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Michaels Favoriten 2016

Jahresrückblick etc.

Zur Auflockerung hab ich mal ein paar Jahresplatzierungen vom Roadtracks-Magazin untergebracht ...
(15.01.2017)

Das Album des Jahres

#1: Neko Case, k.d. lang, Laura Veirs: "case / lang / veirs" (Anti, Juni 2016)

Musik ist keine Mathematik. Deshalb kommt auch nicht automatisch ein sehr gutes Album dabei heraus, wenn einfach die Talente von drei der besten Sängerinnen aus dem Spannungsbereich Indie-Rock/Country/Folk addiert werden. Hier hat es aber funktioniert.
(23.06.2016)

Mein verdienter Sieger des Jahres sind diese drei Damen, deren Debütalbum als Band (bzw. als Projekt) letztendlich all das vereint, was ich mag:

  • Durchgängig gute bis sehr Songs, die alle aus den Federn der drei Damen stammen. Mal zu zweit, mal zu dritt, aber auch mal alleine geschrieben, wobei hier Laura Veirs besonders hervorzuheben ist, die an jedem der Lieder als Autorin beteiligt ist.
  • Gute Stimmen: eigentlich haben alle tolle Stimmen, aber wunderbarerweise funktionieren sie auch zusammen ganz ausgezeichnet. Vielleicht ragt k.d. lang dabei als Gleiche unter Gleichen etwas heraus, aber das ist letztendlich Geschmackssache.
  • Eine gute, altmodische (besser: zeitlose) Produktion analoger Art ohne irgendwelche nervenden Gimmicks. Hier darf der Hinweis auf Tucker Martine, Schlagzeuger, Tonmeister, Produzent (und Ehemann von Laura Veirs!), natürlich nicht fehlen.

Jetzt fehlt nur noch eine tiefere Beschäftigung mit den Arbeiten von Neko Case, die mir zwar schon ein Begriff war und von der ich auch eine CD besitze, was aber bisher nur zu einer Einordnung unter Ferner Liefen reichte.
(11.01.2017)

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Highlights des Jahres

#2: Motorpsycho: "Here Be Monsters" (Stickman, Feb. 2016)

Trotz des Zweitjobs bei Spidergawd hatten Bent Saether und Kenneth Kapstadt Zeit, zusammen mit Hans Magnus "Snah" Ryan schon wieder ein - wie immer - tolles Motorpsycho-Album einzuspielen, dieses mal nicht ganz so heavy wie gewohnt (diesem Drang kann die Rhythmusgruppe wohl ausreichend bei der Zweitband nachgehen!). Mit "Spin, Spin, Spin" von Terry Callier gibt es sogar einen obskuren und tollen Coversong!
(20.02.2016)

Motorpsychos herrliche Mischung aus sehr guten Songs und sehr gutem musikalischen Handwerk, aus Krach und Schönklang, sorgt dafür, dass die Band mal wieder in den oberen Rängen meiner Jahresliste gelandet ist!
(18.01.2017)

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#3: Hope Sandoval And The Warm Inventions: "Until The Hunter" (Tendril Tales, Nov. 2016)

Noch so eine Lady, von der ich mir ungehört jeden auf Platte veröffentlichten Ton kaufe ...
(26.11.2016)

Ich kenne kaum einen Künstler bzw. eine Künstlerin, der/die es sich erlauben kann, so lange Pausen zwischen Veröffentlichungen zu machen wie die ehemalige (?) Sängerin von Mazzy Star!
(18.01.2017)

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#4: Hiss Golden Messenger: "Heart Like A Levee" (Merge, Okt. 2016)
M.C. Taylor wird immer besser ...
(26.11.2016)

... und entwickelt sich zu einem meiner absoluten Favoriten!
(18.01.2017)

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#5: JaKönigJa: "Emanzipation Im Wald" (Buback Tonträger, Juli 2016)
Ebba Durstewitz spielt Cello und Keyboards und singt dazu sehr merkwürdige deutsche Texte über so wichtige Themen wie Tauchunfälle in der Antarktis oder ob die Zukunft dem Pferd gehört. Die Band mit ihrer inzwischen über 20jährigen Geschichte wird komplettiert durch Gitarrist Jacobus Siebels, der inzwischen auch mit Nachnamen Durstewitz heisst, da die beiden wohl anscheinend miteinander verheiratet sind, sowie dem Perkussionisten und Filmmusikkomponisten Pascal Dreckkötter (cooler Name!). Ausserdem nimmt die Posaune (gespielt von Herrn Durstewitz), ähnlich wie im jazzigen Bossa-Nova, an den mich die Musik ein wenig erinnert, eine nicht unwichtige Rolle ein.
(16.08.2016)

Die Jahrescharts: Platz49im Musikexpress!

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#6: Tedeschi Trucks Band: "Let Me Get By" (Universal/Fantasy, Feb. 2016)

Das lang erwartete neue Album einer der weltweit besten Bands in der Kategorie Mainstream-Rock (i.w.S.) ist endlich da und (natürlich) richtig gut geworden. Die Band hat mit Tim Levebvre auch endlich wieder einen festen Bassisten - und zwar einer der allerbesten seiner Zunft. Zuletzt war er bei David Bowies Abschiedsalbum "Black Star" zu hören. Erstmals aufgefallen war er mir aber als Kontrabassist im Trio des deutschen Jazzpianisten Michael Wollny. Der Mann ist in beiden Bereichen, Jazz und Rock, definitiv einer der ganz Großen.

Die Mainstream-Rock (i.w.S.)Deluxe-Version steckt zusammen mit einer Bonus-CD in einem hübschen Karton, der wie ein alter Blues-Deluxe-Amp aussieht. Könnt Ihr hier gucken ...
(05.03.2016)

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#7: Die Höchste Eisenbahn: "Wer Bringt Mich Jetzt Zu Den Anderen" (Tapete, Aug. 2016)
Wer hätte das gedacht? Aus dem Spaßprojekt von Moritz Krämer, Francesco Wilking (Tele), Felix Weigt (Kid Kopphausen, Spaceman Spiff) und Max Schröder (Olli Schulz, Tomte, Hansen Band) ist inzwischen eine richtige Band geworden - und hat da ein verdammt gutes zweites Album abgeliefert!
(04.09.2016)

Die Jahrescharts: Platz21im Musikexpress!

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#8: Lucinda Williams: "The Ghosts Of Highway 20" (Thirty Tigers/Highway 20, Jan. 2016)
Diese Platte habe ich mir ohne große Erwartungen gekauft, denn die letzten Veröffentlichungen von Mrs. Williams waren mir zu uninteressant geraten und ich wollte mich, ähnlich wie bei Neil Young, von meinem Automatismus beim Kauf der jeweils neuen Platte alter Helden und Heldinnen verabschieden. Hinzu kam, dass mir die Doppel-LP (ähnlich wie bei Mr. Young!) einfach zu teuer war. Nach erstem, kurzen Reinhören im Internet habe ich mich dann entschlossen, entgegen meinen aktuellen Gepflogenheiten, mir die "schnöde" CD zu kaufen, die immerhin als Doppel-CD im schönen Pappcover daher kommt.
Was ich jetzt aber höre, das ist endlich mal wieder richtig gut! Lucinda nervt nicht durch langeweilige Allerweltsmelodien mit 08/15-Akkorden, sondern liefert die passenden Songgerüste, auf denen sich die beiden Gitaristen ausbreiten können: Jazzer Bill Frisell und Pedal Steel-Studiocrack Greg Leisz spielen in einem symbiotischen Tandem, der eine links, der andere rechts, beide zeitweise gleichzeitig "solierend", grandiose Countryrock-E-Gitarren, also etwas, für das sie bei anderen Produktionen normalerweise nicht gebucht werden!
Ach ja - no keyboards on board! Und mit "Factory" gibt es ein tolles Bruce Springsteen-Cover von dessem besten Album "Darkness On The Edge Of Town"!
(07.02.2016)

Die Jahrescharts: Platz16 im Roadtracks-Magazin!

