wenn auch große Teile des aktuellen Repertoires bereits in dieser Zeit entwickelt wurden.

 


Es war einmal #3: Die Besetzung von 1999 bis Mai 2000

Foto: Tanja Brücker

Ende 1998 kam Olaf dazu. Mit ihm stand endlich ein sehr guter Solist zur Verfügung, so dass die Musik neben dem inzwischen eingespielten Gesangsdoppel Michael & Petra endlich auch auf instrumentale Finessen setzen konnte. Olaf ist ein viel beschäftigter Mann, der als Gitarrist gleichzeitig noch bei den Couch Potatoes (Cover-Rock) und gelegentlich bei den Old Country Folks mitmischt.

Petras Doppelbelastung an Gesangmikro und Bass endete, als Olaf im Frühjahr 1999 seinen "unterbeschäftigten" Kollegen Heinz von den Old Country Folks zum Einstieg überreden konnte. Der Rest des Jahres wurde intensiv geprobt und zu Beginn 2000 gab es im Weseler Quo Vadis endlich die lang ersehnte Live-Premiere dieser Besetzung. Zusätzlich wurde ab Januar 1999 zu Hause bei Michael mit den Aufnahmen zur ersten CD begonnen.

Leider hat die stark zunehmende Eigendynamik der Band (viele Proben, viele neue Stücke, viele Konzerte etc.) im Frühjahr 2000 zu Guidos Ausstieg geführt, dem der Aufwand für das Hobby Musik zu groß geworden war.


Es war einmal #4: Mai 2000 bis Juli 2001

Foto: Tanja Brücker
  • Michael Mann:
    Gesang, Gitarre, Harmonika, Dobro & Banjo
  • Heinz Hülshorst:
    Bassgitarre, Kontrabass, Live-Mix
  • Detlef Goch:
    Schlagzeug & Perkussion
  • Petra Schüller:
    Gesang, Harmonika, Akkordeon & Perkussion
  • Olaf Hermann:
    Mandoline, Gitarre, Dobro, Banjo, Ukulele & Gesang
 

Ohne Guido waren wir im Juli 2000 mit den Aufnahmen zur ersten CD "From 6 To 5" endlich fertig geworden. Im Februar 2001 begannen wir dann auch ohne große Atempause mit den Aufnahmen für die nächste CD, wobei wir das Schlagzeug dieses mal bei Tommy Werlich im Studio unter professionellen Bedingungen aufgenommen haben. Unsere bislang konstanteste Besetzung mit zahlreichen Auftritten und einer CD-Veröffentlichung endete aber, als Olaf am 31.07.2001, nur wenige Tage nach sehr anstrengenden Ton- und Bildaufnahmen im Saal des Weseler Lutherhauses für die neue CD, völlig überraschend seine Kündigung einreichte und sein Kumpel Heinz ihm bald darauf - weit weniger überraschend - nachfolgte.


Es war einmal #5: Dezember 2001 bis Oktober 2002

Die aktuelle Besetzung: Locke, Petra , Michael und Johannes
Foto: Heike Baumgart

Ab September 2001 waren Locke, Petra und Michael also mal wieder nur zu dritt: ohne Bass und ohne Mandoline, wie schon einmal vor den Intermezzi von Guido, Olaf und Heinz. Bei der Suche nach einem neuen Bassisten wurden wir schnell fündig: Im Dezember meldete sich Johannes Lehmann auf unsere Internet-Suchanzeige. Er stammt ursprünglich aus Bochum (das hatten wir doch schon mal!), wohnt aber seit kurzem in Wesel. Er bringt aus seiner Bochumer Zeit Erfahrungen in Bluegrass- und Rockbands mit. Beim Premierenkonzert dieser neuen Besetzung (im "Cafe Jenseits" in Kalkar, Juli 2002) hat uns einmalig Gerd Hoffmann, Louise-Mitstreiter aus vergangenen Tagen, am Banjo unterstützt. Die folgenden Gigs im Herbst haben wir dann erstmalig zu viert bestritten. Ohne Banjo und Mandoline klang alles zwar nicht mehr so sehr nach Bluegrass, dafür erstrahlte aber der Gesang in neuem Glanz, denn Johannes war, nachdem er sich die ganzen Bass-Parts "draufgetan" hatte, endlich soweit, Petra und Michael bei vielen Liedern mit der dritten Gesangstimme zu unterstützen. Ebenfalls im Herbst konnte Rainer Müller aus Essen als neues Bandmitglied gewonnen werden. Auf unseren Gigs im ConGaz und im Quo Vadis war er als Zuhörer dabei, ab November dann auch mit seinen Instrumenten im Proberaum ...


