| Interpret |
| Sweet Thursday |
| Titel |
| Sweet Thursday |
| Veröffentlichung |
| 1969 |
| Aufnahme |
| 1968 |
| Label |
| Tetragram |
| Tonträgertyp |
| Album (LP) |
| Instrumentalstil |
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| Musikstil |
| Folk Rock Singer/Songwriter |
| Essembleart |
| Band |
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| Besetzung |
| Jon Mark (g, v), Alun Davies (g, v), Nicky Hopkins (p, org, harpsichord), Brian Odgers (bg, fl), Harvey Burns (dr, perc) |
| Produzent |
| Hugh Murphy |
| Mit eigenen Worten ... |
Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich zu dieser LP kam: Mitte der 80er des letzten Jahrhunderts gab es bei Harry Bohlen, einem längst vergessenen Schallplattenladen in Wesel, eine riesige Grabbelkiste mit Platten vom Hamburger Label Line, die alle nur lächerliche 2 Mark 90 kosten sollten. Ich sehe mich immer noch voller Begeisterung mit einem riesigen Plattenstapel aus dem Laden kommend. Eingepackt hatte ich so einiges, das mir völlig unbekannt war oder wo ich höchstens einzelne der beteiligten Musiker namentlich kannte.
Dabei war auch dieses titellose Album der kurzlebigen Band Sweet Thursday mit Klavierlegende Nicky Hopkins, der davor und danach mit jedem von Rang und Namen gespielt hat, den beiden Akustikgitarristen Jon Mark (der anschliessend bei John Mayall spielte und danach das mittelprächtig erfolgreiche Duo Mark Allmond gründete) und Alun Davies (danach jahrelang der wichtigste Begleitmusiker von Cat Stevens) und einer Rhythmusgruppe, bestehend aus den mir unbekannten Musikern Brian Odgers und Harvey Burns. Das Album wurde 1968 aufgenommen und 1969 von einem obskurem amerikanischen Label herausgebracht, allerdings ohne vernünftige Promotion. Ohne jemals als Band ein Konzert gespielt zu haben gingen die beteiligten Musiker deshalb bald wieder ihrer eigenen Wege und die Platte geriet schnell in Vergessenheit. Was aber Line Records bereits wenige Jahre später zur Wiederveröffentlichung motiviert haben, das entzieht sich meiner Kenntnis. Auch 1973 wird das Album sicherlich wenig Käufer gefunden haben.
Ich hab die Platte damals trotzdem kaum gehört und schnell im Plattenregal verschwinden lassen. Weil ich aber gerade die Nicky Hopkins-Biographie von Julian Dawson lese, habe ich sie jetzt mal wieder herausgekramt - und weiß sie schließlich doch noch angemessen zu würdigen, denn es handelt sich um wunderschöne Singer/Songwriter-Musik, vielleicht etwas unspektakulär, aber eigentlich genau das, was ich im Moment besonders gerne höre. Gute Songs, gutes Ensemblespiel, sogar ein Ohrenschmaus für die Freunde von Nickys Klavierspiel. (2010-07-06) |
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