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#9: Ryley Walker: "Golden Sings That Have Been Sung" (Dead Oceans, Aug. 2016)
Ein neues Album von Ryley Walker gibt einem ein wenig das Gefühl, dass Jazz-Folk-Fusion (so will ich es mal etwas ungelenk nennen) nicht mit seinen wichtigsten Künstlern Tim Buckley, Terry Callier und John Martyn ausgestorben ist.
(27.08.2016)

Die Jahrescharts: Platz10 im Roadtracks-Magazin!

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#10: Arc Iris: "Moon Saloon" (Bella Union, Aug. 2016)

Das gefällt mir deutlich besser, was Jocie Adams auf dem zweiten Album ihrer Band macht, als das, was ihre ehemaligen Bandkollegen von The Low Anthem da vor ein paar Monaten herausgebracht haben. Zwei Lieder am Ende der Platte, "Rainy Days" und der Titelsong, könnte man sogar als Prog, besser gesagt Folk-Prog, bezeichnen. Es erinnert mich sogar ein bischen an die wunderbaren, wenn auch völlig vergessenen Stackridge.
(27.08.2016)

Mir fällt gerade auf, dass ich beim ersten, titellosen "Arc Iris"-Album auch schon von Folk-Prog sprach und die Assoziation zu Stackridge hatte: Zum Einen lässt mein Gedächtnis nach, zum Anderen muss da also was dran sein!
(18.09.2016)

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#11: "Day Of The Dead" (4AD, Mai 2016)

Ein Monster von einem Tributealbum, das Aaron und Bryce Dessner von der Band The National da für die Grateful Dead zusammengestellt haben! Direkt beim ersten Lied, "Touch Of Grey" in der Version von The War On Drugs, haben sie mich gekriegt: das klingt so selbstverständlich nach Adam Granduciel und seiner Truppe, dass man sich nur wundern kann. Jetzt habe ich alle 5 CDs mit insgesamt 59 Liedern durchgehört, habe dicke Ohren und finde (fast) alles gut! Damit war so nicht zu rechnen. Später vielleicht mehr Details zu einzelnen Liedern und Künstlern.
(28.05.2016)

Statt alle 59 Lieder zu besprechen, wozu mir dann doch die Zeit und der Ehrgeiz fehlt, will ich mal ganz spießig mit etwas "Fliegenbeinezählerei" beginnen. Hier zuerst die drei beliebtesten Platten der Dead: Die folgenden Lieder gibt es gleich in mehreren Coverversionen:
  • Der Übersong "Dark Star" wird von den Flaming Lips (von wem sonst?) und von den mir unbekannten Cass McCombs und Joe Russo interpretiert. Aber auch "Nightfall of Diamonds" und "Transitive Refraction Axis for John Oswald" sind nur andere Namen für den Dunklen Stern.
  • "I Know You Rider" ist eigentlich kein Dead-Komposition, sondern nur ein Folksong, den die Grateful Dead selber gerne gespielt haben. Hier gibt es Versionen von Stephen Malkmus und zum Abschluss der Box von The National mit Gaststar Bob Weir.
Es gab auch ein paar ganz besonders große Fans der Dead, die gleich mehrere Lieder aufgenommen haben: Die komplette Titelliste mit allen Interpreten kann man/frau in der Musikdatenbank nachlesen.
(03.06.2016)
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#12: Okkervil River: "Away" (ATO, Sept. 2016)
Das neue Album von Will Sheff ist richtig gut geworden - und es klingt in seiner üppigen Orchestrierung (eine Rockband mit Kontrabass, Analogkeyboards, Vibraphon, Bläsern und Streichern, schönen akustischen und gelegentlichen elektrischen Gitarren) so, wie man sich wünscht, dass ein neues Album eines unserer wirklich alten Helden klingen würde - also zum Bleistift eins von Van Morrison.
(10.09.2016)
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#13: Yorkston Thorne Khan: "Everything Sacred" (Domino, Jan. 2016)
Das erste echte 2016er-Album ist ein ganz besonders: der schottische Singer/Songwriter James Yorkston, sein aktueller Bassist Jon Thorne und der indische Sarangi-Virtuose Suhail Yusuf Khan machen zusammen wunderbare Musik, irgendwo zwischen schottischem Folk, akustischem Jazz und Raga-Musik, die völlig natürlich daherkommt. Große Klasse! Nick Drake meets Codona!
(17.01.2016)
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#14: Thalia Zedek Band: "Eve" (Thrill Jockey, Aug. 2016)
Diese Lady spielt ihren Gitarrenrock nun auch schon so einige Jahre. Ihre erste, kaum bekannte Band Live Skull hatte sie in den 80ern. In den 90ern war sie dann mit Chris Brokaw bei Come aktiv und ein klein wenig erfolgreicher, wenn aber nicht so erfolgreich, sodass ihre heutige Anhängerschaft mehr als "überschaubar" sein dürfte. Ich mag ihre spezielle Art von Bluesrock, der nicht virtuos daherkommt, sondern seinen Punkrockwurzeln treu bleibt, sehr. Als Referenzpunkt kann Patti Smith dienen, obwohl Thalia doch viel mehr eine Gitarristin ist, als Patti das jemals war. Aber andere Vergleiche kommen mir nicht in den Sinn. Ach ja - die neue Platte kommt fast ganz ohne Overdubs aus und klingt wie live im Studio eingespielt. Der Keyboarder beschränkt sich dabei anscheinend auf reines Klavierspiel und der zweite Solist (neben Thalia) spielt die Bratsche, was abgesehen von John Cale bei Velvet Undergrund nicht gerade das typische Instrument in einer Rockband ist. Trotzdem (?) eine tolle Platte.
(05.10.2016)
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#15: "Heron Oblivion" (Sub Pop, März 2016)

Ex-Espers-Sängerin Meg Baird lebt ja inzwischen in San Francisco und hat, wie bereits an dieser Stelle erwähnt, im letzten Jahr das schöne Soloalbum "Don't Weigh Down The Light" herausgebracht, wo sie von dem Gitarristen Charlie Saufley unterstützt wurde und bei einigen Titeln ja auch selber etwas Schlagzeug spielte. Beide bilden zusammen mit dem Bassisten Ethan Miller und dem zweiten Gitarristen Noel Harmonson jetzt die Band Heron Oblivion, die Megs speziellen Folk-Gesang, der stark in britischer Tradition verwurzelt ist (Sandy Denny, Jacqui McShee, ...) mit ausufernden Psychedelic-Heavy-Bluesrock-Jams kombiniert. Am besten gefällt mir das, wenn beide Gitarristen gleichzeitig zum Solo abheben (also eigentlich müsste man das wohl "Duo" nennen, oder?), aber auch Meg Baird am Schlagzeug hat was - auch wenn sie nie so heavy spielt wie die (männlichen) Trommler der Früh70er-Bluesrocker.
(03.04.2016)

Ausuferndes, symbiotisches Doppelspiel an den E-Gitarren- das gab's ja kürzlich auch schon bei Lucinda Wiliams!
(10.04.2016)

