»Molhado De Suor«, ein begehrter brasilianischer Klassiker aus dem Jahr 1974, ist das erste Solowerk von Alceu Valença, das traditionelle Musik und Rhythmen aus dem Nordosten Brasiliens mit Folk-Rock und Psychedelia verbindet.
Unterstützt von Lula Cortes und Geraldo Azevedo, verbindet sich Valenças kräftiger Gesang mit treibender Gitarrenarbeit, stimmungsvollen Arrangements und ungewöhnlichen Ausflügen. Nach Jahren der Unverfügbarkeit wiederveröffentlicht.
In den frühen 70er Jahren war Tropicalia stark im Kommen, eine Herausforderung sowohl für das Musikestablishment als auch für den Staat. Música Popular Brasileira (oder MPB) war fest etabliert. In der nordöstlichen Ecke Brasiliens, in Recife, gab es eine weitere aufregende Strömung der brasilianischen Kultur namens Udigrudi.
»Molhado De Suor« ist das erste Soloprojekt von Alceu Valença, das traditionelle brasilianische Musik und Rhythmen aus dem Nordosten des Landes mit Folk-Rock und Psychedelia verbindet. Unterstützt von Lula Cortes und Geraldo Azevedo, kombiniert Valenças reicher Gesang mit treibender Gitarrenarbeit, stimmungsvollen Arrangements und ungewöhnlichen Ausflügen und integriert erfolgreich die Klänge seiner Heimatregion Pernambuco. Valença hat viele Alben veröffentlicht, das letzte in diesem Jahr, und jedes hat ihn weiter etabliert.
Das erste Album von Alceu Valença, das ich hörte, fand ich absolut schrecklich: „Estação da Luz“ (1985). Ein Album aus den 80ern, einer desaströsen Zeit für MPB insgesamt. Die 70er (der Anfang der 70er) gefallen mir viel besser. „Molhado de Suor“ (1974) ist Valenças erstes Soloalbum. Es beginnt mit „Borboleta“, einem Fado mit ungewöhnlichen Elementen, den selbst Caetano Veloso nicht verleugnet hätte. Darauf folgt „Punhal De Prata“, ein Frevo mit einem teuflisch gelungenen Pop-Twist. Der Rest des Albums ist eine frenetische Abfolge von Pop-Folk-, Psychedelic-Rock- und Progressive-Pop-Stücken, die vor Überschwang und Einfallsreichtum nur so strotzen. Alceu Valença wagt es, Genres zu mischen und traditionelle Folklore mit E-Gitarren zu verbinden. Er muss wohl CSN&Y gehört haben, um so etwas zu schaffen. Mit noch mehr Energie und Extravaganz von Alceu Valença. Das Album schließt mit dem hochgradig exotischen und orientalischen „Pedras De Sal“. Molhado de Suor mag für MPB-Puristen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein, erweist sich aber letztendlich als überraschend wirkungsvoll und (für seine Zeit) erfrischend. Unbedingt anhören!
(per google translate aus einer französischen User Besprechung auf allmusic.com)