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| The Handsome Family: "Singing Bones" (Loose/Milk & Scissors, 2003 * Mai 2026) |
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auch gut ...
| The Green Apple Sea: "Dark Kid" (K&F, Feb. 2026) |
Ich liebe diese Folkrockband aus Nürnberg, deren Wurzeln bis zurück ins Emsland reichen, weshalb die Freude auf ein neues Album nach langer Pause auch sehr groß ist. Das Album "Northern Sky - Southern Sky" war 2010 sogar mal meine Platte des Jahres. Die Lieder auf der neuen Platte gefallen mir beim ersten Hören auch sehr gut, aber leider klingt die Platte irgendwie dünn und ist sehr leise bei wenig Dynamik. Normalerweise mäkel ich an so etwas nicht herum - ich habe von Tontechnik auch keine echte Ahnung - aber hier scheint vielleicht nicht vernünftig gemastert worden zu sein. Andere Platten, die ich am selben Tag gehört habe, waren gefühlt fast doppelt so laut und hatten irgendwie auch mehr Dynamik und Transparenz. Naja - da werde ich wohl mal mit dem Kopfhörer ranmüssen - und vielleicht auch etwas lauter drehen. Ach ja - neben Songschreiber und Sänger Stefan Prange sind zahlreiche andere Musiker beteiligt, die im Laufe der Jahre wohl zur Band gehört haben oder noch dazu gehören. Unter anderem mehrere Musiker der ebenfalls in Nürnberg beheimateten Band "Missouri", die ich auch immer sehr geschätzt habe, die aber anscheinend selber inaktiv oder sogar aufgelöst ist. Sehr schade, aber ein ganz anderes Thema.
(2026-03-19)
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| Motorpsycho: "The Gaia II Space Corps" (NFGS, März 2026) |
Es ist passiert. Motorpsycho gibt's bei mir dieses Mal nur auf CD. Die Vinylausgabe war mir definitiv zu teuer - und ist auch kein Doppelalbum, wie sonst so oft. Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich das trotzdem bereuen werde ...
(2026-03-29)
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| The Grateful Dead: "On A Back Porch Vol. 3" (Rhino, April 2026) |
Ich bin gerade noch etwas unschlüssig, ob dieser Plattenkauf denn wirklich nötig war. Kürzlich fand ich dieses "Left Over" vom letzten Record Store Day (18. April) im lokalen Plattenladen meines Vertrauens in Schermbeck. Das heißt, am RSD wurde die Platte zwar veröffentlicht aber nicht sofort verkauft an einen Vorbesteller, sondern fand den Weg in den normalen Verkauf für Leute wie mich (und Dich?), die sich nicht an jenem besagten Tag gerne in Plattenläden aufhalten.
RSD-Veröffentlichungen sind in der Regel limitiert und teuer. Wie limitiert diese offensichtlich dritte Auflage einer Zusammenarbeit der Grateful Dead-Nachlassverwalter mit einer - anscheinend - Grateful Dead inspirierten Brauerei ist, weiß ich leider nicht. Der Preis war mit 34€ zwar RSD-Standard, mir aber eigentlich viel zu hoch. Die Platte war noch verschweißt, sodass ich sie mir nicht anhören konnte, geschweige denn einen Blick in das Booklet werfen konnte. Das Cover gefiel mir aber sehr gut und die Songauswahl machte ebenfalls einen guten Eindruck. Weil ich guter Dinge war sprang ich über meinen Schatten und hab die Platte entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten gekauft. Geld sollte mal keine Rolle spielen. Jetzt sitze ich hier nach meinem ersten Hördurchlauf und kann Folgendes feststellen: Die Musik ist (wie zu erwarten) gut gespielt und auch gut klingend. Die Tracks mit einer Spannweite von 1970 bis 1989 passen auch ganz gut zusammen. Gleich drei "Traditionals" wie z.B. "Cold Rain & Snow" sind dabei , aber alles elektrisch und nicht akustisch gespielt, wie mich der Titel "Back Porch" eigentlich mich vermuten