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#16: Bob Weir: "Blue Mountain" (Sony/Columbia/Legacy/TRI, Sept. 2015)
Dass ich das noch erleben darf! Neue Lieder vom Grateful Dead-Rhythmusgitarristen Bob Weir! Zwölf Lieder hat er zusammen mit Josh Ritter und Josh Kaufman geschrieben, beide mindestens eine Generation jünger als ihr Chef, aber trotzdem sind das alles ganz altmodische "Lagerfeuerlieder", in denen Weir seine Jugend aufarbeitet. Trotz der altmodischen Lieder und der altmodischen bzw. zeitlosen Instrumentierung im Stil der 60er und 70er klingt alles doch irgendwie modern bzw. gut produziert, was vielleicht damit zu tun hat, dass die musikalische Begleitung zum größten Teil von der Band The National stammt, die klanglich und stilistisch irgendwo zwischen Wilco und U2 einzuordnen ist - soweit ich das beurteilen kann ...
(05.10.2016)
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#17: Van Morrison: "Keep Me Singing" (Caroline/Exile, Sept. 2016)
Sehr überraschend! Während mich Altmeister Neil Young im Moment eher nervt und mir Altmeister Bob Dylan mit seinen Interpretationen des Sinatra-Repertoires gerade ziemlich egal ist, kommt Herr Morrison nach Jahren der Langeweile bzw. des Nervens mit einer richtig guten Platte daher! Wie kann das? Wahrscheinlich irgendsoein "Altmeistertrick" - aber davon habe ich keine Ahnung!
(12.10.2016)
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#18: Santana: "Santana IV" (Thirty Tigers/Santana IV, April 2016)
Tatsächlich mein erstes Santana-Album, dass ich mir bereits bei Neuerscheinung gekauft habe! Die Besetzung des dritten Album von 1971, also neben Carlos Santana an der Gitarre sind das Schlagzeuger Mike Shrieve, Sänger/Keyboarder Greg Rolie, Gitarrist Neal Schon und Congaspieler Mike Carabello, haben sich wieder zusammengetan. Nur der bereits vertorbene Bassist David Brown und Chepito Areas (Timbales) wurden durch Benny Rietfeld bzw. Karl Perazzo von der aktuellen Santana-Band vertreten. Das ganze Album ist natürlich voller Nostalgie, aber trotzdem absolut gelungen, weil Spielfreude und musikalische Kompetenz auf allerhöchstem Level sind.
Und natürlich bleibt das eigentliche vierte Santana-Album "Caravanserai" mein Alltime-Favorite der Band.
(23.04.2016)
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Willkommen zurück ...

Element Of Crime: "1985-1993" (Universal/Vertigo, April 2016)
Die ersten sieben Alben dieser Ausnahmeband aus Berlin gibt es jetzt endlich wieder auf Vinyl - und zwar in dieser großen Box.
Das Debütalbum "Basically Sad" ist für meinen Geschmack noch etwas unausgegoren, aber bereits das zweite, von John Cale produzierte Album "Try To be Mensch" hatte mich schon damals in den 80ern begeistert. Dan kamen noch zwei Studioalben und ein Livealbum mit englischen Texten, bevor die Band ohne viel Aufhebens darum zu machen mit wunderbaren deutschen Texten in neue Dimensionen aufbrach. Das die Box abschliessende Album "Weißes Papier" (von 1993) war dann auch der bislang größte Erfolg der Band.
(07.08.2016)
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Bohren & Der Club Of Gore: "Black Earth" (Wonder, 2002 * Play It Again Sam, Dez. 2016)
Die Alben der geheimnisvollen Band aus Mülheim an der Ruhr werden zur Zeit neu veröffentlicht, teilweise gibt es erstmals eine Vinylausgabe. Sehr lohnenswert das ganze!
(16.01.2017)
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Auch gut ...

Pete Astor: "Spilt Milk" (Fortuna POP!/Slumberland, Jan. 2016)
Das hat wirklich Geduld gekostet! Im Februar hatte ich das Album des Ex-Chefs der Weather Prophets in einem Musikmagazin entdeckt und erfolglos versucht, es bei meinem Hoflieferant #1 zu bestellen, es war aber leider nicht mehr lieferbar. Wochen später hatte ich es zufällig auch im Katalog der Glitterhäusler entdeckt und erneut bestellt, die es jetzt tatsächlich nach vier Monaten geliefert haben (und es inzwischen auch wieder aus ihrem Angebot gestrichen haben!).
Die Platte klingt tatsächlich so, als wären seit der kurzen Hochphase der Wetterpropheten nicht bereits fast 30 Jahre vergangen.
(31.07.2016)
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David Bowie: "Blackstar" (Sony/Columbia, Jan. 2016)
Beim Schmökern im Musikexpress habe ich beschlossen, dieser Platte nochmal ein Ohr zu leihen ...
(16.12.2016)

Die Jahrescharts: Platz3im Musikexpress und sogar Platz1 im Rolling Stone, aber nur Platz6 im Roadtracks-Magazin!

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Get Well Soon: "Love" (Caroline, Jan. 2016)
"Konstantin Gropper hat dem Bombast abgeschworen und macht Popmusik " - so oder so ähnlich liest man in den Kritiken, aber für mich klingt das hier wie ein typischen Get Well Soon-Album. Das ist einerseits schön, denn die Qualität bei Songs und Umsetzung ist wie immer hoch, aber irgendwie auch ein bisschen langweilig. "Schau'n, bzw. hör'n wir mal" ... würde der Franz sagen, wenn er denn wüsste, wer oder was Get Well Soon sind.
(07.02.2016)

Konzerthighlight: OBS 20, Beverungen, 14.05.2016.
Zum Headliner des Samstagabends hat es die Band um Mastermind Konstantin Gropper inzwischen gebracht, es auf jeden Fall sehr gut gemacht, aber mir war das Ganze irgendwie zu statisch. Es hat mich irgendwie nicht berührt.
(16.05.2016)

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The High Llamas: "Here Come The Rattling Trees" (Drag City, Jan. 2016)
Hier gilt das gleiche wie bei den Tindersticks: man(n) kann sich ein neues Album ungehört kaufen!
(26.01.2016)
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Tindersticks: "The Waiting Room" (City Slang/Lucky Dog, Jan. 2016)
Tindersticks-Veröffentlichungen, zumindest die "normalen" Alben, nicht die Soundtracks, kaufe ich ungehört und bin noch nie enttäuscht worden!
(26.01.2016)
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Tortoise: "The Catastrophist" (Thrill Jockey, Jan. 2016)
Die neue Platte der "Postrocker" aus Chicago ist so gut, wie das Cover hässlich ist. Ausnahmsweise gibt es sogar zwei Gesangsstücke: einmal singt Georgia Hubley von Yo La Tengo, dann gibt es mit "Rock On" von David Essex eine vorzügliche Coverversion.
(26.01.2016)
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"The Roger Cicero Jazz Experience" (Wavemusic, Okt. 2015 * Feb. 2016)

Der Name Roger Cicero kam mir zum ersten mal unter, als er auf dem Album "Good Morning Midnight" vom Julia Hülsmann Trio den "River Man" von Nick Drake gesungen hat. Seitdem ist er durch seine erfolgreichen Swing-Schlagerplatten und Castingshow-Juroren-Auftritte ja eher in der Schublade "uncool" einzusortieren. Aber er kann auch richtig jazzen: mit einem Klavier-Trio, bestehend aus Schlagzeuger Matthias Meusel, Bassist Hervé Jeanne und Pianist Maik Schott, hat er sich neben einigen Popklassikern und Jazzstandards auch wieder an eine Nick Drake-Nummer gewagt. Diesesmal ist es "From The Morning", das mir bis auf ein paar unnötige Gesangsschlenker ("Hallo Leute! Ich kann richtig toll singen!") eigentlich ganz gut gefällt. Also war das Album für mich Pflichtkauf. Natürlich ist hier vieles nicht sonderlich eigenständig: das Cover schreit laut nach Blue Note, der Bandname natürlich nach Jimi Hendrix - aber was soll′s: insgesamt ist das ein ordentliches Jazzalbum auf hohem Niveau. was will man mehr?

