Louise präsentiert: Brazil 

Zurück Brasil! Unten

Meine neuste Entdeckung aus Brasilien ist das Trio "+2", bestehend aus Moreno Veloso, Alexandre Kassin und Domenico Lancelotti, die drei wunderbare Alben herausgebracht haben, jeweils unter der "Führerschaft " von einem der drei, also als Moreno+2, Domenico+2 und Kassin+2.
(22.02.2015)

Frisch ausgepackt

Celso Fonseca: "Natural" (Zinguiboom, Juni 2004)
Dieser Sänger und Gitarristen war mir zwar schon mal als Begleiter von Bebel Gilberto, Gilberto Gil und Milton Nascimento untergekommen, aber ich habe ihn erst kürzlich als Solokünstler entdeckt. "Natural" ist wohl seine erste Veröffentlichung für den internationalen Markt und zeichnet sich durch eine sehr gelungene Verbindung von Alt (Bossa Nova) und Neu (Elektronik) aus. Normalerweise schreckt mich der Hinweis "Programming" in der Besetzungsliste einer Platte ab. Hier wird das Computerschlagzeug aber perfekt mit dem traditionellen Bossa-Nova-Instrumentarium (Akustikgitarre, Kontrabass, Querflöte, Perkussion) zusammengeführt. Perfekt.
(15.08.2017)
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auch interessant ...

Vinicius Cantuaria: "Vinicius canta Antonio Carlos Jobim" (Song X Jazz, 2015)
Der Titel sagt eigentlich alles ...
(02.07.2016)
Moreno Veloso: "Coisa Boa" (Luaka Bop, Okt. 2014)
Der Sohn von Caetano Veloso mit seinem ersten "echten" Soloalbum auf dem Label von David Byrne, nachdem er zuvor mit der Band "+2" (Bassist Alexandre Kassin und Schlagzeuger Domenico Lancelloti) drei Alben veröffentlicht hatte, jeweils unter dem Namen eines der drei Beteiligten (Moreno +2, Domenico +2 und Kassin +2).
(12.12.2014)
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Rodrigo Amarante: "Cavalo" (Easy Sound, Mai 2014)
Rodrigo Amarante war mal bei der brasilianischen Rockband Los Hermanos, ging dann in die USA, spielte dort mit Strokes-Drummer Fabrizio Moretti und Binky Shapiro unter dem Bandnamen Little Joy ein Album ein und war als Begleiter von Devendra Banhart unterwegs. Dies ist, soweit ich weiß, sein Solodebüt, aufgenommen in seiner neuen Wahlheimat. Die Coverabbildung ist übrigenz kein Irrtum: das ist einfach das, was man sonst auf der Innenhülle einer Platte findet. Das Optische kann man mögen ... das Musikalische muß man lieben, denn es bringt völlig eigenständig das Beste aus Brasilien und Indie-Folk zusammen.
(15.06.2014)
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Os Mutantes: "Fool Metal Jack" (Krian, April 2013)
Bereits das zweite Studioalbum der legendären brasilianischen Band nach dem Live-Comeback von 2007. Sicherlich ein blödes Wortspiel im Titel und gewöhnungsbedürftiges Cover, aber mit toller Musik, irgendwo zwischen Progrock, Hardrock und brasilianischer Leichtigkeit. Erstmalig (bis auf eine Ausnahme, dem Gilberto Gil-Cover "Eu Descobri") wird auf Englisch gesungen, was mir aber völlig egal ist. Sergio Dias ist ein wahrer Meister an der Gitarre, der es hier auf intelligente Art und Weise krachen lässt.
Leider ist aber nicht ganz klar, wem dieser Album gefallen wird bzw. gefallen soll: traditionelle Bossa-Fans werden durch heftige Gitarrenattacken und vielleicht auch durch die englischen Texte verschreckt. Den aufrechten Hardrockfans ist das aber wohl insgesamt nicht krachig genug. Da bleiben nur die Progrockfans. Und ich.
(09.06.2013)
Domenico: "Cine Prive" (Plug Research, Nov. 2012)
Ein schweres 1o-Zoll-Doppelalbum des brasilianischen Trommlers Domenico Lancelloti, Partner von Moreno Veloso und Alexandre Kassin im Trio "+2".
(08.02.2015)
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Caetano Veloso: "Abraçaço" (Universal, 2012 * Feb. 2013)
Der Meister der brasilianischen Musik hat es mit über 70 Lenzen nicht mehr nötig, Erwartungen der Kundschaft zu erfüllen (hatte er das je?). Auf "Abraçaço" wird richtig gerockt, zwar nicht mit fetten Gitarrenwänden wie bei Hardrockern, sondern eher mit frickeligen Sachen wie bei Indie-Rockern. Verantwortlich dafür ist die junge (?) brasilianische Rockband Bandacê. Meist hört man nur, fast schon spartanisch, die 4 Instrumente der Beiteiligten (E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und gelegentliche Keyboards der drei "Jungspunde" und Caetanos Akustikgitarre). Selten klingt's nach gewohntem Bossa Nova. (Und trotzdem?) Sehr gut. Produziert von seinem Sohn Moreno.
(16.04.2013)
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Kassin: "Sonhando Devagar" (CD: Coqueiro Verde, 2011 * Vinyl: 20|20|20, Nov. 2013)
Der Bassist und Produzent Alexandre Kassin war mir bereits als Partner von Moreno Veloso in der Band "+2" bekannt. Sein Solodebüt verbindet auf grandiose Weise Indierock, Funk und Brasilien. Die Veröffentlichung auf Vinyl stammt übrigenz vom Label von Damon & Naomi!
(04.01.2015)
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Marcos Valle: "Estatica" (Far Out, Sept. 2010)
"Estatica" gab's letztens als Vinylausgabe für relativ wenig Geld beim Online-Händler meines Vertrauens und hält mindestens den Standard von "Escape", ist vielleicht sogar noch besser. Witzig sind besonders drei Keyboard-Instrumentalstücke, die "1975", "1985" und "1995" heissen und offensichtlich den typischen (Keyboard-)Sound des jeweiligen Jahrzehnts einfangen sollen. Alle drei sind gelungen, aber am besten gefällt mir als altem Sack natürlich "1975". Mit dabei als Gast an der Gitarre ist Marcelo Camelo von Los Hermanos, von denen man leider schon lange nichts mehr vernommen hat.
(03.02.2013)
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Os Mutantes: "Haih ... Or Amortecedor" (Anti, Nov. 2009)