liess. Aber auch das ist OK für mich. Jetzt kommt aber mein großes Aber: es gibt trotz des hohen Anschaffungspreises leider doch keinen Lesestoff in Form eines schönen Booklets - ich war etwas enttäuscht. Die sechs Lieder sind außerdem alle schon auf anderen Zusammenstellungen erschienen, eines stammt sogar von einer "Dick's Picks" Live-CD, die ich schon habe - aber das ist nicht wirklich tragisch, denn der "Flow" der Lieder ist gut, es passt alles prima zusammen. Das hätte in dieser Zusammenstellung früher auch ein Mixtape von mir sein könnnen. Aber braucht man diese Platte wirklich, besser gesagt: braucht Herr Mann diese Platte wirklich? Natürlich nicht! Wahrscheinlich ist das eher etwas für echte Dead Heads mit dem nötigen Kleingeld, die alles von den Dead haben müssen und vielleicht auch gerne zu Brauereibesichtigungen gehen. Irgendwie ist das zwar eine schöne, aber letztendlich doch überflüssige Angelegenheit. Keine Ahnung, wie oft ich mir das Album noch anhören werde. Schönes Cover in jedem Fall. Sagte ich das schon? (2026-05-25) |
| Souled American: "Sanctions" (Jealous Butcher, April 2026) |
Als ich im Frühjahr erfahren habe, dass es nach 30 (!) Jahren ein neues Souled American Album gibt, da war ich voller Vorfreude und habe sofort bestellt. Nach mehreren Wochen kam leider die Antwort: "Artikel nicht mehr lieferbar". Dann habe ich mir stattdessen die CD-Version bestellt, zum Glück auch nur halb so teuer. Diese CD ist jetzt nach vielen weiteren Wochen endlich bei mir eingetroffen und ich habe sie vor dem Einschlafen sofort in den CD-Player geschoben. Was ich da höre, gefällt mir leider nicht besonders: da muss ich wohl noch mal ran, denn nicht jedes Album überzeugt beim ersten Hören. Also bitte noch etwas warten bis zu meiner endgültigen Meinung.
Witzigerweise hat mein Hoflieferant jetzt doch die Vinylausgabe auf Lager, aber vielleicht ist das ja gut, dass ich doch nicht so viel für einen möglichen Fehlkauf ausgegeben habe. Ich bleibe am Ball ...
(2026-06-24) OK, gerade läuft der zweite Hörversuch - und ich bin deutlich aufnahmebereiter dem gegenüber, was da aus meinen PC-Lautsprechern kommt. Die alte Magie ist schon da bei dem, was die inzwischen auf zwei Musiker reduzierte Band da spielt. Leadgitarrist (oder Bassist? Die Informationslage ist wie immer bei der Band etwas unklar) Scott Tuma fehlt, ich kann aber nicht beurteilen, welche Relevanz das hat. Ein wenig anstrengend finde ich manche instrumentalen Einlagen, vor allem von der Bassgitarre, wo ich nicht erkennen kann, ob das gewollte Kunst, hingenommene Schlampigkeit oder sogar technische Unfähigkeit bzw. Dilletantismus ist. Vorwürfe, die normalerweise nur Freejazzern zu hören bekommen von Aussenstehenden oder rein auf musikalisches Handwerk fixierten Ignoranten. Ich kann in Hinblick auf Souled American nur sagen: diese Musik ist spannend, aber als Hintergrundkulisse völlig ungeeignet. Ist das jetzt ein Fehlkauf? Ich weiß es noch nicht. Auf jeden Fall dann besser eine CD als eine teure Platte. (2026-06-25) |
| Maya Hawke: "Maitreya Corso" (Mom & Pop, Mai 2026) |
Vor kurzem habe ich die Sängerin, Songschreiberin (und im Hauptberuf wohl Schauspielerin) durch ein KEXP-Konzert auf YouTube entdeckt! Das hat mir in seiner reduzierten Art (zwei Gitarren und eine Geige) so gut gefallen, dass das aktuelle Album sofort geordert werden musste. Die Wahl fiel aus Vorsichts- und Sparsamkeitsgründen auf die Einzel-CD für 16 Oiros statt dem Doppelvinyl für satte 47 Oiros. Hübsches CD-Pappcover, so weit, so gut, aber alles extrem klein gedruckt, sodass das Lesen der Liner Notes leider kein Vergnügen ist.