Ach ja - CD in Oktober 2015 , das Vinyl erst 4 Monate später. So scheint das jetzt öfter zu laufen.
(20.03.2016)

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Freakwater: "Scheherazade" (Bloodshot, Feb. 2016)
Nach etwa zehn Jahren kehrt eine meiner liebsten Countrybands zurück! Und aus dem Trio von Cathrine Irwin, Janes Bean (ansonsten Drummerin bei Eleventh Dream Day!) und Bassist David Gay ist jetzt durch einen Drummer, einen E-Gitarristen und eine Geigerin sogar ein Sextett geworden, ohne dass das Besondere des Freakwater-Sounds verloren gegangen ist. Tolles Comeback!
(20.02.2016)
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Donnie Fritts: "Oh My Goodness" (Thirty Tigers/Short Lock, Okt. 2015 * Feb. 2016)
Donnie Fritts ist einer der legendären Singer/Songwriter aus dem Umfeld des Muscle Shoals-Studios, der für einige wunderbare Hits anderer Leute zuständig ist, etwa "Breakfast In Bed" von Dusty Springfield. Der Mann ist inzwischen in seinen 70ern und hat es in seiner langen Karriere nach meinem Wissensstand auf höchstens drei oder vier eigene Alben gebracht. Zu "Oh My Goodness" haben ihn zwei Musiker der jüngeren Generation überredet, die das Album auch produziert haben: John Paul White, ehemals im Nashville-Duo The Civil Wars und Gitarrist Ben Tanner von den Alabama Sheiks. Was mir besonders gut gefällt: Fritts spielte seine Lieder auf seinem alten, heißgeliebten Wurlitzer-E-Piano.
(29.02.2016)
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Bonnie Raitt: "Dig In Deep" (Redwing, Feb. 2016)
Ruppiger als zuletzt, aber richtig gut im Großen und Ganzen. Zwar etwas zu wenig Folkanteile für meinen Geschmack und mit der blöden INXS-Covernummer "I Need You Tonight" (oder so ähnlich) ausnahmsweise mal ein Fehlgriff bei der Repertoireauswahl (gut gemacht zwar, aber das bleibt für mich trotzdem ein blödes Lied!)
(06.03.2016)
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Isolation Berlin: "Berliner Schule Protopop" (Caroline/Staatsakt, 2015 * Feb. 2016)
Parallel zum eigentlichen Debütalbum "Und Aus den Wolken Tropft Die Zeit" hat die Band auch ihre zwei bereits vergriffenen EPs vom vergangenen Jahr, angereichert mit zwei neuen (?) Coversongs (Nina Hagen Band und Joy Division), als Kompilation herausgebracht.
Die erste Nummer, "Aquarium", finde ich grossartig. Beim Rest lässt anfängliche Begeisterung beim zweiten Hördurchgang aber schon wieder ein wenig nach. Schau′n wir mal ...
(20.03.2016)
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Isolation Berlin: "Und Aus den Wolken Tropft Die Zeit" (Caroline/Staatsakt, Feb. 2016)
Das nächste große Ding? Keine Ahnung! Man hört dieser jungen Band aus Berlin aber sofort an, dass sie da mit altmodischen Mitteln des schrammligen Gitarrenpops und guten deutschen Texten was Besonderes geschaffen haben. Vor allem der Sänger hat was besonderes an sich. Es würde mich freuen, wenn diese Platte ein Erfolg werden würde, u.a. auch für das besondere Label Staatsakt.
(06.03.2016)

Die Jahrescharts: Platz8im Musikexpress und Platz11 im Roadtracks-Magazin!

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Spidergawd: "III" (Crispin Glover, Feb. 2016)

Wenig Federlesen machen die norwegischen Heavy-Bluesrocker bei der Wahl des Titels für ihr drittes Album in drei Jahren. Erstaunlich ist, dass trotz der identischen Rhythmusgruppe (Bassmann Bent Saether und Drummer Kenneth Kapstad) die Band dabei überhaupt nicht wie Motorpsycho klingt. Das liegt natürlich auch daran, dass bei Spidergawd mit Per Borten ein anderer Gitarrist, Sänger und Songschreiber arbeitet. Und dann gibt es da noch diesen fiesen Baritonsaxofonisten ...
Wie immer gibt es ein tolles Cover und die CD liegt dem Album bei. Anders als bisher kann man jetzt aber die CD ohne Vinyl erwerben, denn aller drei Alben der Band sind jetzt, wohl aus pragmatischen Gründen, zusammen als CD-Box herausgekommen.
(20.02.2016)

Konzerthighlight: OBS 20, Beverungen, 15.05.2016.
Die Burschen wollte ich auf keinen Fall verpassen. Wie Rembert in seiner Ansage es richtig ausdrückte, hat es solch eine Wucht bisher auf der OBS-Bühne noch nicht gegeben. Auf Motorpsycho-Platten steht ja immer: "BENTISLOUDKENNETHISFASTANDSNAHISGOD". Bei Spidergawd ist Kenneth Kapstad sogar LOUD & FAST & GOD! Auch der Mann am gigantischen Baritonsaxofon kommt live richtig gut zur Geltung. Der Mann am Bass dagegen sah zwar aus wie eine etwas jüngere Ausgabe von Bent Saether - und da er seinen Bass zwar ebenso virtuos, aber rechtshändig bediente war er es eindeutig nicht selber. Bent ist laut meiner Internetrecherche zu hause in Norwegen geblieben und komponiert schon wieder für das nächste Motorpsycho-Album. Also alles gut!
(16.05.2016)

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Damien Jurado: "Visions Of Us On The Land" (Secretly Canadian, März 2016)
Ein wunderschönes Klappcover hat Damien Jurado seinem neuen Doppelalbum spendiert, das genauso wie seine beiden und ebenfalls wunderbaren Vorgänger , "Maraqopa" (2012) und "Brothers and Sisters of the Eternal Son" (2014), in Zusammenarbeit mit Multiinstrumentalist und Produzent Richard Swift entstanden ist.
(20.03.2016)
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Richmond Fontaine: "You Can't Go Back If There's Nothing To Go Back To" (Decor/El Cortez, März 2016)
Der Sänger, Songschreiber und Buchautor Willy Vlautin hat mit seiner Band schon einige Platten herausgebracht. Vor mehr als 10 Jahren hatte mir mal das Album "Post To Wire" sehr gut gefallen, dann verschwanden Richmond Fontaine leider von meinem Radar. Jetzt gibt es ein neues Album und das ist richtig gut - wenn man denn (so wie ich) staubtrockenen Singer/Songwriter-Folk-Country-Rock (auch Americana genannt) mag.
(28.05.2016)
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The Wood Bros: "Paradise" (Blue Rose, März 2016)
Die von mir 2015 beim OBS entdeckten Wood-Brüder haben ein neues Studioalbum draussen - leider "nur" beim süddeutschen Blue Rose-Label, wo selten mal ein Album auch auf Vinyl veröffentlicht wird - aber auch die schnöde CD enthält natürlich die allerbeste Musik, ist vielleicht sogar noch etwas rockender als zuvor. Als Gäste haben die Eheleute Susdan Tedeschi und Derek Trucks einen gastauftritt an Mikrophon bzw. Slidegitarre.
Ach ja - im Booklet wird ein gewisser Cameron J. Henry erwähnt, zuständig für das Vinyl Mastering. Hallo Firma Blue Rose - habt Ihr da (mal wieder) was verpasst?
(03.04.2016)
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Fraser Anderson: "Under The Cover Of Lightness" (Membran, April 2016)