Zwar gibt es vom Londoner Reunionkonzert 2006 eine wunderbare DVD inklusive Audio-CD, aber eine WIRKLICH NEUES Mutantes-Album mit NEUEN LIEDERN ist dann doch sehr überraschend - und eine große Freude! Mehr dazu demnächst ...
(08.12.2009)

Von der Besetzung des Livealbums von 2006 sind fast alle Musiker noch an Bord - es fehlen lediglich der Keyboarder Arnaldo Baptista, Gründungsmitglied und Bruder von Gitarrist Sergio Dias, sowie die Sängerin Zelia Duncan, Nachfolgerin der ursprünglichen Sängerin Rita Lee. Als neue Leadsängerin ist Bia Mendes dabei. Die meisten Lieder hat Sergio Dias zusammen mit dem legendären brasilianischen Singer/Songwriter Tom Zé geschrieben, zwei Titel stammen von niemand geringerem als Jorge Ben, dazu kommen mehrere Stücke von Vitor Trida, dem Multiinstrumentalisten der Band (Gitarre, Keyboards, Flöte, Klarinette, Geige und Cello!). Insgesamt ist das eine opulente, spannende und sehr lebendige Platte von einer Band, der man es nicht anhören kann, dass es sie (mit Unterbrechungen) nun schon ungefähr 40 Jahre gibt - zumindest Sergio Dias und Trommler Dinho Leme sind schon so lange dabei. Unbedingt selber anhören!
(21.12.2009)

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Céu: "Vagarosa" (Six Degrees/Urban Jungle, Okt. 2009)
Das zweite Album dieser fantastischen brasilianischen Sängerin knüpft nahtlos an das titellose Debüt von 2006 an: mit Bossa-, Jazz und Rock-Gitarren, Computerklängen, alten Analog-Keyboards (VIEL MELLOTRON!!!) und vor allem ihrem wunderbaren Gesang. Man kann das übrigenz auch geniessen, wenn man kein Wort Portugiesisch versteht!
(06.11.2009)
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Bebel Gilberto: "All In One" (Verve, Sept. 2009)
Irgendwie kommt mir das Cover vom neuen Album der Tochter von Joao Gilberto bekannt vor ... Genau, es erinnert irgendwie an "Beach Samba" von Joaos Ex-Frau Astrud Gilberto. Keine Ahnung, was ich davon halten soll.
(19.11.2009)
Luciana Souza: "Tide" (Verve, April 2009)
Soundtechnisch, qualitativ und stilistisch weicht das neue Album von Luciana Souza nicht vom Vorgänger "The New Bossa Nova" von 2007 ab. Allerdings verzichtet sie inzwischen weitestgehend auf Fremdmaterial bekannter Autoren und hat die Songs fast alle mit Ehemann, Produzent und Bassist Larry Klein geschrieben. Eine kleine, feine CD.
(19.11.2009)
Milton Nascimento & Jobim Trio: "Novas Bossas" (EMI, Juni 2008)
Ein weiteres Album, das den 50. Geburtstag von der Bossa Nova feiert: wer kann das besser als Milton Nascimento, zusammen mit dem Jobim Trio, das aus dem Sohn (Gitarrist Paulo Jobim) und dem Enkel (Pianist Daniel Jobim) von Antonio Carlos Jobim, sowie Schlagzeuglegende Paulo Braga besteht? Akustische Bossa Nova mit starken Jazzakzenten auf allerhöchstem Niveau und mit den allerbesten Songs. Wenig überraschend stammen 8 von 14 Liedern vom Meister Antonio Carlos Jobim, aber es sind eher unbekannte und unverbrauchte Sachen, vielleicht mit der Ausnahme von "Chega De Sausade", dem ersten Bossa-"Hit" von Joao Gilberto von 1958. Dazu kommen weitere gute Lieder von Nascimento (u. a. vom legendären Album "Clube Da Esquina" von 1972)
(04.11.2008)
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Vanessa da Mata: "Sim" (Megaphon, März 2008)
Die Sängerin Maria da Mata fiel mir zum ersten Mal auf der Bossa Nova-Platte von Till Brönner auf. Auf ihrem eigenen Album geht es aber wesentlich moderner zur Sache - auch nicht schlecht!
(06.11.2009)
Luciana Souza: "The New Bossa Nova" (Verve, Juli 2007)
Die erste Anschaffung als Nachwirkung auf die neue Till Brönner-CD: Luciana Souza ist Brasilianerin und legt hiermit ihr erstes englisch gesungenes Album vor. Es ist auch kein reines Bossa-Nova-Album, sondern liegt genauso wie "Rio" von Till Brönner im Spannungsfeld von Jazz / Pop / Brasilien. Die Lieder selber sind meist nicht ganz so bekannt, stammen aber fast alle von den besten Songschreibern der "etwas gesetzteren Generation": Leonard Cohen, Randy Newman, James Taylor (der sogar bei seinem "Never Die Young" mitsingt), Brian Wilson (das göttliche "God Only Knows" von Pet Sounds!), Joni Mitchell, Steely Dan und Sting. Nur eine Nummer von Elliot Smith passt da generationstechnisch nicht so ganz hinein, fällt aber nicht unangenehm auf. Insgesamt eine sehr schöne CD von einer großen Sängerin, die ich bis vor kurzem noch gar nicht kannte!
(03.10.2008)
Os Mutantes: "Mutantes Live: Barbican Theatre, London, 2006" (Luaka Bop, Juli 2007)
Brasiliens beste Rockband kehrte nach über 30 Jahren auf die Bühne zurück und spielte im Londoner Konzertsaal "Barbican Theatre" ein grandioses Konzert, das hier auf CD und DVD vorliegt. Ich habe in den letzten Jahren kaum eine Konzert-DVD gesehen, die mich ähnlich begeistert hat. Übrigenz eine sehr günstige Zufallsentdeckung aus der Grabbelkiste im 2nd-Hand-Shop. Da strahlt der Schatzsucher in mir.
(27.09.2008)
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Kassin+2: "Futurismo" (Luaka Bop, 2007)
Als dritter Teil der "+2"-Trilogie hier nun die Platte des Bassisten, Gitarristen und Produzenten Alexandre Kassin, unterstützt natürlich von seinen Partnern Moreno Veloso und Domenico Lancelotti, sowie zahlreichen weiteren Musikern. Am Ende der CD gibt es noch drei zusätzliche (?) Lieder, die zusammen mit John McEntire von Tortoise und Sean O'Hagen von den High Llamas aufgenommen wurden. Das sind natürlich erstklassige Referenzen und können durch das Ergebnis klar bestätigt werden.
(22.02.2015)
"Céu" (Six Degree/Urban Jungle, 2006)
Diese junge Dame liefert uns eine wunderbare Mischung aus Samba, Reggae, Bossa und Pop. Akustische Klänge vereint mit Computerbeats, dazu klasse Bläsersätze. Bob Marleys "Concrete Jungle" wird überzeugend gecovert.
(13.02.2009)
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Cibelle: "The Shine of Dried Electric Leaves" (Crammed Discs/Ziriguiboom, 2006)
Endlich habe ich auch Cibelles zweites Album zu Hause. Es macht beim ersten Hören einen ziemlich komplexen Eindruck und ich werde wohl noch einen Moment brauchen, um hier was Tiefschürfendes zu sagen. Ach ja - Devendra Banhart ist tatsächlich dabei und singt zusammen mit Cibelle sehr schön "London, London", einen Klassiker von Caetano Veloso.
(24.02.2009)
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Los Hermanos: "Quatro" (Sony, Juli 2005)
"Los Hermanos", spanisch für "Die Brüder", ist eine echte GitarrenROCKband. In ihrer Heimat Brasilien sind sie eine große Nummer, während sie bei uns völlig unbekannt sind. Entdeckt habe ich sie kürzlich, weil einer der beiden Sänger/Gitarristen, Rodrigo Amarante, zusammen mit Fabrizio Moretti von den Strokes gerade unter dem Namen Little Joy eine hübsche kleine Folkplatte herausgebracht hat.
(13.02.2009)
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"Soul Of Brazil" (EMI, Juni 2004)