Es war einmal #6: November 2002 bis Mai 2005

Die aktuelle Besetzung: Locke, Petra , Michael und Johannes
Foto: Constanze Kohls

Ein und ein halbes Jahr hatte es gedauert, bis aus Waiting For Louise endlich wieder ein Quintett mit einem zweiten Saitenspieler wurde: Bassist Johannes Lehmann war ja bereits seit Ende 2001 dabei und ziemlich genau ein Jahr später, am 22.12.2002, standen wir im Lighthouse (Barmingholten) endlich wieder zu fünft auf der Bühne!
Der Neue heißt Rainer Müller, stammt aus Essen und ist ein erfahrener Recke an diversen Gitarren, vor allem der Slidegitarre, die er auch bei "Tunin' The Blues" aus Oberhausen spielt. Bei uns will er sich auf seine neuesten instrumentalen Vorlieben, Mandoline und Hawaiigitarre, konzentrieren.
In den Jahren 2003 und 2004 gab's ausnahmsweise mal keine Besetzungsänderung, auch wenn Petra leider nicht alle Auftritte mit uns bestreiten konnte! Im Mai 2004 war dann nach drei Jahren auch endlich die zweite CD, schlicht "10 Songs" genannt, fertig geworden. Im Juni 2005 endete aber auch dieser Abschnitt unserer Bandgeschichte, als Petra sich eine Auszeit nahm, weshalb wir auf dem Stadtteilfest in Borken-Gemen ("Kleiner Hook") kurzfristig nur zu viert und ohne Dame auf der Bühne standen. Um in der anstehenden Konzertsaison in alter Stärke weiterarbeiten zu können, hatten wir anschließend unsere Kollegin Jutta Rautenberg angesprochen ...


Es war einmal #7: Juni 2005 bis Frühjahr 2007

 

Im Frühjahr 2005 gab es nach längerer Zeit mal wieder einige musikalische Veränderungen: Rainer spielt live auf seiner neuen elektrischen Fender-Hawaiigitarre . Sozusagen eine "Pedalsteel ohne Pedale". Johannes übernimmt bei einem Lied erstmals den Job des Leadsängers. Für die unverzichtbare Frauenstimme von Waiting For Louise konnten wir Jutta Rautenberg gewinnen, die schon nach wenigen Proben beim Molehill-Festival in Alpen-Bönninghardt im Juli 2005 als Nachfolgerin von Petra mit uns auf der Bühne stand.
Im Sommer 2006 musste Rainer dann leider seine aktive Mitarbeit einstellen, weil er der Liebe wegen nach Florida/USA umzog.
Im Winter 2006/2007 machte die Band dann einen weiteren wichtigen neuen Schritt, indem nicht nach Ersatz für Rainer innerhalb des alten musikalischen Konzepts gesucht, sondern die Arbeit an eigenem Songmaterial begonnen wurde, das für eine neue CD eingespielt werden soll. Mitten in diese Vorbereitungsarbeiten fiel dann der Ausstieg von Jutta, womit mal wieder ein Kapitel der W4L-Geschichte endete und ein neues begann ...


Es war einmal #8: 2007 bis Ende 2008
Foto: Heike Meissner    

Anstatt sich für das alte Konzept - zwei Gesangsstimmen, zwei Saiteninstrumentalisten - auf die Suche nach Ersatz für Rainer und Jutta zu machen wurde seit Anfang 2007 zu dritt konzentriert am Material für die neue CD "New Tricks For Old Dogs" gearbeitet, das erstmalig hauptsächlich aus eigener Feder stammt. Von November 2007 bis Januar 2008 und im August 2008 fanden die Aufnahmen in der Dinslakener Musikfabrik von Tommy Werlich statt. Im Juni und September gab es dann auch endlich wieder Liveauftritte als Trio.


Es war einmal #9: 2009
  Foto: Lucky
Kurz vor Weihnachten 2008 spielte Michael mit Songs To The Siren in Mehrhoog und traf dort seinen alten Mitstreiter Guido wieder, der von 1998 bis 2000 schon mal zur W4L-Familie gehörte. Schnell hatte man sich zu einer Session verabredet und seit Beginn des neuen Jahres war Guido mit seinem alten Banjo und seiner alten Höfner E-Gitarre wieder dabei. Letzteres eine Premiere bei Louise - aber warum nicht? In der neuen Quartettbesetzung wurden drei Konzerte gespielt - zuletzt im September auf dem Open-Air-Festival vor der Weseler Zitadelle, wo die Gitarristin Ute Rettler im Publikum war ...

Es war einmal #10: Ende 2009 bis Mai 2010
Foto: Rainer Kubiak  
Nach dem Gig vor der Weseler Zitadelle traf Michael die Gitarristin Ute Rettler, die inzwischen ebenfalls in Mehrhoog wohnt und durchblicken ließ, dass sie sich gut vorstellen könnte, bei W4L mitzumachen. Da wir Jungs uns das auch gut vorstellen konnten wurde nicht lange gefackelt. Seit November 2009 werkeln wir also wieder zu fünft am Material für die neue CD. Seit Mai ist die Band nach Guidos zweitem Ausstieg aber doch wieder zum Quartett geschrumpft. Die Vorbereitungen zur neuen CD gehen trotzdem mit Hochdruck weiter ...