Diesen schottischen Singer/Songwriter aus Bristol (?) habe ich gerade erst entdeckt, obwohl er anscheinend schon länger im Geschäft ist. Gute Songs hat er auf jeden Fall, stimmlich geht es manchmal in Richtung Nick Drake, mit schönem Kontrabass in der Danny Thompson-Tradition und einer Akustikgitarre, die an John Martyn erinnert. Dazu ein paar elektronische Experimente, die mich beim ersten Hören aber etwas ratlos lassen. Der Mann ist aber auf jeden Fall eine intensivere Beschäftigung wert!
(28.05.2016)

Der Mann ist wirklich interessant! "Under The Cover Of Lightness" ist bereits sein viertes Album und das zweite für das Hamburger Label Membran. Da auch "Little Glass Box", Album Numero 3, weiterhin zu einem erschwinglichen Preis erhältlich ist, habe ich es natürlich direkt geordert. Und da spielt dann sogar Danny Thompson leibhaftig mit!
(30.05.2016)

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Sam Beam & Jesca Hoop: "Love Letter For Fire" (Sub Pop, April 2016)
Iron & Wine-Chef Sam Beam hat zusammen mit der mir bislang unbekannten Sängerin Jesca Hoop bei dem legendären Sub Pop-Label aus Seattle diese schöne Folkplatte aufgenommen. Gute Stimmen und Songs der beiden Protagonisten, eine transparente Produktion durch Tucker Martine (der auch gerade bei den Jayhawks an dern Reglern saß!) und eine ausgezeichnete Band (u.a. mit Wilco-Trommler Glen Kotche und Bassist Sebastian Steinberg)
(29.05.2016)
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Terry Lee Hale: "Bound, Chained, Fettered" (Glitterhouse, April 2016)
Terry Lee Hale hat sein neues Album in Italien bei Antonio Gramentieri (Sacri Cuori, Hugo Race Fatalists) aufgenommen. Ist richtig gut geworden!
(29.05.2016)
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PJ Harvey: "The Hope Six Demolition Project" (Universal/Island, April 2016)
Ich habe mir zum ersten Mal seit vielen Jahren ein neues Album von Polly Jean Harvey gekauft - und ich weiß eigentlich gar nicht so richtig, warum jetzt und warum zuvor nicht. Auf jeden Fall ist das ein gutes Album - völlig unkommerziell und voll guter Ideen und in guter Umsetzung durch eine tolle Band (wie immer mit den kongenialen Multiinstrumentalisten Mick Harvey, John Parish und anderen).
(09.05.2016)

Die Jahrescharts: Platz6im Musikexpress und Platz11 im Rolling Stone!

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The Jayhawks: "Paging Mr. Proust" (Thirty Tigers/Sham, April 2016)
Auch die Jayhawks haben (mal wieder) ein Comeback. Vor ein paar Jahren gab es ja die Reunion der "Tomorrow The Green Grass"-Besetzung von 1995, plus Drummer Tim O'Reagen, der ja erst zum 97er-Album "Sound Of Lies", dem ersten Album ohne Mark Olson, Sänger und Gitarrist der ersten Stunde neben Gary Louris, an Bord kam. Für "Mockingbird Time" von 2011 war sogar Mark Olson wieder mit dabei war. Aber diese Besetzung hielt wieder nicht, wobei man über die Gründe von Olsons zweitem Abgang nur spekulieren kann (wenn man denn unbedingt will).
Auf jeden Fall haben Gary Louris, Bassist Marc Perlman, Tim O'Reagen und Pianistin Karen Grotberg ein wunderbares neues Album aufgenommen. Wie damals nach Olsons erstem Weggang ist auch jetzt der Folkanteil wieder geringer und der Popanteil größer geworden - aber eigentlich ist das egal, denn Louris hat auch ohne seinen alten Partner genug gute Songs geschrieben.
(09.05.2016)

Die Jahrescharts: Platz13 im Rolling Stone!

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Ebbot Lundberg & The Indigo Children: "For The Ages To Come" (Akashic, April 2016)
Soloalbum des ehemaligen Sängers von Union Carbide Production und den grandiosen The Soundtrack Of Our Lives. Knietief in den 70ern und etwas altersmilde vielleicht - aber das darf der Mann.
(28.05.2016)
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Graham Nash: "This Path Tonight" (Blue Castle, April 2016)
Das erste Soloalbum seit vielen, vielen Jahren, erschienen auf dem Label Blue Castle, dass er nach meinem Wissensstand zusammen mit David Crosby betreibt (dessen Album "Croz" erschien dort vor etwa 2 Jahren) und - wie das inzwischen viele gestandene Künstler machen müssen (bzw. es so lieber machen). In Kollaboration mit dem Ex-Lone-Justice-Gitarristen Shane Fontayne entstand ein unspektakuläres, aber eigentlich recht schönes Alterswerk, dass ich mir aber letztendlich nur gekauft habe, weil die limitierte, aber anscheinend nicht rare Record-Store-Day-Version (weißes Vinyl, Bonussingle mit einer auf eine Minute gekürzten Version von "Teach Your Children" und einem normal langen "Our House") kürzlich sehr günstig bei JPC gab. Inzwischen kostet das Teil dort auch wieder knapp 30 Oiro - verstehen muss ich das jetzt nicht!
(21.12.2016)
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Ben Watt: "Fever Dream" (Unmade Road, April 2016)
Für das dritte Soloalbum des ehemaligen Partners von Tracy Thorn bei Everything But The Girl musten wir nicht so lange warten. "Fever Dream" schließt nahtlos an "Hendra" an.
(09.05.2016)
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Mary Chapin Carpenter: "The Things That We Are Made Of" (Lambent Light, Mai 2016)
Lang, lang ist es her, da gehörte die amerikanische Sängerin und Songschreiberin neben Nanci Griffith und Lucinda Williams durchaus zu meinen Favoritinnen in diesem Bereich (z.B. beim ′92er Meisterwerk "Come On, Come On"). Dann wurde mir ihre Musik etwas zu "mainstreamig", aber jetzt bei ihrem abgehangenen und scheinbar nicht mehr auf den großen Erfolg abzielenden"Alterswerk" (OK - das ist etwas unhöflich gegenüber einer Lady!) bin ich gerne wieder ein Fan ...
(23.06.2016)
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Jack DeJohnette: "In Movement" (ECM, Mai 2016)
Der selber bereits als legendär einzuordnende Schlagzeuger und Pianist (!) im Trio mit zwei Söhnen von verstorbenen Legenden: Saxophonist Ravi Coltrane und Bassgitarrist Matt Garrison. DeJohnette hatte in jungen Jahren ja noch die Gelegenheit gehabt, mit den Vätern zu jammen: da werden John C. und Jimmy G. sicherlich sehr stolz von Wolke 9 herabblicken ...
(19.06.2014)
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Hugo Race Fatalists: "24 Hours To Nowhere" (Glitterhouse, Mai 2016)
Extrem fleissig ist zur Zeit der Australier Hugo Race, den ich ja gerade erst live beim OBS geniessen konnte. Sein neues Album entstand zusammen mit der mir bisher unbekannten italienischen Instrumentalband Sacri Cuori, die sich hier Fatalists nennen. Anders als beim Album "The Spirit" vom letzten Jahr, wo noch wie gewohnt der Blues dekonstruiert wurde, hat er beim neuen Album vor allem die Singer/Songwriter der späten 60er im Hinterkopf gehabt (u. a. Fred Neil und Tim Hardin). Letzterer wird sogar durch eine schöne Coverversion gewürdigt!) und sich bei den neuen Liedern meist auf der Akustikgitarre begleitet. Das Ergebnis ist etwas zugänglicher als gewohnt, aber (trotzdem?) großartig und nicht nur für die Hardcore-Fans des Mannes geniessbar.
(29.05.2016)
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Konzerthighlight: OBS 20, Beverungen, 13.05.2016.