"Funk, Soul & Bossa Grooves 65-77" heißt es im Untertitel dieser Billigpreis-Kompilation (< 10€). Aber warum taucht ein solcher Sampler auf dieser Seite auf?

  • das schöne Cover machte mich im Laden aufmerksam
  • Bossa Nova beschäftigt mich schon seit einiger Zeit, allerdings stammt der Grossteil der mir bekannten Musik aus der Zeit vor 1965 (Antonio Carlos Jobim etc.)
  • hier wird "europäisch" und "US-amerkanisch" beeinflusste brasilianische Popmusik vorgestellt (sprich: die Auswirkungen von den Beatles und James Brown)
  • bis auf wenige Ausnahmen (Marcos Valle, Lo Borges) sind mir die versammelten Künstler völlig unbekannt, bzw. habe sie noch nie (bewusst) gehört
  • die Originalalben sind gar nicht oder nur schwer erhältlich
  • alles passt wunderbar zusammen. Ein idealer Ausgangspunkt für den Neueinsteiger in brasilianische Musik der späten 60er/frühen 70er, abseits der bekannten "Samba"- und "Worldmusic"-Klisches
(17.09.2004)
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Domenico+2: "Sincerly Hot" (Luaka Bop, 2004)
Nach Moreno+2 ist Domenico+2 die zweite Zusammenarbeit von Moreno Veloso, Alexandre Kassin und Domenico Lancelotti, diesesmal unter der Federführung vom Schlagzeuger und Sänger ...
(22.02.2015)
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"Cibelle" (Crammed Discs/Ziriguiboom, 2003)
Diese reizende und überaus talentierte junge Dame aus Sao Paulo/Brasilien habe ich gerade erst bei YouTube entdeckt. Irgendwo zwischen Bossa Nova, Jazz und Dancefloor. Selten habe ich eine moderne Produktion mit Computerbeats und Soundeffekten gehört, die mir dermaßen gut gefällt. Woran das wohl liegt?
Es gibt inzwischen auch ein neues Album, das sie in ihrer neuen Wahlheimat London aufgenommen hat, auf dem angeblich Devandra Banhart, meine Lieblinxziege, mitmeckert. Das werde ich mir sicherlich demnächst auch anhören ...
(12.01.2009)

Das "neue" Album ist gekommen, stammt aber auch schon von 2006 und wird hier von mir gelobt!
(24.02.2009)