(2026-06-24) OK, ich habe mir die CD gerade angehört und bin ein ganz klein wenig enttäuscht! Maya singt gut, alles ist ansprechend produziert, aber leider auch teilweise etwas zuviel des Guten, jedenfalls für meinen Geschmack. Zwar gibt es auch ein paar Lieder mit einem sparsamen Arrangement in Folknähe, so wie bei dem KEXP Auftritt, aber viel zu oft werden moderne Produktionstechniken verwendet, die ich ja auch garnicht per sé verteufeln will, aber so etwas passt für mich eher zu Rihanna oder Taylor Swift. Ich bin altmodisch und will auf einem Album, dem ich mein Herz öffnen will, kein Autotune (ist vielleicht auch ein Vocoder, keine Ahnung!) und keine programmierten Sounds und Beats hören. Ich hätte vor der Bestellung wohl besser in die Klangbeispiele online reinhören sollen. Außerdem ist das Gange mit knapp 49 Minuten für mich kein "richtiges Doppelalbum", quasi kostet auf Vinyl jede Minute fast einen Oiro! Gesamturteil: es gibt eine gute Grundsubstanz an Songs, einen prima Gesangsvortrag (außer vielleicht bei manchen Autotune-Chören!), aber insgesamt zuviel Pop bei der instrumentalen Umsetzung. Fehlkauf? Noch unklar. Ich werde mit zeitlichem Abstand wohl nochmal reinhören. Und schade, dass ich die anscheinend guten Texte einer wohl zusammenhängenden Geschichte (Konzeptalbum?) beim Hören nicht wirklich mitlesen konnte. Ich konnte meine Lupe leider nicht finden. (2026-06-25)
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| Todd Thibaud: "Alchemy" (Blue Rose, Mai 2026) |
Todd Thibaud ist irgendwie ein alter Bekannter, den ich mehrfach in Wesel als Solokünstler, mit Band oder als Teil von Duos wie Parsons and Thibaud oder Projekten wie Water And Sand und Hardpan live gesehen habe. Das neue Album habe ich erst kürzlich wahrgenommen durch ein mir von YouTube vorgeschlagenes Konzert der Band von der aktuellen Deutschland Tournee. Ich bin zwar kein wirklicher Kenner seines Werkes (drei, vier Platten von ihm oder mit ihm habe ich im Regal), aber es ist eine Spur elektrischer geraten als das, was ich bisher von ihm kannte. Kaum Akustikgitarren, mehr Power-Pop mit gleich drei E-Gitarren. Auch live war das so, obwohl zu sehen ist, dass Todd seine E-Gitarre nicht anders spielt als bisher seine Akustische. Alles vielleicht ein wenig vorhersehbar bei den Akkorden und den Melodien, aber eigentlich doch immer schön. Also vielleicht doch gute, zeitlose Musik? Tom Petty und Big Star lassen grüßen. Ach ja - die Platten passt wegen des Covermotivs auch auf meine Rickenbacker-Seite, wenn auch etwas versteckt in Kombination mit Schmetterling und den Händen mit dem Papierschwan (?). Ich bin mir auch noch unschlüssig, ob ich das Coverdesign mag.
(2026-06-04)
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Zurück zur Musik: teilweise finde ich es immer noch richtig gut, auch den Song aus der Fernsehserie, manchmal ist es mir aber doch zu sehr "Hardcore-Country" und am Ende gibt es sogar eine A-Capella-Nummer, wo Brett Sparks einen ganzen Männerchor singt und mich doch etwas verschreckt hat! Da bin ich dann raus, denn Shantychöre, Bergmannschöre oder sogar Männergesangsvereine im Allgemeinen sind so überhaupt nicht mein Ding. Das überlasse ich Gotthilf Fischer und Walter Scheel - okay, die singen inzwischen wohl auf Wolke 37.
(2026-07-12)