Terry Reid: "The Other Side Of The River" (Light In The Attic/Future Days Recordings, Mai 2016)
Outtakes und Alernativversionen von Terrys grandiosem Album "River" von 1973. Muss ich natürlich haben!
(05.06.2016)
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Sophia: "As We Make Our Way (Unknown Harbours)" (Flowershop Recordings, Mai 2016)
Es sind schon einige Jahre seit dem letzten Album der Band vergangen ("There Are No Goodbyes" von 2009), sodass ich sogar etwas überrascht war, als ich es vor kurzem das neue Album entdeckt habe.
Der Kommentator aus dem Glitterhaus schießt etwas über′s Ziel hinaus (huch - das reimt sich ja!): Die ganzen Vergleiche (Neil Young, Robert Forster, Lloyd Cole, etc. bitte selber unter dem "Aufklappen"-Link nachlesen!) sind aus meiner Sicht doch etwas übertrieben - und auch gar nicht notwendig, denn die Musik von Sophia ist völlig eigenständig. Ausserdem war Mastermind Robin Proper-Sheppards "nur" für Gesang, Gitarre, Keyboards und Kompositionen zuständig und hat somit nicht alles bis auf das Schlagzeug selber gemacht: es gibt neben Trommler Jeff Townsin mit Sander Verstraete auch einen festen Bassisten und eine ganze Reihe von Gastmusikern zu hören.
(23.06.2016)
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Brokof: "Cool Fame" (Goldrausch, Juni 2016)
Das Vollalbum nach dem Appetithappen "Eviction Notice" vom vergangenen Herbst ist endlich da, wenn auch leider nur auf CD - aber die kommt zumindest in einem sehr schönen Pappcover, sodass ich das Fehlen des "Schwarzen Goldes" wohl verschmerzen kann.
Der erste Höreindruck: die Platte ist (noch) besser als erwartet. Die drei bereits auf der letztjährigen EP veröffentlichten Lieder gehören sogar nicht unbedingt zu den Highlights des Albums. Zwei Adjektive sollen hier erst einmal als Beschreibung ausreichen: unspektakulär und perfekt.
(12.06.2016)
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Laura Gibson: "Empire Builder" (City Slang, Juni 2016)
Sehr schön ... aber auch etwas sperrig. Mag ich trotzdem (?) sehr.
(31.07.2016)
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Die Jahrescharts: Platz20 im Rolling Stone und Platz5 im Roadtracks-Magazin!

The Chris Robinson Brotherhood: "Anyway You Love, We Know How You Feel" (Silver Arrow, Juni 2016)
Man sagt ja, dass sich Hund und Herrchen im Laufe der Jahre immer ähnlicher sehen. Vielleicht gilt das ja auch für die Mitglieder von Hippiebands untereinander ...
Sch(m)erz beiseite, denn auch das vierte Album des Ex-Sängers der Black Crows, zusammen mit Gitarrenmeister Neal Casal, ist klasse geworden.
(06.08.2016)
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"Der Spielmacher" (Caroline/Staatsakt, Juni 2016)

Ein Musical über Fussball (also ein sog. "Fussical")- eigentlich brauche ich so etwas nicht. Aber wenn dahinter die gesamte Bagage vom Staatsakt-Label steckt, also Die Türen (bzw. Der Mann), Andreas Spechtl (Ja Panik) und andere, dann muss ich da natürlich hinhören ...
(02.07.2016)

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"Chaim Tannenbaum" (Storysound, Juni 2016)
Das Solodebüt des kanadischen Multiinstrumentalisten im Rentenalter, der als Begleiter immer wieder auf Platten und bei Konzerten des McGarrigle/Wainwright-Clans in Erscheinung tritt! Im Unterschied zu seinen Freunden hat er die Musik bisher nur als Hobby betrieben und war stattdessen Philosophieprofessor.
(02.07.2016)
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The Transmissionary Six: "Selected Songs/2002-2012" (SKOK, Juni 2016)
Zum erste Mal auf Vinyl: das Beste von den (Ex?)-Walkabouts und/oder Ex-Willard Grant Conspiracy-Musikern Terry Moeller und Paul Austin - zumindest nach Meinung von Ex-Kollege Chris Eckman, der hier für die Liedauswahl zuständig war. Aber eigentlich haben die beiden nur gute Lieder aufgenommen.
(23.06.2016)
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Chantal Acda: "Live In Münster" (Glitterhouse, Aug. 2016)

Chantal Acda mit der Band , die in dieser Besetzung auch auf dem OBS zu sehen war (also auch mt dem tollen Tubaspieler!), live vom 6. April aus der beschaulichen Westfalenmetropole. Die CD gibt es nur über Mailorder aus dem Glitzerhaus.
(28.08.2016)

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Dinosaur Jr.: "Give A Glimpse Of What Yer Not" (Jagjaguwar, Aug. 2016)
Dinosaur Jr. sind für mich eine Soundband und keine Songband. Die Texte, die J Mascis da nuschelt, sind kaum zu verstehen und wahrscheinlich auch nicht besonders tiefschürfend. Auch die Akkordfolgen kennt man im Grunde alle. Trotzdem ist das ein tolles Album, denn J Mascis ist eben ein Wahnsinnsgitarrist.
(27.08.2016)
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Andrea Schroeder: "Void" (Glitterhouse, Aug. 2016)
Das dritte Album der Sängerin aus Berlin hätte ich hier fast vergessen zu erwähnen. Leider gefällt es mir nicht so gut wie die ersten beiden Alben, da es mir fast schon ein wenig zu perfekt geraten scheint. Trotzdem ist es ein gutes Album.
(21.01.2017)

Die Jahrescharts: Platz14 im Roadtracks-Magazin!

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Alien Ensemble: "2" (Alien Translator, Sept. 2016)

Alien Ensemble ist ein Nebenprojekt des Notwist-Bassisten Micha Acher, der hier aber auf seinem eigentlichen Hauptinstrument, der Trompete, zu hören ist. Unterstützt wird er dabei von zwei weiteren Notwist-Mitstreitern (Trommler Andi Haberl und Vibraphonist Karl Ivar Refseth), die ausserdem auch Mitglieder vom Andromeda Mega Express Orchestra sind, bei denen auch Flötist Oliver Roth mitmischt. Bassklarinettist Stefan Schreiber war zumindest schon mal als Gastmusiker von Notwist zu hören. Nur Posaunist Mathias Götz und Bassist Matthias Pichler habe ich noch in keiner der genannten Besetzungslisten gefunden. Das zweite Album der Band bietet wieder diese schöne Instrumentalmusik, irgendwo zwischen Jazz mit Schwerpunkt auf Bläsern, aber noch nicht Bigband, und instrumentaler Rockmusik. Assoziationen zu Filmmusik sind auch passend. Die Platte wurde übrigenz bei einem Auftritt der Band mitgeschnitten, klingt (trotzdem?) toll und verzichtet auf (störende) Live-Atmosphäre.
(08.02.2017)

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Devendra Banhart: "Ape In Pink Marble " (Nonesuch, Sept. 2016)
Zwar schon im September erschienen, aber jetzt erst auf Vinyl verfügbar ...
(26.11.2016)
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Jakob Bro: "Streams" (ECM, Sept. 2016)
"Streams" knüpft nahtlos an den Vorgänger "Gefion" an, am Schlagzeug saß dieses mal Joey Baron.
(31.12.2016)
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Nick Cave & The Bad Seeds: "Skeleton Tree" (Kobalt/Bad Seed, Sept. 2016)

Beim Schmökern im Musikexpress habe ich beschlossen, dieser Platte nochmal ein Ohr zu leihen ...
(16.12.2016)

Ein Meisterwerk? Eines der besten Alben von Nick Cave? Also ich weiß nicht so recht ... zu den Texten kann ich zwar noch nichts Substantielles sagen, aber mir fehlen auf jeden Fall die großen Melodien der großen Alben aus seiner Frühphase. Außerdem fehlen mir ganz banal: GITARREN! Alles außer Bass, Schlagwerk und Klavier wird bei den Bad Seeds ja inzwischen von dem kreativen und sicherlich virtuosen Multiinstrumentalisten Warren Ellis erledigt, der aber eher auf Geige und Loops setzt. Ich bin jetzt mal sehr altmodisch und konservativ und sage: mir fehlen die Beiträge von Blixa Bargeld und Mick Harvey an den sechs Saiten, von mir aus auch die von Hugo Race, Kid Congo Powers (eigentlich vom Gun Club) oder James Johnston (eigentlich Bandleader von Gallon Drunk), die alle mal zu den Bad Seeds gehört haben.
(21.12.2016)

Die Jahrescharts: Platz2im Musikexpress und Platz5 im Rolling Stone und nur Platz20 im Roadtracks-Magazin!