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Moreno + 2: "Music Typewriter" (Luaka Bop, Feb. 2001)
Ein Bandprojekt von Sänger und Multiinstrumentalist Moreno Veloso, Bassist Alexandre Kassin und Schlagzeuger Domenico Lancelloti , das auf ganz vorzügliche Weise in Hinblick auf Musikstil und Technik das moderne mit dem alten Brasilien zusammenbringt. Beats und Tropicalia schliessen sich nicht gegenseitig aus. Im Mittelpunkt stehen aber immer Stimme und (meist) die Akustikgitarre von Moreno Veloso. Als Gäste u.a. dabei: Papa Caetano Veloso, Daniel Jobim und der Jazzpianist Joao Donato.
(09.05.2013)
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Marcos Valle: "Escape" (Far Out, 2001)
Diese CD hatte ich mir bereits bei ihrer Veröffentlichung gekauft, ohne damals schon vom Brasilien-Virus befallen zu sein. Zu hören gibt es anspruchsvolle, moderne brasilianische Popmusik mit Einflüssen von (natürlich) Samba und Bossa Nova, aber auch Jazz (Valle ist ein ausgezeichneter Pianist!), Rock und sogar Dancefloor (so weit ich das als Disco- und Tekno-Hasser als solchen überhaupt identifizieren kann!). Erstaunlicherweise (?) passt alles gut zusammen.
(03.02.2013)
Bebel Gilberto: "Tanto Tempo" (Crammed Discs/Zinguiboom, 2000)
Mit "Tanto Tempo" hat die Tochter von Joao Gilberto (aber nicht aus dessen Ehe mit Astrud Gilberto) vor wenigen Jahren einen Klassiker geschaffen, der mit seiner Zusammenführung von "klassischem" Bossa Nova und zeitgenössischer Elektronik sicherlich ein Vorbild für andere Künstlerinnen wie Cibelle und Céu war.
(09.04.2009)
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Quarteto Jobim - Morelenbaum (EmArcy, Juni 1999)
Eine wunderbare neue Bossa Nova-Produktion aus Brasilien mit Songmaterial, das weitestgehend vom großen Meister Antonio Carlos Jobim geschrieben und von seinem Sohn Paulo (Gesang/Gitarre) und seinem Enkel Daniel (Piano) und dem Ehepaar (?) Paula (Gesang) und Jaques Morelenbaum (Cello) mit der Rhythmusgruppe Marcelo Costa (Schlagzeug) und Zeca Assumpcao (Kontrabass) umgesetzt wurde.
Vinicius Cantuária: "Tucuma" (Verve, 1999)
Diese CD steht schon ziemlich lange bei mir im Plattenschrank und war schon lange nicht mehr im CD Player, aber neulich fiel mir der Name des brasilianischen Sängers, Songschreibers und Multiinstrumentalisten (hauptsächlich an Gitarre und diversen Perkussionsinstrumenten) wieder auf, weil er als Schlagzeuger in der Besetzungsliste von Marcos Valles 72er-Klassikers "Vento Sul" auftaucht. Aufgenommen in New York mit ein paar interessanten Gästen (u.a. Bill Frisell, Laurie Anderson, Sean Lennon und Nana Vasconcelos) entstand ein sehr modernes Album, das aber trotzdem klar in der Tradition von Antonio Carlos Jobim steht.
(09.03.2013)
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Caetano Veloso: "Livro" (Mercury, 1997)
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Milton Nascimento: "Nascimento" (Warner, 1997)
Gleich fünf Nascimento-Alben aus der jüngeren Zeit 1994 bis 2002 bei den Warner-Brüdern gibt es zurzeit für wenig Geld im Papp-Schuber zu erwerben, von denen ich hier beispielhaft das dritte Album vorstellen möchte: "Nascimento" wurde vom legendären Warner-Hausproduzenten Russ Titelman in Szene gesetzt und hat diese wunderbare Mischung von Jazz und Brasilien, die Milton immer wieder gerne bringt.
Nur demjenigen ist vom Kauf abzuraten, der Wert legt auf schöne Ausstattung mit Informationen auf dem Cover in einer lesbaren Schriftgröße. Aber alle anderen ...
(21.04.2013)
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Milton Nascimento: "Txai" (Columbia, 1990)
Kürzlich für relativ wenig Geld in der Grabbelkiste gefunden! Ein schönes Album, auf dem Milton seine eigenen Lieder abwechselnd mit Gesängen der Amazonas-Ureinwohner präsentiert.
(12.11.2012)
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Antonio Carlos Jobim: "Passarim" (Verve, 1987)
Ein schönes Spätwerk des Meisters.
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Milton Nascimento: "Sentinela" (Ariola, 1980)
Selten habe ich ein Album mit einer solchen stilistischen Bandbreite gehört, das gleichzeitig einen solch geschlossenen Eindruck macht. Höhepunkt und in gewisserweise "Kopfkino" stellt der fast 8minütige Titelsong zu Beginn der B-Seite dar. Das kann man kaum mit Worten beschreiben ...
(12.11.2012)
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Egberto Gismonti: "Sol Do Meio Dia" (ECM, 1978)
Eine weitere feine ECM-Platte. Damals konnte man, einmal auf den Geschmack gekommen, fast blind alles von dem Label kaufen (habe ich natürlich nicht). Gismonti ist ein brasilianischer Gitarrist und Pianist, der auf eigentümliche Weise Jazz, Klassik und die Musik seiner Heimat (Bossa Nova, Indio-Musik) miteinander verbindet. Begleitet wird er - wie (fast) immer - vom Perkussionisten Nana Vasconcelos, gelegentlich unterstützt von den üblichen ECM-Verdächtigen Ralph Towner, Collin Walcott und Jan Garbarek.
Hermeto Pascoal: "Slaves Mass" (Warner, 1977)
Hermeto spielt so ziemlich alle Instrumente mit Tasten (hier: Klavier, Fender Rhodes, Hammond B-3, Hohner D6 und Melodica)  oder Saiten (hier: 6 und 12saitige Akustikgitarre) bzw. solche zum Hineinblasen (hier: Querflöte, Sopransaxofon, Blockflöte und natürlich die Melodica) und singt. Dies ist wohl sein erstes Album in den USA und im weiteren Sinne kann man das auch als Jazz bezeichnen. Produziert von seinen Landsleuten Flora Purim und Airto Moreira, seinem alten Partner aus dem legendären Quarteto Novo, der hier auch zusammen mit Ron Carter die ausgezeichnete Rhythmusgruppe bildet.
(14.02.2009)
Flora Purim: "Open Your Eyes, You Can Fly" (Milestone, 1976)
Eigentlich kein lupenreines Brasilien-Album, denn es wurde in den USA mit vielen amerikanischen Spitzenmusikern aufgenommen, aber selten habe ich Flora, Airto und Hermeto so toll zusammen in einer Band gehört! Und dann gibt es auch noch ein Gastspiel von Egberto Gismonti.
Als ich das Album letzte Woche als sehr gut erhaltene Originalpressung im tollen Klappcover beim Normal-Räumungsverkauf in Köln in den Händen hielt, war ich noch überzeugt, dass ich das Album als CD oder Kassettenkopie bereits zu Hause hätte und habe nur wegen des guten Preises zugegriffen. Zu hause stellte ich fest, dass ich das Album mit einem anderen verwechselt hatte und kann nun doch ein mir bisher unbekanntes Werk völlig neu geniessen. Die brasilianische Sängerin hat sich auf diesem Album mit einer absoluten Spitzenband umgeben: Gatte Airto Moreira, Roberto Silva und "Ndugu" Chancler an Schlagzeug und Perkussion, Hermeto Pascoal an Flöte und Piano, George Duke an den Keyboards, Gitarrist David Amaro und Bassist Alphonso Johnson. Ausserdem ist bei einigen Titeln auch noch Ron Carter dabei.
Diese Musik vereint das beste aus Brasilien und den USA, immer mit guten Liedern aus der Feder von Purim und Pascoal, aber auch dreimal von Chic Corea, auf dessen Album Return To Forever Purim und Moreira ja auch schon auf der Originalversion von "Sometime Ago" zu hören sind.
(28.02.2010)
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Milton Nascimento: "Geraes" (Emi/Odeon, 1976)
Ein Tipp von Mauricio Villarinho Körber, dem Inhaber des wunderbaren Plattenladens Copacabana Records in Nürnberg, der eine schier überwältigende Auswahl an schwarzem Gold aus Brasilien anbietet. Sein Lieblinxalbum von Milton ist natürlich "Clube Da Esquina", wo ich mich natürlich voll anschliessen kann, aber dieses ebenfalls vorzügliche, in Europa kaum bekannte Album (wenig später nahm er in den USA das bei uns bekanntere "Milton" auf!) habe ich dann doch noch eingepackt. Kleines Schmankerl: das große Foto im Inneren des Covers zeigt das begeisterte Publikum bei einem Freiluftkonzert in den Hügeln des Bundesstaates Geraes, wo auch der jugendliche Körber unter all den brasilianischen Hippies zu erkennen ist! Eine schöne Geschichte und ein tolles Album!
(21.06.2013)
Jorge Ben: "África Brasil" (Philips, 1976)
Das ist eines der besten Funkalben aus den 70ern, das ich kenne. Schöne Rhythmusgitarren in der Art, wie sie auch auf Tim Buckleys "Greetings From L.A." zu hören sind. Bestes Lied: "Taj Mahal" - vielleicht, weil es das einzige ist, das ich irgendwoher schon kannte.
(05.03.2009)
Elis Regina & Antonio Carlos Jobim: "Elis & Tom" (Philips, 1974)
Brasiliens bester Songschreiber und beste Sängerin zusammen auf einem Album. Gigantisch.
(14.02.2009)
"Dom Um Romao" (Muse, 1974)
Einer der besten Schlagwerker Brasiliens, vielleicht sogar weltweit (er spielte nicht nur bei Sergio Mendes Brasil 66, sondern auch bei Weather Report und auf der Sinatra/Jobim-Platte!) mit seinem Solodebüt (auf jeden Fall seine erste US-Platte!). Jazz und Samba finden wunderbar zusammen.
(31.07.2016)
Edu Lobo: "Edu Lobo (Missa Breve)" (1973)
Ein weiteres, ausgezeichnetes Album eines der besten brasilianischen Songschreiber!
(24.02.2009)
Antonio Carlos Jobim: "Jobim" (Verve, 1973)