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Dawes: "We're All Gonna Die" (HUB, Sept. 2016)
Kaum mehr als ein Jahr ist seit "All Your Favorite Bands" vergangen - und schon gibt es was neues von der Band um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Taylor Goldsmith. Respekt!
(05.10.2016)

Die Jahrescharts: Platz12 im Rolling Stone!

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The Monochrome Set: "Cosmonaut" (Tapete, Sept. 2015)
Die beste englische Gitarrenband mit einem neuen Meisterwerk? Schon möglich ...
(28.09.2016)
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Sorry Gilberto: "Twisted Animals" (Solaris Empire, Sept. 2016)
Ein neues Album vom Berliner Duo, bestehend aus Jakob Dobers und Anne von Keller, die neben ihren Stimmen meistens wenig mehr als eine Gitarre und einen Bass bzw. eine kleine Orgel brauchen, um ihre Songperlen zu gestalten. Sehr charmant und angenehm "Lo-Fi" in unseren modernen und hektischen Zeiten.
(29.12.2016)
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Teenage Fanclub: "Here" (PeMa, Sept. 2016)
Die beste schottische Gitarrenband mit einem neuen Meisterwerk? Schon möglich ...
(28.09.2016)
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Van Der Graaf Generator: "Do Not Disturb" (Cherry Red/Esoteric Antenna, Sept. 2016)
Van Der Graaf habe ich immer gemocht, auch wenn sie in den letzten Jahren keine besondere Rolle bei mir gespielt haben. Die neueren Alben der Band wurden mir zwar von ein paar Freunden "nahegelegt", z.B. das Album "Trisector", aber die Musik hatte mich nicht wirklich begeistert. "Do Not Disturb" ging deshalb im letzten Jahr sogar komplett an mir vorbei. Ich bin wohl einer jener unflexiblen Altfans, welche die zum Trio geschrumpfte Band nach dem Ausstieg von Saxofonist David Jackson nicht mehr so toll finden.
Als ich mir dann vor kurzem endlich "H To He Who Am The Only One", den Klassiker der Band von 1970 zu einem moderaten Preis auf Vinyl zugelegen konnte, um meine schnöde CD endlich auszusortieren, ausserdem Kollege Heino Walter auf CDStarts in seiner Jahresrückschau von dem Album schwärmte, habe ich es mir doch noch einmal angehört und dann sogar auf Vinyl angeschafft- und bin jetzt hocherfreut über diese Entscheidung! Anscheinend ist das wirklich das beste Album der Band seit den glorreichen alten Tagen! Aus der Zeit gefallener, zeitloser Progrock, ganz ohne Pathos und ohne Bombast.
(29.01.2017)
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Wilco: "Schmilco" (Anti/dBpm, Sept. 2016)
Stilistisch und qualitativ irgendwo zwischen den Meisterwerken der Vergangenheit (z.B. "Yankee Hotel Foxtrot"), dem leicht schrägen Wegwerfalbum vom letzten Jahr ("Star Wars") und Tweedys Vater-Sohn-Album, das mich dann doch nicht so richtig packte. Ob mir Schmilco jetzt gefällt? Da muss ich noch in mich gehen ...
(10.09.2016)

Die Jahrescharts: Platz4 im Rolling Stone und Platz18 im Roadtracks-Magazin!

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Cliff Barnes And The Fear Of Winning: "World2Hot" (Timezone, Okt. 2016)
Völlig überraschend für mich: eine neue CD von Quakenbrücks, höchstwahrscheinlich Osnabrücks, wenn nicht sogar Deutschlands bester Americana-Band!
(26.11.2016)
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Leonard Cohen: "You Want It Darker" (Sony/Columbia, Okt. 2016)
Für Cohens letztes Album habe ich mich schon vor seinem Tod interessiert: man konnte nämlich lesen, dass der Klang wieder altmodischer wäre. Die letzten Alben, meist nur mit Keyboardbegleitung, fand ich doch ziemlich schrecklich. "You Want It Darker" habe ich mir also wieder angehört und finde es auch gut, aber eben doch nicht in der Klasse des Frühwerks. Gutes Album, aber wohl kein Meisterwerk, wie es kürzlich in Nachrufen immer wieder zu lesen war.
(21.12.2016)

Die Jahrescharts: Platz2 im Rolling Stone, sogar Platz1 im Roadtracks-Magazin - aber was ist mit dem Musikexpress?

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David Crosby: "Lighthouse" (Verve, Okt. 2016)
Die alten Kumpels Crosby und Nash haben sich, wie man erfahren konnte, nach langen Jahren der Freundschaft und Partnerschaft so sehr verkracht, wie das sonst immer nur Stills und Young geschafft haben, sodass Crosbys neues Album nicht beim gemeinsamen Label Blue Castle herausgekommen ist. Oder hat die "Industrie" (Verve gehört ja schließlich zu Universal!) plötzlich die Idee entwickelt, dass man mit alten Männern doch noch Geld verdienen kann? Keine Ahnung!
Auf jeden Fall ist ist die neue Platte sehr schön, was nicht zuletzt an seinem Kollaborateur Michael League liegt, im Hauptberuf Bassist, Komponist und Leader der Jazzrock-Big-Band Snarky Puppy (die sind viel übrigenz viel besser als ihr Name klingt!).
(21.12.2016)
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Embryo: "It Do" (Trikont, Okt. 2016)
Rock'n'Roll ist inzwischen ein Mehrgenerationenprojekt (siehe auch Man) ... OK, Embryo sind vielleicht nicht wirklich Rock'n'Roll, aber mit Bandgründer Christian Burchardt und seiner Tochter Marja Burchardt stehen zwei Generationen auf der Bühne ...
(06.12.2016)
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Conor Oberst: "Ruminations" (Nonesuch, Okt. 2016)

Conor Oberst alleine mit Gitarre, Klavier und Mundharmonika: etwas anstrengend, aber doch gut ...

Die Jahrescharts: Platz18 im Rolling Stone!