Warnung: die Platte ist mit einem großen Orchester aufgenommen! Sehr viele Geigen! Also nix für harte Rock'n'Roller. Eher für Freunde schöner Melodien. Und die gibt's bei Tom Jobim, einem der besten Songschreiber populärer Musik, den es je gab (no kidding!), natürlich én masse!

 

Marcos Valle: "Previsao Do Tempo" (Odeon, 1973)
Lost & Found!
(03.03.2013)
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"Beto Guedes - Danilo Caymmi - Novelli - Toninho Horta" (EMI/Odeon, 1973)
Vier Mausiker der zweiten Reihe fanden sich zu diesem Projekt zsammen und liefern eine spannende Mischung aus Brailien und Rock: Gitarrist Beto Guedes, Flötist Danilo Caymmi, Bassist Novelli und Gitarrist Toninho Horta. Für Freunde des "Clube Da Esquina".
(01.08.2013)
"Arthur Verocai" (Continental, 1972)
Das Solodebüt des brasilianischen Gitarristen Arthur Verocai ist zwar nur knapp unter 30 Minuten lang, aber voll mit großartiger Musik, irgendwo zwischen Brasilien, Funk, Folk und Avantgarde. Gastsänger, Streicher und Bläser in Perfektion - dazu eine rockige Rhythmusgruppe, bei der man ihre südamerikanische Herkunft (meist) erkennen kann. Eine Entdeckung über eine Coverversion des letzten Liedes, "Karina", durch die Neuaufnahme des schwedischen Trompeters Goran Kafjes.
(18.08.2013)
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"Lô Borges " (EMI, 1972)

1972 war Lô Borges im zarten Alter von 20 Jahren zusammen mit seinem Jugendfreund Milton Nascimento im "Clube Da Esquina". Kurz danach nahm er auch sein titelloses Debütalbum auf, wo man deutlich erkennen kann, dass er für den Stil dieses Meisterwerks mindestens genauso wichtig war wie sein viel bekannterer Kumpel Milton.
(01.04.2012)

Ein überragend gutes Album, obwohl ich kein Wort von dem verstehe, was da gesungen wird! Obwohl es mit immerhin 15 Liedern nur eine knappe halbe Stunde lang ist, würde ich die Platte in die Reihe der grandiosen Singer/Songwriter Alben des Jahres 1972 mit Beatles, Jazz und Folkelementen, wie zum Beispiel "Big Star #1", einordnen.
(13.04.2012)

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Sergio Mendes & Brasil 66: "Foursider" (A&M, 1972)
Ein Klassiker aus der Hochphase der Popmusik! "Foursider" ist ein Greatest-Hits-Doppelalbum mit Aufnahmen aus den späten 60ern, das heute noch eindrucksvoll demonstriert, wie zeitlos diese Mischung aus Bossa Nova, Quasi-Jazz und Easy Listening-Pop ist, mit welcher der brasilianische Pianist Sergio Mendes damals weltweit Erfolg hatte. Dieses Konzept erlaubte ihm, Pop-Originale von Joni Mitchell ("Chelsea Morning"), den Beatles ("A Little Help From My Friends", "Fool On The Hill" und "Norwegian Wood"), Burt Bacharach ("Look Of Love"), Buffalo Springfield ("For What It's Worth"), Otis Redding ("The Dock Of The Bay") und J.J. Cale ("After Midnight") ohne Brüche neben brasilianisches Material von Jorge Ben ("Mas Que Nada"), Joao Gilberto und Tom Jobim ("Samba De Uma Nota So", "Vou Te Contar") zu stellen.
Milton Nascimento & Lô Borges: "Clube Da Esquina" (EMI, 1972)

Ende der 60er Jahre, autoritäres Militärregime, Belo Horizonte, Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais, eine Gruppe junger Freunde, die sich für die Jugendrevolte in der westlichen Welt begeistern. Ihr Chef: ein dünner Schwarzer, der mehrere Instrumente perfekt beherrscht und eine auffällige Stimme besitzt: Bituca, später berühmt als Milton Nascimento. Mit dabei sind der Keyboarder Wagner Tiso, die Poeten Fernando Brant und Ronaldo Bastos, der Gitarrist Toninho Horta, der Kontrabassist Beto Guedes, die Brüder Marcio und Lo Bôrges und andere Komponisten und Musiker. Jazz und Rock vermischen sich mit Bossa Nova und anderen brasilianischen Stilen. Der Club wird in ganz Brasilien berühmt, seine Platten mit dem Label 'Clube da Esquina' verkaufen sich überall und prägen eine Generation.
Das Album ist ein Klassiker der brasilianischen Popmusik und ein guter Einstieg für jeden, der bisher keinen Zugang zu dieser Musik hatte. Ich hatte gerade frisch ein Buch über brasilianische Musik verschlungen ("The Brazilian Sound" von Chris McGowan und Ricardo Pessanha, Hannibal 1991) als ich dieses Doppelalbum auf einer CD wiederveröffentlicht für schlappe DM 13,95 bei Zweitausendeins entdeckte und natürlich sofort zuschlug. Es handelt sich tatsächlich um eine gelungene Verbindung von Brasilien und Europa (Beatles vor allem). Ich kannte sogar ein Lied: "Cravo E Canela", ich weiß aber leider nicht mehr woher!

Die mir bekannte Version von "Cravo E Canela" stammt von Flora Purim, zu finden auf ihrem tollen Liveabum "500 Miles".
(01.04.2012)