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"Son Of Man" (Cherry Red/Esoteric Antenna, Okt. 2016)
... auch bei Man ist der Generationswechsel im Gange: dort spielt Martin Ace zusammen mit seinem Sohn Josh Ace. Für eine Zeit lang war auch George Jones, der Sohn des leider inzwischen verstorbenen Man-Gitarristen Mickey Jones dabei (auf dem 07er Album "Diamonds & Coal"), hat aber während der Produktion des Nachfolgers "Kingdom Of Noise" die Band zusammen mit Drummer Bob Richards (im Streit?) verlassen.
"Son Of Man" entstanden ursprünglich als loses Projekt für Gedenkkonzerte zum Tode seines Vaters, inzwischen hat sich daraus aber eine richtige Band mit eigenem Songmaterial und neuer CD entwickelt. Es mag jetzt jeder für sich entscheiden, wer die "wahren Man" sind, aber eigentlich ist das egal und ich freue mich nur über eine weitere, schöne Platte ...
(06.12.2016)
James Johnston: "The Starless Room" (Clouds Hill, Nov. 2016)

Der Sänger, Gitarrist und Keyboarder der durch krachigen Bluesrock (im Beefheart'schem Sinne) einem Insiderpublikum bekannten englischen Band Gallon Drunk mit senem ersten (?) Soloalbum, auf dem er seine ruhige, schöne Seite auslebt. Die Lieder hätten wohl nicht zu seiner Stammband gepasst. Sehr schön. Aber Gallon Drunk-Musik mag ich natürlich auch.
(08.02.2017)

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The Chris Robinson Brotherhood: "If You Lived Here, You Would Be Home By Now" (Silver Arrow, Nov. 2016)
Der Nachschlag zum Album "Anyway You Love, We Know How You Feel" ist zwar offiziell nur eine EP, kommt aber trotzdem auf knapp 30 Minuten Länge.
Insgesamt ist die Platte etwas ruhiger angelegt als der Vorgänger: statt heftig zu rocken gibt es hier Country-Rock im Grateful Dead-Stil von American Beauty und sogar eine fernöstlich angehauchte Jam mit Sitarklängen. Sehr gelungen das Ganze.
(11.01.2017)
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Maria Taylor: "In The Next Life" (Grand Hotel van Cleef, Dez. 2016)
Ich habe die bisherige Karriere der ehemaligen Sängerin von Azure Ray nur am Rande verfolgt, deshalb weiß ich auch nicht, um das wievielte Soloalbum es sich bei "In The Next Life" handelt. Es ist auf jeden Fall das erste beim Hamburger Label von Thees Uhlmann und Markus Wiebusch (Kettcar). Bei der Musik handelt es sich um nicht besonders innovativen Folkrock (oder Countryrock?), was aber durchaus nach meinem Geschmack ist. Außerdem schreibt Maria Taylor einfach gute Lieder.
(29.12.2016)
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Geht so …

Teddy Thompson & Kelly Jones: "Little Windows" (Cooking Vinyl, April 2016)

Der Sohn von Richard & Linda Thompson hat jetzt, so wie zuvor auch seine Schwester Kami Thompson (The Rails) eine Platte mit Männlein/Weiblein-Gesangsduetten gemacht, allerdings deutlich näher dran an Nashville als seine Schwester, was vielleicht am Einfluss der Gesangspartnerin Kelly Jones liegt - aber auch seine letzte Soloplatte klang ja schon schwer nach "Nashville".
"Little Windows" ist eine nette, altmodische Platte, zu der mir als Vergleich am ehesten noch die Everly Brothers und eventuell Gram Parsons & Emmylou Harris einfallen.
(03.04.2016)

Zu sehr Nashville, zu sehr Kitsch, zuviel 5Ts-Twang für meine Ohren. Deshalb ist das Album jetzt auch erstmal in der Kiste der kleineren Enttäuschungen gelandet.
(10.08.2016)

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The Low Anthem: "Eyeland" (Razor & Tie/Washington Square, Juni 2016)

Manche Künstler - wie auch The Low Anthem - haben bei mir soviel Kredit, dass ich ein neues Album ungehört kaufe. Leider wechseln sich auf dem neuen Werk der Band, die uns erst vor wenigen Jahren das grandiose "Oh My God, Charlie Darwin" geschenkt hat, wunderschöne und auch schräge Songperlen mit reinen Klangexperimenten ab, die man durchaus als Krach bezeichnen kann. Bei den Einstürzenden Neubauten oder Godspeed You! Black Emperor schätze ich das sehr, aber hier - ich weiß nicht so recht ...
(23.06.2016)

Mit dieser Einordung habe ich mich schwer getan, denn erstmals ist es kein altverdienter Rockstar wie Neil Young, von dem ich da enttäuscht bin, sondern eine "hippe Indie-Band", aber ich kann in der Tat mit dem neuen Album nichts anfangen. Wenigstens nicht im Moment.
(10.08.2016)

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Warpaint: "Heads Up" (Rough Trade, Sept. 2016)

Die Musik der Mädelz fand ich mal sehr charmant in ihrer 80er-Stimmung, irgendwo zwischen den Bangles (der Gesang) und The Cure (die Gitarren und der Rhythmus). Beim neuen Album gibt es für mich als alten Sack und meinen Geschmack aber zuviel Drumcomputer und zuviel Keyboards - also eher New Order als Joy Division. Wenigstens habe ich beim Durchhören meiner CD-Kopie (der Kauf des Vinyls kam für mich wegen mangelnder Begeisterung nicht in Frage) keine AutoTune-Nervereien entdeckt. Und den meisten Leuten scheint's ja zu gefallen, also ist alles gut und wohl eher mein Problem.
(05.01.2017)

Die Jahrescharts: Platz45im Musikexpress!

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Die Auto-Tune Überdosis …

Bon Iver: "22, A Million" (Jagjaguwar, Sept. 2016)

Tatsächlich auf Platz 1 in den Jahrescharts des Musikexpress: also habe ich noch einmal reingehört in das neue Werk von Justin Vernon, aber ich habe nach wie vor große Probleme, diese Verfremdungen auf der Gesangsstimme zu geniessen. Aber wahrscheinlich bin ich bloss nicht aufgeschlossen genug gegenüber der modernen Welt ...
(17.12.2016)

Trotz Platz19 im Rolling Stone: das ist weiterhin nichts für mich!
(21.12.2016)

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Lambchop: "FLOTUS" (City Slang/Merge, Nov. 2016)

Kurt Wagners gehört mit seiner Band Lambchop zu den Künstlern, von denen ich mir neue Alben ungehört kaufe. Jetzt muss man zu FLOTUS aber folgendes wissen: die Country-Elemente sind aus der Musik vollständig verschwunden (was ich nicht ganz so schlimm finde) und teilweise durch Computerklänge (Trip-Hop?) ersetzt worden, was mich schon eher stört. Ausserdem finde ich die dabei oft eingesetzte elektronische Verfremdung von Wagners Stimme mit Autotune leider total furchtbar. Aber trotzdem hat die Platte was - vielleicht mag ich sie sogar! Da muss ich wohl noch mal drüber nachdenken ...
(11.11.2016)

Das zwölfminütige Eröffnungslied "In Care Of 8765309" gefällt mir trotz der Stimmverfremdungen ganz gut. Das abschliessende, 18minütige (fast instrumentale) "The Hustle" ist so etwas wie eine Verquickung von Lambchop und - sagen wir mal mangels besseren Wissens - Massive Attack (oder Talk Talk wegen der Holzbläser?). Eigentlich ist die gesamte instrumentelle Begleitung gut (so wie immer bei Lampschop!), was natürlich neben dem tollen Sound der Platte an den tollen Musikern liegt, von denen ich besonders Bassist Matt Swanson und Pianist Tony Crow hervorheben möchte. Aber der Rest der Platte überfordert mich doch ein wenig. Und ist vielleicht doch eher was für hippe Techno-Fans.
(12.11.2016)

Ich habe jetzt lange mit mir gerungen: leider machen die Verfremdungseffekte auf Wagners Stimme "FLOTUS" nahezu unhörbar für mich, so innovativ die Platte ansonsten auch sein mag, weshalb ich sie jetzt auch, mit Wohlwollen, nur in der Rubrik "Geht So ..." unterbringen kann!
(24.11.2016)

Da neben Kurt Wagner auch Justin Vernon (Bon Iver) dieses Computerprogramm für sich entdeckt hat gibt es jetzt für beide eine eigene Rubrik!
(17.12.2016)

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Erstellt: 17.01.2016 Letzte Aktualisierung: 09.04.2017 10:50 3194 Besucher seit dem 17.01.2016
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