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Marcos Valle: "Vento Sul" (Odeon, 1972)
Lost & Found!
(09.03.2013)
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"Gal Costa" (Philips, 1972)
Ein frühes Meisterwerk des Tropicalia. Caetano Veloso und Gilberto Gil sind als Sänger und vor allem Songschreiber mit dabei. Auf meiner Reissue-LP gibt es zwar keine Liste der Musiker, aber ich glaube, Sergio Dias von Os Mutantes heraushören zu können.
(11.05.2014)
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Sergio Mendes & Brasil 66: "Stillness" (A&M, 1971)
Das letzte Album der "Brasil '66"-Truppe ist mir inzwischen das liebste der Band - vielleicht, weil es so klingt, als hätte Mendes nicht mehr versucht, Hits zu produzieren, sondern einfach nur gute Musik zu machen? Man könnte aufgrund des Covers oder der häufig eingesetzten 12saitigen Akustikgitarre (von Oscar Castro Neves?) sogar von Folkrock sprechen. Dafür spricht auch die Liedauswahl, z.B. "For What It's Worth" von Buffalo Springfield oder "Chelsea Morning" von Joni Mitchell. Im nächsten Jahr gab es dann die Band "Brasil '77", die aber bei weitem nicht mehr so erfolgreich war, die ich mir aber leider auch noch nicht anhören konnte. Das könnte aber glatt mein nächstes brasilianischen "Forschungsprojekt" sein!
(12.04.2009)
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Os Mutantes: "Jardim Eletrico" (Polydor, 1971)
Das vierte Album in vier Jahren der besten brasilianischen Rockband. Die Band wird immer besser und immer verrückter. Besonders schön finde ich am Schluss die Neuaufnahme von Caetano Velosos "Baby", das sie schon mal mit Gal Costa auf dem Album "Tropicália - Ou Panis Et Circensis" eingespielt hatten, dieses mal von Rita Lee auf English gesungen.
(15.04.2009)
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Chico Buarque: "Construção" (Philips, 1971)
Ein weiterer der vielen großartigen Singer/Songwriter aus Brasilien mit einem seiner besten Album.
(23.12.2012)
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Marcos Valle: "Garra" (Odeon, 1971)
Lost & Found!
(03.03.2013)
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Antonio Carlos Jobim: "Stone Flower" (CTI, 1970)
A Cool Smoker from Brazil!
(31.07.2016)
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"Marcos Valle" (Odeon, 1970)
Lost & Found!
(23.03.2013)
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Edu Lobo: "Cantiga De Longe" (Elenco, 1969)
Ein weiterer ausgezeichneter Sänger/Gitarrist und Autor aus der Generation nach Jobim. Ich kenne noch nicht viele Alben von ihm, aber dieses gefällt mir in seiner sparsamen, jazzigen Art besonders gut. Mit Hermeto Pascoal und Airto Moreira. Da kann eigentlich auch nichts schief gehen!
(14.02.2009)
Milton Nascimento: "Courage" (A&M/CTI, 1969)
Zum ersten Mal nimmt der brasilianische Sänger und Gitarrist in den USA bei einem Jazzlabel auf. An den Tasteninstrumenten findet man die prominentesten Begleiter: Herbie Hancock, sehr "banddienlich" spielend, am Piano und Eumir Deodato an der Orgel. Gewöhnungsbedürftig für viele sind sicherlich die für eine Creed Taylor-Produktion aber typischen Geigen. Egal, ob man sowas nun mag - das ist eine ganz vorzügliche Platte, die dem Brasilien-Unkundigen den ersten Schritt in eine neue musikalische Welt ermöglicht.
(26.03.2006)
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"Caetano Veloso" (Philips, 1969)
Bereits das zweite titellose Album und bisher das einzige, welches ich gehört habe. Tolle Musik, irgendwo zwischen Bossa-Lässigkeit und verrückten Hippie-Experimenten. Davon kann ich im Moment gar nicht genug bekommen!
(14.02.2009)
"Os Mutantes" (Polydor, 1968)
Lost And Found!
(12.06.2004)
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Gilberto Gil: "Fravo Rasgado" (Philips, 1968)
Sein zweites Soloabum nahm Gil zusammen mit Os Mutantes auf, mit denen er schon bei "Tropicália - Ou Panis Et Circensis" zusammemgearbeitet hatte. Ein ausgezeichnete Mischung aus Beatles und Brasilien.Fast schon zu "rockig" für das heimische Publikum.
(09.05.2013)
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"Tropicália - Ou Panis Et Circensis" (Philips, 1968)
Die Album gilt als der Beginn des brasilianischen Musikstils "Tropicalia", der brasilianische (Bossa Nova, Samba) und anglo-amerikanische (Jazz, Blues, Rock) Popmusik zusammenbrachte. Alles war erlaubt. Entsprechend bunt diese Mischung, angerührt von Caetano Veloso, Gilberto Gil, Gal Costa, Os Mutantes und anderen.
(04.02.2009)
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Marcos Valle: "Samba '68" (Verve, 1968)
Nachdem 1966 der Organist Walter Wanderley seinen "Summer Samba" (auch bekannt als "So Nice", kennt jeder aus meiner Generation und der davor!) zum Hit in den USA machte, bekam auch der Autor Marcos Valle dort seine Chancen als Interpret. "Samba '68" ist nach meinem Wissensstand bereits das zweite US-Album, durchgängig in Englisch gesungen, mit einer Neuauflage vom "Summer Samba". Ein guter Einstieg in Valles Musik für Leute, die ansonsten vielleicht wenig mit brasilianischer Popmusik anfangen können.
(03.02.2013)
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Antonio Carlos Jobim: "Wave" (A&M/CTI, Okt. 1967)
Der Bossa Nova-Boom in den USA und anderen Gegenden außerhalb Brasiliens war eigentlich schon vorbei (z.B. "Getz/Gilberto" von 1963 mit dem "Girl From Ipanema"), aber gelegentlich wurden noch solche Klassealben wie dieses vom Komponisten der meisten Bossa-Klassiker veröffentlicht. Den Titelsong "Vou Te Contar" (portugiesisch für "Wave") sollte eigentlich jeder kennen, der sich ein bisschen mit Jazz bzw. "Easy Listening" beschäftigt hat. Beim ersten Hören sind vielleicht die zuckersüßen Geigen von Arrangeur Claus Ogermann (ein Deutscher in den USA) für die Ohren von Rock/Pop-Hörern -vorsichtig ausgedrückt- gewöhnungsbedürftig, waren aber damals für viele "leichte" Jazz-Produktionen, gerade auch auf dem Label CTI des sehr dominanten Produzenten Creed Taylor, sehr typisch. Und kriegen die tollen Songs von Tom Jobim natürlich nicht kaputt. Außerdem spielen solche Topjazzleute in der Band wie Ron Carter am Kontrabass oder Dom Um Romao am Schlagzeug, die eigentlich über jeder Kritik erhaben sind.
Tamba 4: "We Are The Sea" (A&M/CTI, 1967)
Bisher bekannt als Tamba Trio ist das hier anscheinend die Premiere als Quartett beim US-Label CTI von Produzent Creed Taylor. Zu Pianist Luiz Eca, Bassist/Flötist Bebeto und Trommler Rubens Ohana kam noch Bassist/Gitarrist Donio Ferreira hinzu. Im perfekten Rudy-van-Gelder-Klang wird eine wunderbare Mischung aus Jazz und Bossa Nova, Gesangs- und Instrumentalstücken, geboten. Die Vinylausgabe habe ich vor wenigen Tagen zu einem unverschämt günstigen Kurs im Copacabana-Laden in Nürnberg entdeckt.
(30.06.2013)
"Frank Albert Sinatra & Antonio Carlos Jobim" (Reprise, 1967)
Meine erste Sinatra-Platte - und sehr wahrscheinlich nicht meine letzte! Die Stimme von Frankieboy und die Songs von Jobim (der auch ein bisschen mitsingt) - zusammen unschlagbar.
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"Quarteto Novo" (EMI/Odeon, 1967)
Dieses Album, das einzige der Band, kann man als eines der wichtigsten brasilianischen Jazzalben bezeichnen - auch wenn es nicht purer Jazz ist, sondern eine damals völlig neue oder zumindest eigenständige Mischung aus typischen brasilianischer Musik (Bossa Nova, Samba, etc.) und nordamerikanischem Jazz. Zwei der beteiligten Musiker erlangten danach Weltruhm: zu Perkussionist Airto Moreira muss man nicht mehr viel sagen. Multinstrumentalist Hermeto Pascoal begeistert hier "nur" auf der Querflöte und mit gelegentlichem Pianospiel. Dazu kommen die beiden Gitarristen Theo de Barros (auch am Kontrabass zu hören) und Heraldo do Monte, über die ich aber weiter nichts weiß.
(04.11.2008)
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Sergio Mendes & Brasil 66: "Equinox" (A&M, 1967)

Ist das Jazz? Bossa Nova? Oder bloß "Easy Listening"? Völlig egal!
Ich habe an diesen "Cocktail-Sound" noch ganz lebhafte Kindheitserinnerungen: Ich hatte als kleiner Bub immer die kostenlose Fernsehzeitschrift bei Radio Neu am Friedrichsfelder Marktplatz abgeholt, worin auch immer eine Hitparade zu finden war, in der immer zu viel James Last und Freddie Quinn und zu wenig Beatles vorkamen, aber eben auch dieser Mr. Mendes, der mir damals natürlich überhaupt nichts sagte. Vor ein paar Jahren entdeckte ich dann auf dem Soundtrack "I Shot Andy Warhol" das Lied "Mais Que Nada", von dem ich mal behaupte, dass es wohl jeder aus meiner und der Generation davor kennen müsste. Schnell habe ich mir dann den Sampler "Foursider" besorgt, auf dem Beatles-, Buffalo Springfield- und Joni Mitchell-Songs ein Cocktail-Jazz-Gewand verpasst bekamen und manche Bossa-Nova-Klassiker (viel von Tom Jobim, aber eben auch Jorge Bens "Mais Que Nada") dem nordamerikanischen/europäischen Publikum näher gebracht wurden.
Und jetzt habe ich mir das 2. Album der Band als Wiederveröffentlichung in der Verve-Jazzserie mit einem wunderschönen, der alten A&M-LP nachempfundenen Pappcover besorgt. Die Band (außer Sergio noch drei Musiker an Bass, Schlagzeug und Perkussion und zwei Sängerinnen) macht auf dem Cover doch wohl einen extrem coolen Eindruck, nicht war? Man hat fast den Eindruck, hier würde der Zustand des "Coolseins" gerade erfunden. Und entsprechend ist auch die Musik!
(14.02.2004)

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Astrud Gilberto: "Beach Samba" (Verve, 1967)
Das "Girl From Ipanema" darf hier natürlich nicht fehlen. Kann sein, dass das hier nicht ihr bestes Album ist, aber ich hab es und ich mag es sehr. Total kitschig, aber wunderbar. Mit dabei eine leicht abgefahrene Version von Tim Hardins "Misty Roses".
Wanda de Sah: "Softly!" (Capitol, Aug. 1965)
Ich gebe zu, dass mich die Optik und nicht die Musik auf die brasilianische Sängerin Wanda de Sah (später nannte sie sich nur noch Wanda Sá),  aufmerksam gemacht hat. Aber letztendlich ist es doch dieser wunderbare Bossa Nova-Klang , der mich überzeugt hat.  Dies ist ihr US-Solodebüt, nachdem sie bereits auf "Brasil '65" vom Sergio Mendes Trio mitgewirkt hatte, meist in englisch gesungen. Fünf Lieder vom Meister Jobim.
(04.12.2008)
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The Sergio Mendes Trio feat. Wanda de Sah: "Brasil '65" (Capitol, Mai 1965)
Dieses Album stellt quasi den (noch nicht ganz so erfolgreichen Prototypen für Sergion Mendes & Brasil '66 dar. Mit dabei neben seinen beiden Begleitern aus dem Jazztrio (Bassist Sebastiano Neto und Schlagzeuger Chico Batera) sind die Sängerin Wanda de Sah, die Gitarristin Rosinha de Valencia und der amerikanische Saxofonist und Flötist Bud Shank.
Stan Getz/Joao Gilberto: "Getz/Gilberto" (Verve, Okt. 1963)
Diese Platte war ein echtes Ereignis: zum ersten mal kam es vor einer breiten Öffentlichkeit zur Verbindung von Jazz und Bossa Nova. Der US-amerikanische Saxofonist Stan Getz und der brasilianische Sänger und Gitarrist Joao Gilberto schufen eine wunderbare Kombination dieser beiden Welten. Unverzichtbar dabei der brasilianische Komponist und Pianist Antonio Carlos Jobim, dessen Lieder den Bärenanteil des Albums ausmachen: "Girl From Ipanema", "Corcovado", "Desafinado" und weitere. "Ipanema" wurde sogar zum Welthit und präsentiert als Besonderheit Joao Gilbertos Ehefrau Astrud Gilberto, damals eigentlich keine professionelle Sängerin, die nur gebeten wurde, Jobims portugiesische Texte als Demo in englisch zu singen, da ihr Mann die englische Sprache nicht beherrschte. Das Ergebnis war so überzeugend, dass ihr Gesang für "Ipanema" und ein anderes Lied in der Endversion belassen wurden. Leider hat man für die gekürzte Singleversion sogar Joao´s portugiesisch gesungene Strophen herausgeschnitten, wodurch "Ipanema" alleine zu Astruds Hit wurde!
Vinicius de Moraes & Odette Lara:"Vinicius & Odette Lara" (Elenco, 1963)
Ein Meisterwerk des Bossa Nova. Das Songschreiberteam Vinicius de Moraes und Baden Powell liefert hier bei ihrer ersten Zusammenarbeit solche Klassiker wie "Berimbau" und "Deixa".
(13.01.2009)
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Luiz Bonfa: "Plays And Sings Bossa Nova" (Verve, 1963)
Vielleicht nicht so bekannt wie Antonio Carlos Jobim ist Luiz Bonfa aber trotzdem einer der wichtigsten Vertreter dieser damals absolut trendmäßigen Musik aus Brasilien. Sowohl als Sänger, aber vor allem als Gitarrist, glänzt er hier. Am bekanntesten sind wohl seine Kompositionen für den Spielfilm "Black Orpheus" von 1959: den "Samba De Orfeu" (hier leider nicht vertreten) kennt garantiert jeder von Euch!
Joao Gilberto: "Chega De Saudade" (Odeon, 1959)
Eines der frühen Meisterwerke der Bossa Nova, das bereits zahlreiche Klassiker des Genres enthält, z.B. "Desafinado", "Felicidade" und den Titelsong aus der Feder von Antonio Carlos Jobim, "Manha De Carneval" von Luis Bonfa und die eigenen Titel "Bim Bom" und "Ho Ba La La".
(24.03.2013)